Zwischen Gold Coast und Sydney

Zwischen der Gold Coast und Sydney haben wir 3 Freunde aus Deutschland besucht, viel gefaulenzt, viel gutes Essen verzehrt und mehrere kleine Highlights erlebt.

Als 1. fuhren wir an Surfers Paradise vorbei, um eine kleine Wanderung zum Tumgun Lookout zu unternehmen. Bereits dort angekommen merkten wir: die Hälfte der Leute hier ist operiert 😀 ! Es war sehr lustig welche aufgeblähten Lippen, perfekt geformten Sixpacks auf Stelzen und riesige Ballonbrüste an uns vorbei liefen. Wir waren aber nicht wegen den plastischen Schönheiten hier, sondern wegen den schönen Naturaussichten 😉 . Der Tumgun Lookout befindet sich auf einem kleinen Wanderweg an der Küste, 10 Minuten Fahrweg vom Surfers Paradise entfernt.

Es war ein kurzer aber schöner Trip mit einem tollen Strand auf halbem Weg und einigen Echsen.

Die Echsen sind auch schon ziemlich gut an die Menschen gewöhnt und posieren für ein paar gute Fotos auch gern ein bisschen auf den Steinen.

Bei dem Walk läuft man erst entlang am Strand und dann durch den Wald. Hier warten Liane und viele andere tolle Tierchen auf einen.

Nach unserem kleinen Walk fuhren wir zum Surfers Paradise, um dort meine Freundin Desi aus Weida zu treffen.

Sie wohnt nun schon seit 2 Jahren hier und hatte uns einige lustige und interessante Geschichten über das Land und ganz besonders über diese Stadt zu berichten. Es war ein wunderbares Treffen und es tat gut auch wieder ein mal jemand bekanntes aus der Heimat zu treffen!

Nach unserer gemeinsamen Zeit fuhren wir auch noch am gleichen Tag weiter zu einen Campingplatz nahe Brunswick Heads. Dort schliefen wir uns erst einmal richtig aus, fuhren dann in die Stadt hinein und legten einen Bibliothekstag ein. Wir luden unsere technischen Geräte, nutzten das kostenlose Internet der Bibliothek und arbeiteten ein paar Beiträge, Fotos und Videos auf. Eben alles, was bisher so angefallen ist. Wir dachten zwar in Australien bearbeiten wir alles schneller, aber irgendwie sind wir hier fauler geworden :D.

Am nächsten Tag stand aber wieder ein Ausflug auf dem Plan. Wir machten uns auf nach Nimbin.

Ein kleines Hippie-Dörfchen, von welchen wir von ein paar Bekannten erfuhren. Wir sollten hier unbedingt hin fahren, es gibt viele handgemachte Sachen, tolle kleine Lädchen und natürlich immer etwas zu Rauchen oder ein paar Cookies. Wir waren eher an den angepriesenen handgemachten Sachen interessiert als an dem Rest, aber es klang auf jeden Fall laut den Erzählungen sehr interessant. Dort angekommen waren wir eher enttäuscht. Die handgemachten Sachen kannten wir bereits alle, die waren nämlich aus Thailand. Außer Kerzen wurden hier selber gegossen, was uns nicht ganz so interessierte. Die Menschen auf der Straße waren einfach so verstrahlt, sahen heruntergekommen aus, machten weniger den Anschein als würden sie mitten im Leben stehen. Die Läden waren nicht so wirklich einladend, eher glichen sie ein paar kleinen Ramschläden und wir trafen einige Polizisten auf der Straße.

Auf den öffentlichen Toiletten im Ort sind Notfallkits für eine Überdosis angebracht sowie ein Notfallplan.

Will man etwas zum Grasanbauen kaufen, ist man hier auf jeden Fall genau richtig! Vielleicht ist es besser hier an einem Samstag her zu kommen, denn da soll hier ein Markt auf den Straßen stattfinden.

Wir waren jedenfalls schnell aus dem Ort wieder draußen, genossen lieber die Gesellschaft unserer nächsten Freunde aus Deutschland. Denn wir waren zwischen Nimbin und Brunswick Heads bei Jenny und ihrer Familie eingeladen und verbrachten hier auch eine Nacht. Es war so toll in einem Bett, in einem Haus zu schlafen! Wir erzählten viel über Gott und die Welt, spielten mit dem kleinen 4-monatigen Nachwuchs und dem Hund. Es war auch hier eine wunderbare Zeit, die uns ein bisschen Heimatgefühl vermittelte.

