Mongolei Tour Part I

In Ulaanbaartar werden einem unendlich viele Touren angeboten, um das Land der Mongolei genauer erkunden zu können. Man kann Tagestouren unternehmen, eine Woche unterwegs sein oder längere Touren von 2 bis 3 Wochen planen. Ist die Entscheidung der Zeit gefallen, gibt es nun noch die Qual der Wahl, in welche Richtung man denn gern reisen möchte. Hier kann man sich zwischen dem Norden der Mongolei, der Zentralmongolei, dem Osten und dem Süden entscheiden. Im Norden können die berühmten Tsaatan Familien besuchen werden, die ganz altertümlich Rentiere züchten. Im Süden unternimmt man einen Ausflug in die Wüste Gobi. Die Zentralmongolei beinhaltet von allem etwas – heiße Quellen, Kamelreiten, Wildpferde besichtigen u.v.m.. Einen Ausritt auf Pferden und Kamelen kann man hier immer wählen. Wir haben uns schließlich zu fünft entschieden einen Ausflug in den Norden zu unternehmen. Es klang nach viel Abenteuer. Gerade jetzt im September wird es schon kälter bei den Rentieren und man muss sich viele warme Sachen mitnehmen. Für einen solchen Ausflug in den Norden sind mindestens 14 Tage einzuplanen, denn der Fahrtweg von Ulaanbaatar aus zu den Rentieren ist lang und aufgrund der Straßenverhältnisse etwas beschwerlich. Am 09.09.2017 sollte unser Trip dann starten. Zuvor checkten wir unsere Sachen und stellten fest, dass wir nochmal shoppen gehen mussten. Die Mongolei ist ein Traum um warme Sachen aus Wolle zu kaufen. Auch Lederwaren, wie beispielsweise Schuhe sind hier qualitativ sehr gut und ebenso günstig. Wir fuhren gemeinsam mit unserem Guide Sonya aus dem Hostel Mongolia Vision Tours auf den Blackmarket in Ulaanbaatar. Für all die, die shoppen gehen wollen ist das hier ein MUSS!!! Wir deckten uns hier ein mit kuscheligen Strümpfen und Stulpen aus Yak- und Kamelwolle. Auch kauften wir uns kuschelige Handschuhe und noch gefütterte Leggings. Was nicht fehlen durfte war, dass jeder eine dicke Jacke und Dicke Schuhe hatte. So kaufte jeder hier noch das, was in seinem Repertoire fehlte und war am Ende der Shoppingtour glücklich mit seinem Gekauften. Nach 3 Stunden Einkaufen gingen wir schließlich wieder in unser Hostel zurück und bereiteten uns auf unseren Ausflug vor – neue Sachen anprobieren, Taschen packen, frisch gewaschene Wäsche zusammenlegen usw. . Eine Hürde stand uns noch bevor, wir mussten Geld für unseren Ausflug abheben. Wir bezahlten pro Person pro Tag 58 $ auf unserer 14-tägigen Tour. Das waren dann insgesamt knapp 4.000.000 MNT (MNT = mongolischer Tugrik). Diesen enorm hohen Geldbetrag abzuheben schien uns fast unmöglich. Der größte Schein ist ein 20.000 MNT Schein. Nach mehrmaligen Versuchen das ganze Geld mit einem Mal abzuheben erkundigten wir uns, was maximal mit einer Abhebung möglich ist. Wir erfuhren, dass wir pro Abhebung nur maximal 200.000 MNT abheben können, außer an einem Automaten, da geht bei manchen Karten auch manchmal mehr. Joar… das war also doch etwas komplizierter… Also versuchten wir uns an dem einen Automaten, wo man mehr abheben könne. Dieser spukte uns dann auch 800.000 MNT aus. Was für ein Glück! Als wir es nochmal versuchten, kam die Anzeige, dass diese Karte gesperrt sei und der Geldautomat jetzt „Out of Order“, also außer Betrieb sei ;( . Also gingen wir zu einem anderen Automaten und versuchten dort unser Glück. Von ursprünglich 3 möglichen Karten blieben noch 2 übrig, die eventuell gehen könnten. Die ersten beiden Automaten, die wir probierten gaben uns kein Geld. Wir waren leicht verzweifelt. Mittlerweile war eine Stunde vorrüber und wir hatten nicht mal ein Viertel des Geldes. Wir verließen ersteinmal das Gebäude und überlegten welche Automaten wir noch ansteuern konnten. Leicht deprimiert wollten wir erstmal ins Hostel zurück und auf dem Weg dorthin alle Automaten ausprobieren. Nichts ging. Bis uns dann endlich ein Automat nochmal Geld ausspukte … bis auch diese Karte gesperrt war. So ein Mist aber auch. Eine Chance hatten wir noch. Mit der konnten wir nun 12 Mal 200.000 MNT abheben und wir hatten nach 2 Stunden Verzweiflung unser Geld (knapp 1400 €) für den morgigen Tag zusammen.

