Busan

Südkorea – oh mein Gott, das liegt doch direkt neben Nordkorea! Das ist doch voll gefährlich! Da lebt man doch in ständiger Angst und Gefahr!
Diese und ähnliche Gedanken schießen bei der Überlegung nach Südkorea zu fliegen wahrscheinlich nicht nur uns durch den Kopf.

Was ist das für ein Land, welches vom Weltall aus wie ein einziger leuchtender Stern funkelt, aber auch einen doch so dunklen Schatten wirft?
Korea, das Land, welches geteilt ist in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Während in Nordkorea alles streng überwacht und kontrolliert wird, ständig Nachrichten über Raketenandrohungen zu lesen sind und wirtschaftliche Zusammenarbeiten immer auf der Kippe stehen, findet man in Südkorea das blühende Leben. Wir entschieden uns in die Welt Südkoreas einzutauchen, die Kultur, Lebensweisheiten, Städte, und Menschen kennen zu lernen. Was uns wirklich erwarten sollte konnten wir schlecht einschätzen. Die derzeitige Lage zwischen Nordkorea und den USA ist nicht gerade gut und so stiegen wir auch mit einem etwas mulmigen Gefühl in das Flugzeug, welches uns nach Busan, der zweitgrößten Stadt Südkoreas bringen sollte. 3 Stunden saßen wir von Ulaanbaatar nach Busan im Flugzeug, genossen eine leckere Mahlzeit und versuchten viel zu schlafen. Da waren wir dann also – der Gimhae Airport hieß uns recht herzlich willkommen. Wir wurden gecheckt und gescannt und konnten schließlich problemlos einreisen.

Noch am Flughafen hoben wir unsere ersten südkoreanischen Won am Bankautomaten ab, wobei 1 Euro 1300 südkoreanischen Won entspricht. Danach suchten wir die Metro auf und fuhren einmal durch die komplette Stadt in Richtung Hostel. Bus hätten wir auch fahren können, aber der ist unbequemer, braucht länger und kostet mehr. Schon als wir Tickets führ die Metro holen wollten bat uns der erste Südkoreaner ganz unverfänglich seine Hilfe mit dem Automaten an.

Die U-Bahnen hier sind recht einfach aufgebaut. Überall sind Schilder wo es hin geht, die Schrift ist auf koreanisch und englisch und wenn man doch mal hilflos da steht kommt sofort jemand an und hilft einem weiter. Der Zutritt zur Bahn ist gesichert durch die Türen im Zug und nochmal durch Glaswände und Türen am Bahnsteig. Somit soll verhindert werden, dass man auf die Gleise fallen kann. Alles ist Hightechnik und schön sauber sowie ordentlich. Eine Fahrt mit der Metro kostet für Erwachsene 1400 Won bzw. 1600 Won (abhängig von der Strecke).

Unser Hotel lag ganz im Osten von Busan. Unser Gastgeber Leeyen begrüßte uns sehr freundlich und zeigte uns die Zimmer. Einfach wunderschön war es hier! Wir wussten zwar, dass unser Zimmer Meerblick haben sollte, aber dass es wirklich so perfekt war, erwarteten wir nicht. Alles war super sauber, modern, stylisch eingerichtet, es gab kostenlose Getränke, genug Möglichkeiten um Moskitos von sich zu halten (uns stachen sie aber irgendwie trotzdem mit ca. 30 Stichen pro Person), wir hatten unsere eigene Küche und und und. Das Hotel heißt übrigens Podotel ;). Unser Tipp für alle, die nach Busan wollen – nehmt das Hotel!!! Es ist eines der günstigsten, aber bietet alles was das Herz begehrt 😉 .

Wir machten es uns also gemütlich und überlegten was wir in Busan alles unternehmen wollten.

So führte unser Weg am nächsten Morgen zu dem berühmten Haeundae Beach.

Hier fühlten wir uns schon wie im Urlaub. Seidenweicher Sandstrand, Wellenrauschen, Sandburgen, Muscheln – hier war einfach alles vorhanden, was ein Strand braucht.

Einzig die Sonne hat noch etwas gefehlt. Bei etwa 23 Grad Außentemperatur hat sich hier keiner mehr ins Wasser getraut, obwohl es unserer Meinung nach recht angenehm war. So standen wir also bis zu den Oberschenkeln im Wasser und genossen den Ausblick auf das Meer.