Doch nach 1 Nacht mussten wir auch schon weiter, denn wir hatten bald ein nächstes Date anstehen. Wir fuhren in Richtung Port Macquarie. Auf unserem Weg lagen 3 tolle Stopps. Zu aller erst kam Byron Bay dran. Hier statteten wir dem Light House einen Besuch ab. Es befindet sich am östlichsten Punkt des australischen Festlandes und ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Mit dem Auto fuhren wir die Straße zum Leuchtturm bis ganz hoch, zahlten 8 AUD für einen Parkplatz und hatten eine tolle Sicht über die Gegend.

Es war so stürmisch, dass ich auf jeden Fall niemandem empfehlen würde ein Kleid zu tragen 😉 !

Die Frisur war dahin, das Outfit verrutschte ständig, aber Philipp machte das gar nichts aus 😉 .

Es war so lustig mit dem Sturm! Wir hatten viel Spaß, schossen viele Sturmfotos und wollten dann auch mal hoch auf den Leuchtturm.

Doch uppsi, wir waren zu spät . Die Tour wird von Freiwilligen geführt, welche 13:00 Uhr die Türen zum Leuchtturm verschließen. Naja ok, wir können das ganze ja auch von außen betrachten.

Schließlich ging es für uns auch weiter, einige Kilometer hinter uns lassen und einen Campingplatz suchen.

Der nächste Morgen begann zeitig. Wir fuhren zu den Nambucca Heads. In die haben wir uns wirklich verliebt! Es war das gelblichere Whitsunday Island und wir hatten eine Sicht auf genauso tolle Sandbänke wie auf den Inseln. Wir parkten unser Auto direkt am Aussichtspunkt und hatten die beste Sicht auf die Umgebung. Wir spendeten dem Aussichtspunkt einige Zeit, genossen die Aussicht. Dann liefen wir noch die anderen Aussichtspunkte der Gegend ab, waren immer wieder beeindruckt.

Unser letzter Stopp vor Port Macquarie war South West Rocks. Hier wollten wir das Gefängnis Trial Bay Gaol besichtigen.

Am Eingang angekommen trauten wir unseren Augen nicht. Es war nicht das Gefängnis was uns verblüffte, sondern die Kängurus, die ganz entspannt aus dem Eingang des Gefängnis heraushüpften.

Wir standen 1 Meter von ihnen entfernt, waren überwältigt! Was geht hier denn ab!? Die Kängurus spazieren gerade ganz gemütlich aus dem Gefängnis! Na hoffentlich hatten es die Gefangenen damals nicht so leicht 😉 !

Wir folgten den beiden Beuteltieren und schossen ein paar Fotos. Noch nie waren wir den Kängurus bisher so nahe!

Als Philipp ein Foto von mir machen wollte, sagte er ich soll mich mal ganz langsam umdrehen. Hinter mir stand das Monsterkänguru überhaupt! Der größte Boxer, den ich je gesehen habe! Waaahnsinn! Ich hatte erst einmal ganz schön Respekt keine falsche Bewegung zu machen. Doch das Känguru interessierte sich recht wenig für mich, hüpfte an mir vorbei, hüpfte an Philipp vorbei, wahrscheinlich auf zu seiner Lieblingsgrasstelle. Wir waren buff!

Wir machten noch ein paar Fotos, folgten dann aber dem König aller Kängurus. Da stand er wieder, fraß ganz gemütlich vor sich hin sein Gras. Wir machte mit ihm Selfies, schossen ganz nahe Fotos, bewunderten ihn. Auch mit den beiden kleineren Kängurus gab´s nochmal ein paar Fotos.

Doch dann entdeckten wir noch mehr ihrer Art. Eine ganze Herde Kängurus stand da auf der Wiese!

Wir machten uns auf den Weg, wollten sie näher betrachten. Wahnsinn! Wie viele das waren! Und wie zutraulich die waren!

Wir konnten uns gar nicht satt sehen, waren beeindruckt und glücklich.

Unsere ersten lebenden Kängurus! Wir veranstalteten ein Sprungwettbewerb, schossen die tollsten Selfies überhaupt und verbrachten bestimmt 1 Stunde mit den lustigen süßen Tieren.