Die Aufregung stieg immer weiter. Schon morgen wollten wir uns auf machen in das Leben der Nomaden in der Steppe. Auf zu der Bevölkerung, die fast ausschließlich von der Tierzucht lebt und zu deren Hauptspeiße das Fleisch gehört. Wir wollten Abenteuer erleben, uns auf etwas ganz Neues einlassen und waren gespannt, ob uns das hier geboten wird.

Am Tag der Abfahrt beluden wir unseren russischen Transporter, frühstückten noch schnell und konnten endlich voller Vorfreude losfahren.

Es ging von Ulaanbaatar aus etwa 5 Stunden auf asphaltierter Straße und dann nochmal 2,5 Stunden auf einer absoluten Buckelpiste, schlimmer als jeder Feldweg, in Richtung Amarbayasgalant Monastery. Diese liegt inzwischen vieler Berge, hinter einigen Feldern und Wiesen. Die Straßen sind unbefestigt und bestehen nur aus Wiese und Erde. Da es an unserem ersten Tag regnete, war der Weg ziemlich verschlammt und wir mussten bereits am Anfang dieses schlechten Weges auf Allrad umschalten. Es ist ziemlich beeindruckend wo dieses Auto überall durch, hoch und runter kommt. Wir fühlen uns hier sehr sicher und sind mehr als happy diese Tour gewählt zu haben. Auf unserem Weg begegneten uns nur 4 Autos – in 2,5 Stunden. Eines sahen wir schon von weiten und es bewegte sich kein bisschen. Also entschloss unser Fahrer Tumee einen kleinen Umweg zu fahren und zu schauen, ob sie Hilfe bräuchten. In der Tat – das etwas kleinere Auto stak total im Niemandsland im Feld fest. Es hatte sicherlich Stunden gedauert, bis endlich wir als einziges Auto weit und breit zu Hilfe kamen. Sie versuchten bereits das Auto herauszuschieben, es aus dem Schlamm mit großen Holzpfälern herauszuhebeln oder einen anderen Untergrund aus den Fußmatten zu schaffen, sodass die Räder wieder Gripp hatten. Das alles brachte leider nichts.

Also entschied unser Fahrer nach einer Zigarettenlänge, dass er die anderen aus dem Schlamm ziehen würde, sofern sie ein Abschleppseil hätten. Da keines verfügbar war, schnitt der Fahrer des fest steckenden Autos die Anschnallgurte aller Sitze bei sich ab und band daraus ein langes Seil zusammen. Wir waren total baff was hier vor unseren Augen geschah. Das einzige Ziel war jetzt noch das Auto aus dem Schlamm zu ziehen. Es war jetzt recht egel, ob solche „Schönheitsideale“ zerstört wurden. Wir stiegen schließlich alle wieder ein, fuhren los und siehe da – unser russischer Van war so stark, dass er sich selbst problemlos durch den Schlamm wühlte und dabei auch noch das andere Auto mit herauszog.

Glücklich eine gute Tat vollbracht zu haben konnten wir weiterfahren und uns der Amarbayasgalant Monastery nähern. Kurz vor der kleinen Häuseransammlung mitten im Nichts, kurz vor der Monastery, begegneten uns unzählig viele freie Tierherden. Die Tiere laufen hier vollkommen ohne Begrenzung herum, werden teils von Schäfern begleitet, meist aber doch eher nicht. Wir konnten Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe und Erdhörnchen erspähen. Die unendliche Vielfalt der Färbungen der Tiere, die Freiheit und die Weite des Landes beeindruckten uns so unheimlich sehr, dass wir fast verpassten, dass wir währenddessen genau vor der Monastery standen. Wir stiegen aus und liefen n Richtung Tempel. Unser Guide Sonya erklärte uns die Besonderheiten im Buddhismus, dass Buddha der Schöpfer des Buddhismus war und dass es hier viele Götter gibt, an die geglaubt wird. Dies hier sind beispielsweise die Beschützer der Amarbayasgalant Monastery, welche am Eingang des Tempels verweilen.