Nach einer kleinen Fotostory ging es schließlich weiter auf eine Art Halbinsel, auf der sich der Dongbaek Park befindet.

Dieser Park und die komplette Halbinsel sind besonders berühmt für ihr Nurimaru APEC-House. Hier fand im Jahr 2005 das Treffen der Mitgliedstaaten im APEC-Bund statt. Dieses Gebäude wurde extra dazu gebaut, um im Jahr 2005 Präsidenten, wie beispielsweise G. W. Busch zu empfangen und über die Zukunft der Wirtschaft zu sprechen. Der Eintritt hierein steht jedem kostenfrei zur Verfügung und man kann hier sehen, wo die Präsidenten saßen, welche Fotos entstanden sind usw. . Jede Kleinigkeit ist aufgeführt.

Das Haus ist ein kleines Highlight in der Stadt, für alle die, die sich für Politik, Geschichte, Wirtschaft und das ganze Land interessieren. Alle anderen können es sich auch im Park außerhalb des Gebäudes gemütlich machen und die wunderschöne Aussicht auf das Meer genießen.

Nach der Begehung des APEC-House gingen wir vorbei am berühmten Yachtclub The Bay 101, um dann Kurs in Richtung Innenstadt aufzunehmen. Es war mittlerweile Nachmittag und so wirklich viel Strecke hatten wir nicht geschafft. Aber das war uns auch gar nicht wichtig, denn die Zeit hier zu verweilen, aufs Meer zu schauen und die Seele baumeln zu lassen war einfach zu schön 😉 . In der Innenstadt angekommen stellten wir fest, dass wir uns gar nicht wie in einer Großstadt fühlten. Alles ist so ruhig, organisiert, entspannt und vor allem sauber. Einen Stadtkern in dem Sinne, wo sich alles versammelt, gibt es hier nicht ganz. Eher gibt es mehrere Plätze, vor allem Essstraßen, in denen sich das Leben der Stadt abspielt. In dem aber dennoch Stadtzentrum genannten Viertel schauten wir uns die Messehallen BEXCO an, in denen garade eine Telekommunikationsmesse stadtfand, schauten am Busan Cinema Center vorbei, welches für die Busaner Filmfestspiele vorbereitet wurde, gingen weiter durch das Shinsegae Einkaufszentrum, welches im Guinness Buch der Rekorde als größtes Einkaufszentrum der Welt verzeichnet ist (die Essensmeile im Erdgeschoss ist ein absolutes MUSS für jeden – hier kann alles gekostet werden und die Preise für Essen sind sehr gut) und landeten schließlich am Gwangalli Beach. Da mittlerweile die Dunkelheit einbrach, konnten wir hier einen herrlichen Ausblick auf die 1000 Lichter der Stadt genießen. Im Mittelpunkt unserer Aussicht befand sich die berühmte Gwangandaegyo Brücke (vom Namen her wird diese aber bestimmt keinem etwas sagen und wir üben es immer noch ihn fehlerfrei und flüssig auszusprechen). Die Brücke trägt den Beinamen Diamanten Brücke, da sie die größten LED-Lichter der Welt und davon sehr viele aufweist. Die Abendstunden vergangen mit dieser Aussicht wie im Flug.

Unser nächster Tag in Busan führte uns einzig und allein zu einem sehr bekannten und beliebten Food-Market. Dieser, eigentlich sind es 2 aneinander grenzende Märkte, liegt im Stadtteil Nampo und somit südwestlich der Stadt. Der eine Essensbereich ist der BIFF Square und der andere der Gukje Market. Dies ist ein Netz aus Straßen voll mit kleinen Essensständen, auf denen es alles zu probieren gibt.

Von Sushi, über frittierte Eier/Gemüse/Brot/Fische/…, bis hin zu Fleischspießen, Süßwaren, Omlettes oder anderen Leckereien gibt es hier wirklich alles zu bieten.

Wir kosteten uns durch und gingen schließlich mit gefüllten Mägen zurück zur Metro und ab nach Hause zum Hostel. Nur noch Relaxen stand nun auf dem Tagesprogramm.

Am nächsten Tag ging es früh los und wir machten uns auf zum Beomeosa Tempel.

Auf dem Weg dorthin gab es traditionelle Dumplings gefüllt mit Gemüse zu essen. Schon irgendwie lustig, dass es gefüllte Nudeln in fast allen Ländern gibt 😉 .