Als wir schließlich zum Gefängnis zurück sind, war das schon geschlossen. Uppsi, vor Aufregung haben wir gar nicht auf die Öffnungszeiten geachtet. Aber das war uns auch egal, wir hatten ein viel cooleres Erlebnis!

Gepackt voller Adrenalin fuhren wir nach Port Macquarie. Denn hier wartete schon Philipps alter Freund Tobi und seine Freundin Gen auf uns. Wir Wollten mit ihnen ein paar tolle Tage verbringen, sie besuchen, ein bisschen Deutschland nach Australien bringen. Wir blieben von Donnerstag bis Sonntag und hatten eine geniale Zeit. Eigentlich haben wir keine großen Dinge unternommen, aber einfach nur die gemeinsame Zeit war unbeschreiblich toll! Am Donnerstag grillten wir noch ein bisschen und noch mehr Freunde kamen vorbei.

Der Freitag begann für uns gegen Mittag, vorher stand bei uns nur Organisatorisches auf dem Plan. Dann fuhren wir zu Tobi in die Brauerei, denn er stellt hier in Australien Bier her. Philipp war in seinem Element und wir verkosteten die Biere der Little Brewing Company und machten einen kleinen Rundgang mit Tobi.

Anschließend fuhren wir in das Koala Hospital in Port Macquarie, welches auf jeder ToDo-Liste der Ostküste stehen sollte!

Das Krankenhaus kümmert sich um kranke Koalas und versucht sich allein durch Spendengelder über Wasser zu halten. Es wurde 1973 gegründet und nur 4 der 200 Helfer werden für ihr Engagement bezahlt.

1927 wurden in nur 1 Monat knapp 600.000 Koalas allein in Queensland getötet, was die Menschen zum Nachdenken und Umdenken anregte! Die Tiere wurden allein dafür gejagt, um das Fleisch und das Fell zu erhalten. Doch die süßen Beuteltiere waren dadurch bedroht. Jeder gesunde Koala ist deshalb Gold wert!

Im Koala Hospital kann täglich 15:00 Uhr eine kostenlose Führung mitgemacht werden.

Spenden, auch wenn sie noch so klein sind, werden sehr gern gesehen, auch wenn gar nicht so oft darauf hingedeutet wird. Die Geschichten der kleinen süßen Pelztiere sind sehr traurig und meist ist ein Autounfall, Hundeangriff oder Chlamydien der Grund warum sie hier behandelt werden.

Wir haben den Aufenthalt und die Führung im Krankenhaus (es ist übrigens eher ein Außengehege als ein Krankenhaus) sehr genossen und empfehlen es auf jeden Fall um 15:00 Uhr weiter!

Aber bitte lasst bei eurem Besuch doch eine kleine Spende da 😉 !

Nach dem Besuch im Koala Hospital machten wir noch einen Abstecher in das Roto House, ein sehr gut erhaltenes altes Häuschen der Familie John Flynn, welches jetzt begutachtet werden kann. Es liegt zwischen Parkplatz und Hospital und kann so gern mit angeschaut werden 😉 ! Nach unserem tierreichen Abenteuer kauften wir ein paar Burgerzutaten ein und bereiteten das Abendessen vor. Es wurde gefuttert, gezoggt, getrunken und gefaulenzt – was für ein perfekter Abend!

Der Samstag begann für uns früh, wir wollten in einen Nationalpark, einen Wasserfall besuchen. Wir fuhren mit dem Auto über Schotterstraßen, Waldwege, durch den Park. Fast am Ziel angekommen überraschte uns ein Baum auf dem Weg.

Das Gehölz einfach weg räumen?! -> Keine Chance! Der Baum war zu groß!

Eine andere Straße Fahren? -> Unmöglich!

Wieder zurück fahren ohne Wanderung? -> Auf keinen Fall!

Wir stellten das Auto ab, liefen durch den Wald, hatten so einfach einen etwas längeren Weg vor uns. Wir begegneten riesigen Bäumen, fetten Wurzeln und vielen kleinen Krabbeltieren.