Geht man in den Tempel herein, erkennt man die typischen Gebetsmühlen im Buddhismus, welche oftmals mit Gebetssprüchen versehen sind. Diese müssen jeweils 3 mal gedreht werden, wobei ein Spruch, der so viel wie Amen heißt, aufgesagt wird. Sie sympolisieren das Rad des Lebens und sind hier unzählig oft zu finden. Im Uhrzeigersinn müssen alle Räder abgelaufen und gedreht werden, um dem buddhistischen Glauben gerecht zu werden.

Auch erfuhren wir, dass es gelbe und rote Mönche gibt, wie deren Lebensweise ist und dass es 5 Farben für die Gebetsbänder gibt, die überall aufgehangen werden. In diesem Tempel wurde besonders oft ein blaues Band festgemacht, was für die Himmelsfahre steht, die Weite und Unendlichkeit darstellt. Es sympolisiert also die Unendlichkeit allen Lebens.

Mach der Begehung des Tempels fuhren wir zu unserer ersten Familie, bei der wir in einer ihrer Yurte nächtigen konnten. Während Sonya für uns eine Suppe kochte, bestiegen wir nochmals den Berg, um 2 Gebetsorte zu besichtigen und die Tiere bei der Heimkehr in das Dorf zu beobachten – eine fantastische Aussicht!

Die Yurten sind einfach eingerichtet, mit Betten und jeweils einem Ofen. Der Ofen macht es hier drinnen schön mollig warm. Sobald das Feuer aber aus geht, kühlt es schnell ab.

Am nächsten Tag, also Tag 2 unserer Tour, starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück mit Tee, Ei und Brot in den Tag. Die huckelige Straße mussten wir wieder passieren, was aber heute aufgrund der Trockenheit in der Nacht schneller und einfacher ging. Etliche Tiere kreuzten unseren Weg und wir mussten manche Herden hupend für eine kurze Sekunde teilen. Anscheinend sind das die Tiere aber gewöhnt, denn sie machen ganz entspannt Platz, blieben kurz stehen und trotteten dann auf ihrem Weg weiter zu der Stelle, wo sie grasen wollten.

Nach 4 Stunden Fahrt suchten wir uns ein schönes Fleckchen mitten in der Landschaft inzwischen einer Yakherde und machten hier Picknick. Es war wunderschön. An uns kamen ebenso kleine Kälbchen vorbei und beschnupperten unser Gepäck. Die Yaks sehen so bullig und doch total beruhigend aus. Nur streicheln konnten wir die Tiere leider nicht. Die Kälbchen waren zu scheu und die Yaks soll man lieber nicht zu sehr beengen und etwa 2 Meter Abstand halten. Manche Yaks haben Angst wenn man ihnen zu nahe kommt, manche stoßen aber auch mit ihren Hörnern. Zum Mittag wurde uns schließlich Reis mit Gemüse gekocht. Eigentlich sollte es noch Fleisch geben. Aber anders als in unserer heimischen Gegend ist das mit dem Fleisch nicht so einfach. Wir fuhren einen Markt, ein Verkaufshaus und einen Supermarkt an – niergendwo gab es etwas Fleisch. Aber dafür genügend andere Köstlichkeiten aus denen uns Sonya etwas zaubern konnte. Zu probieren gab es noch Schafsülze und scharfe Pilzstränge aus dem Glas. Es war vorzüglich! Die Kälbchen waren neugierig und kamen immer näher. Nur unser Essen lehnten sie leider ab … .

Die Fahrt ging schließlich weiter zu einem inaktiven Vulkan. Dieser war vor etwa 10.000 bis 19.000 Jahren aktiv. Aber das Lavagestein ist immer noch an Ort und Stelle. Die Steine sind so leicht! Inmitten der Spitze des Vulkans ist ein tiefes Loch zu entdecken. Hier ist eins die Lava herausgekommen. Heute kommen einige Touristen sowie betende Gefährden, Buddhisten und Schamanen den Weg hier hoch. Auch die ein oder andere Tierherde verirrt sich diesen steilen Berg herauf, was wir an den Fußspuren feststellen konnten. Das umliegende Land ist ganz flach und die Aussicht gewaltig!