Der Beomeosa ist der höchstgelegene Tempel der Stadt und schon sehr alt. Von der Metro aus liefen wir etwa 3 km, bis wir die Anlage erreichten. Natürlich gibt es auch hier die typisch buddhistischen drei Eingangstore.

Die Tempelanlage ist gut erhalten, in einem gepflegten Zustand und recht groß.

Doch so richtig zog sie uns nicht in ihren Bann. Auf uns wirkte der Tempel eher steril, fast unbewohnt, obwohl man hier oben auch die Kultur des Buddhismus näher kennenlernen und im Tempel übernachten kann.

Wir schauten uns alles an und beschlossen dann zum 3 km entfernten North Gate zu wandern, wozu es aber einige Höhenmeter zu überwinden galt.

Für uns war das natürlich kein Problem und schwupps standen wir auch schon an der ehemaligen Schutzmauer der Stadt.

Foto hier, Foto da und weiter ging es durch eine grüne Landschaft, hin zum Eastgate, bis wir schließlich auch in einen Bus einstiegen, um zur nächsten Metrostation zu kommen.

Der Besuch des Beomeosa Tempels sowie der kleine Walk zwischen den Gates entlang ist zu empfehlen, sofern noch etwas Zeit in der Stadt zur Verfügung steht. Er ist groß, sehr gut erhalten und interessant, aber nicht umwerfend.

Mit der Metro wollten wir dann weiter zu dem Gamcheon Culture Village, was sich nahe den genannten Foodmarkets befindet. Es wird auch als Machu Picchu Südkoreas bezeichnet und ist letztendlich eine noch alther erbaute Häuseransammlung. Die Häuser sind terrassenartig angeordnet, sehr bunt bemalt sowie verziert und ziehen täglich einige Touristen an.

Da wir gegen Abend dort waren, waren die Häuser wunderschön beleuchtet und boten uns eine hervorragende Fotolandschaft 😉 .

An unserem letzten Tag in Busan wollten wir den Haedong Yonggungsa Tempel im Osten der Stadt und mitten am Meer gelegen anschauen. Von unserem Hostel aus liefen wir also etwa 7 km am Meer entlang. Am Songjeong Beach waren so viele Surfer unterwegs, dass wir am liebsten gleich mit aufs Brett gesprungen wären.

Der Tempel schließlich war sehr touristisch besucht.

Er bot viele kleine Highlights, wie beispielsweise eine unterirdische Quelle, die man besuchen konnte, einen Ausblick direkt auf das Meer, oder ein paar Essensstände.

Übrigens bringt es Glück, wenn man Geld in diese Quelle wirft und ganz besonders viel, wenn dabei auch noch die kleinen Schalen getroffen werden. Philipp hat mit seiner Bierpong-Hand natürlich gleich mit dem ersten Wurf getroffen 😉 .

Überall im Tempel wurden auch kleine Zettel aufgehängt auf denen Wünsche geschrieben sind, für de hier gebetet wird. Dies schmückte den Tempel und sind sogleich noch ein schönes Windspiel.

Leider waren sehr sehr viele Leute hier unterwegs, sodass man kleine Zeit hat etwas in Ruhe anzuschauen, sondern immer weiter geschoben wurde. Dennoch ist dies eine sehr schöne Anlage, welche einen direkt in den Bann zieht.

Den Weg hier her zum Tempel liefen wir eine alte Bahnstrecke der Stadt, welche nun als Fotostrecke dient.

Diese ist anfangs ganz interessant, hat dann aber nicht mehr viel zu bieten. Also am besten am Anfang der Schienen Fotos machen und dann normale Straße laufen und nicht durch diese Steinlandschaft 😉 . Das ist angenehmer für die Füße und auch schneller.

Unser letzter Tag in Busan ging also zu Ende. Wir sind uns einig und würden in diese Stadt gern wieder kommen, das Essen probieren, am Strand entlang laufen und uns mit den äußerst netten Leuten unterhalten. Denn diese Stadt hat ihren ganz eigenen fesselnden Charme ;))) .
Hier noch ein paar Eindrücke der Fischstände, welche man wirklich überall in Busan antreffen kann. Also ACHTUNG an all die, die Fisch und Meeresfrüchte lieben: ihr MÜSST hier her 😉 !

 

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