Es war ein ganz schönes Abenteuer und ich muss auch sagen ein bisschen mulmig war mir mit den ganzen Tiergeschichten über Australien schon. Am Wasserfall nach einigen hunderten von Metern angekommen krabbelte es mir im Schuh. Ich ganz hysterisch zog ihn aus, wollte mich kratzen, meinen Fuß kontrollieren. Aber iiiihhh! An meiner Socke hatte sich ein Wurm festgebissen! Und noch einer, noch einer, ich sah immer mehr. Auf einmal schrie Philipp auf, bei Gen waren 2 riesige am Bein. Es waren Blutsauger, sie wollten sich an uns vergehen! Ekelhaft! Ich hatte Glück, bei mir klebten sie nur an den Socken. Gen aber hatten bereits 2 gebissen. Die Kerle ließen sich gar nicht so leicht lösen. Ohne Stöckchen oder Steine als Hilfsmittel bestand keine Chance. Nun ja, was soll´s, wir wollten ja Abenteuer! Doch wir waren noch nicht am Ziel unserer Wanderung. Wir wollten an den Beginn des Wasserfalls, mussten also den Berg hinauf. Nach etwas Suchen und Probieren fanden wir eine Weg, etwas rutschig aber ok. Oben angekommen überraschte uns das Unerwartete! Hier war noch ein Wasserfall, ein noch viel schönerer! Wahnsinn! Es sah so toll aus! Wir waren begeistert, konnten uns nicht satt sehen.

Die anderen 3 gingen sogleich baden, ich wollte wegen den Blutsaugern lieber draußen bleiben. Aber einer muss ja auch Fotos machen 😉 .

Es war eine tolle Zeit, wir hatten viel Spaß und uns bedrängte kein weiterer Blutsauger mehr. Nach dem ganzen Geplantsche ging es wieder zurück durch den Wald, hin zum Auto.

Unterwegs machten wir noch Picknick, entfernten abermals Blutsauger welche wir im Gebüsch aufsammelten. Das Auto wartete schon auf uns, der Heimweg stand an. Schnell nochmal im Coles Halt gemacht, wir brauchten ja noch was für den Abend. Für 60 AUD Essen, für 50 AUD Alkohol. Man könnte denken wir haben den Laden leer gekauft, es war aber gar nicht so viel. Es gab lecker Pizza, Sekt, Bier, Apfelkuchen, TimTam und Chips. Es klingt nach einem hervorragenden Menü, nach einem hervorragenden Abend und das war es auch! Wir spielten noch etwas mit dem Hund Oskar, welcher für ein paar Tage bei Tobi und Gen lebte, da ihre Freunde auf dem Weg nach Sydney waren und ihn nicht mitnehmen konnten. Es war unser letzter gemeinsamer Abend und der wurde ausgiebig genossen!

Am nächsten Morgen waren wir nochmal gemeinsam Frühstücken, es gab hervorragende Schnitten! Belegt mit Ei, Bacon, Avocado, Rotebeetemuß, Grünzeug und vielem mehr. Es war köstlich!

Wir waren traurig die beiden nun verlassen zu müssen, wollten gern länger bleiben. Doch es stand noch so viel auf unserem Plan, was muss das muss! Wir setzten uns also in unser Auto und verließen Port Macquarie, eine der ältesten Niederlassungen der Europäer in Australien…

Unser Weg führte uns zu den Stockton Sanddünen, einer einmalig tollen Landschaft.

Unterwegs trafen wir Theo wieder, unsere Wege führten erneut zusammen. Wir besuchten die Sandhügel, alberten rum, versuchten Sprungfotos und ließen uns den Sandberg herunterkullern.

Wir mutierten zu kleinen Kindern, bekamen gar nicht genug von dem Sandmekka.

Es war einfach nur cool in der Wüstenähnlichen Landschaft zu stehen!

Wir blieben 3 Stunden oder sogar länger hier und genossen gemeinsam den Sonnenuntergang.

Natürlich ließen Philipp und Theo wieder die Drohnen fliegen, die GoPros laufen und die Spiegelreflex am Fleißband laufen.

Wir versuchten einfach jeden Moment einzufangen!

Doch nach dem Sonnenuntergang wurde es langsam kalt, wir machten uns auf zu unseren Autos. Der Weg führte zum nächsten Campingplatz, dem letzten freien Campingplatz vor Sydney. Denn am nächsten Tag sollte diese riesige Stadt auf uns warten, doch was wir hier erlebten müsst ihr dann im nächsten Bericht nachlesen 😉 … .

 

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