Nach einer halbstündigen Wanderung um das Loch des Vulkans herum stiegen wir den Berg wieder ab. Wir fuhren zu unserer Gastfamilie für die heutige Nacht. Auch hier schliefen wir wieder in Yurten. Um es warm zu halten wechselten sich die  Männer ab und stellten sich für die Nacht im 1,5-Stundenrhythmus einen Wecker, um frisches Holz aufzulegen. Doch bevor es zu Bett ging, lernten wir Sonya das Spiel UNO und leerten eine Flasche Vodka. Da das Glück eines jeden in der Flasche steckt und verfliegt, wenn die Flasche nicht vollkommen geleert wird, musste der Vodka also auch komplett ausgetrunken werden 😉 .

Auch diese Nacht ging schnell vorbei und wir konnten früh um 7 Uhr der Sonne zuschauen, wie sie langsam über den Berg kroch. Tag 3 unserer Reise durch die Mongolei startete ebenso mit einem guten Frühstück. Los ging es in Richtung einer Quelle, aus der Wasser getrunken werden kann. An diesem Fleck gibt es 3 Quellen. Das Wasser der ersten Quelle soll man trinken, wenn man Diabetes hat. Das Wasser der zweiten hilft gegen Magenbeschwerden und das der dritten ist für andere innere Beschwerden. Die Männer, die vorher noch mit ihrem Magen Probleme hatten, tranken aus der 2. Quelle. Sei es Einbildung oder wirklich die Kraft des Quellwassers, die Magenprobleme waren wie weggespült.

Schließlich stiegen wir wieder ins Auto, nahmen die Fahrt zu der Stadt Mörön auf, welche sich im Norden des Landes befindet und besuchten dort 3 Läden, bis wir endlich in einem Fleisch kaufen konnten. Auch mussten wir in Muron einen Antrag, ähnlich eines Visas stellen, dass wir weiter gen Norden reisen durften. Denn die Rentierfamilien leben recht nah an der Grenze zu Russland, sodass für die Weiterreise ein Visa beantragt und bezahlt werden muss. Nach etwa 1 Stunde hatten wir die Papiere in der Hand und konnten die Stadt verlassen. Auch wenn Mörön die zweitgrößte Stadt der Mongolei ist, gleicht sie eher einem großen Dorf als einer Großstadt. Die Häußer sind noch eher altertümlich und die Geschäfte sind im Tante-Emma-Style aufgebaut. Die Straßen sind auch hier nur teilweise geteert und große Staubwolken steigen bei der Durchfahrt auf. Nichts desto trotz konnten wir hier nach einem längeren Aufenthalt alles bekommen was wir wollten.

Unser Weg führte weiter in Richtung Khovsg See. Dabei passierten wir einige Mautstellen für die Straße, durchquerten ein paar Tierherden und schließlich gelangten wir an unser Ziel, wo wir auch die Nacht verbringen wollten.

Hier gibt es einige Campingstellen, direkt am See gelegen. Zum Abendessen gab es ein kräftiges Festmal, an dem wir die typischen Ess- und Trinkgewohnheiten der Mongolen kennenlernen durften. Es gab einen Festbraten, welcher mit Kartoffeln, Zwiebeln und heißen Steinen gestopft wird. Dann wird das Tierleib so lange mit einem Bunzenbrenner geröstet, bis es schließlich fertig zum Verzehr ist. Das Leib wird aufgeschnitten, die Soße als erstes in eine Tasse gegossen und getrunken. Danach werden die heißen Steine entnommen und an die Essensgäste verteilt. Diese sind mit Öl und Bratensoße überzogen, was nun auf unsere Hände übergehen sollte. Damit werden die Hände vor dem Festmahl gereinigt. Sind die Hände gereinigt, bekommt jeder Essensteilnehmer kleine Fleischstückchen abgeschnitten und kann diese dann verzehren. Der Speckmantel ist dabei besonders beliebt, denn das soll besonders gesund sein. Wir genehmigten uns ein paar kleine Stücken Fleisch, denn das Tier, welches wir hier aßen steht normalerweise nicht auf dem deutschen Speiseplan und ist für uns doch etwas außergewöhnlich… Nach dem Essen saßen wir alle gemeinsam am Lagerfeuer zusammen. Es wurden Lieder gesungen und Geschichten sowie Erlebnisse ausgetauscht. Schließlich wurde auch die erste Flasche Vodka gezückt. Einer der Runde verteilt dann im Kreis herum das Getränk. Dabei gibt es einen Becher für alle. Der erste bekommt seinen Becher. Es gehört dazu, dass er ein paar Worte in die Runde sagt, welche beispielsweise ein Dank für diesen schönen Abend sein können, eine Art Segen für alle Anwesenden für den weiteren Trip oder ein Hoch auf die schöne Natur, welche uns umgibt und alles Lebensnotwendige schenkt. Nach seinen gesprochenen Worten taucht man den Ringfinger in den Vodkabecher und schnippt ein paar Tropfen des Getränks in die Natur, um den Boden, die umliegende Natur und den Himmel zu segnen. Danach wird getrunken und der Becher an den Ausschenker zurück gegeben. Dieser schenkt erneut ein und verteilt einen Schluck an den nächsten im Kreise. Dies wird so lange gemacht, bis die Flasche alle ist. Wird eine Flasche nicht vollständig geleert, dann soll dies wie geschrieben Unglück bringen. Kleiner Tipp für die, die nicht so viel vertragen oder nicht mittrinken können: Es sollte das Ritual des Alkoholschnipsens auf jeden Fall mit vollzogen werden. Allerdings kann man auch nur so tun, als ob man trinkt oder nur einen Schluck trinken und den Becher dann an den Ausschenker zurück geben. Dieser verliert darüber kein Wort und nimmt den Becher stillschweigend entgegen. Wir leerten an diesem Abend noch eine Flasche Vodka am Lagerfeuer und gingen dann gut gestimmt zu Bett. Das Kind in unserer Runde bekam den Knochen des Knöchels des verzehrten Tieres geschenkt. Trägt sie diesen als Halskette, soll dies vor Unfällen bewahren und Glück schenken. Wer wissen möchte um welches Tier es sich bei uns handelte, sollte aber selbst einmal in die Mongolei fahren und an solch einem einmaligen Abend teilnehmen 😉 .

Am 4. Tag unserer Reise starteten wir wieder mit unserem russischen Van, womit wir wieder an unzähligen Tieren vorbei fuhren. Wir sahen frei lebende Yakherden, Schafe und Ziegen, sowie Pferde. Manche saßen ganz gemütlich auf der Straße, kreuzten unseren Weg, oder waren nur aus der Ferne zu sehen. Auch sahen wir wie jeden Tag zu unserem Erstaunen ganz viele kleine Erdhörnchen in ihre Löcher kriechen.

Von diesem Tag gibt es außer von einer langen Autofahrt über schlechte Feldwege und sumpfige Gebiete sowie durch etliche Flüsse nicht viel zu erzählen. Unser Ziel lag hinter ein paar Dörfern im Niemandsland. Das Gebiet hier ist zu einem Großteil schamanisch geprägt und deshalb auch extra durch ein Eingangstor und Gedenkstätten ausgezeichnet.

Nach ein paar Bergen (Wegangaben werden hier nicht in Kilometern oder Stunden gemacht, sondern wie viele Berge man passieren/ umfahren muss) und einigen Fragen nach dem Weg kamen wir schließlich auf einem weiten flachen Land an.

Hier standen 3 Yurten, welche einer Familie gehören, die viele Pferde, Yaks, Schafe und Ziegen hat. Hier sollte unsere Tour mit den Pferden starten. Da wir erst sehr spät am Abend ankamen, besuchten wir die Familie, tranken Milch-Tee und aßen etwas Gebäck. Die Tiere bekamen wir an diesem Tag nicht mehr zu Gesicht. Eine Yurte wurde uns dann als Schlafgelegenheit zugeteilt. Leider war diese genau neben den Schafen und Ziegen, welche uns nachts nur schlecht schlafen ließen. Aber daran muss man sich hier gewöhnen, wenn man das typisch mongolische Leben kennenlernen möchte – und genau das wollten wir. Auch in Sachen Hygiene muss sich umgestellt werden. Duschen ist eher eine Seltenheit, fließendes Wasser gibt es nur aus einem Fluss und die Toilette ist ein Loch im Boden mit ein paar Brettern umgeben, welches sich aber mehrere Meter von der Yurte entfernt befindet – nachts ist der Toilettengang also eher unüblich…

 

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2 thoughts on “Mongolei Tour Part I”

  1. Sehr geile Bilder und detaillierter Bericht ? Weiter so, bleibt gesund und vor allem lässt euch nicht wegfangen ☝️Grüße Franzi und Axel ?

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