Cairns / Great Barrier Reef

Australien – der große rote Kontinent hat uns gerufen!

Auch wir wollten das Klischee erfüllen und wie viele junge Leute nach Australien, ans andere Ende der Welt reisen. Nun gut, für uns war es mittlerweile nicht mehr das andere Ende der Welt, denn wir kamen aus den Philippinen und mussten ja nur das Flugzeug in Richtung Südosten nehmen. Am 14. Februar 2018, zum Valentinstag, stiegen wir in Manila in den Flieger, um schließlich unseren Flug über Papua Neuguinea nach Australien, Cairns anzutreten. Wir kamen am Vormittag an und wurden mit einer schweißtreibenden Hitze überrascht. Gleich am ersten Tag wollten wir unseren Campervan entgegen nehmen, wofür wir aber noch 3,5 km vom Flughafen aus laufen mussten. Glücklicherweise hielt eine Dame auf der Straße an, fragte uns wo wir hin wollen und nahm uns ein paar Meter in der Mittagssonne im Auto mit. Wir holten also unseren Camper ab und richteten uns erst einmal gemütlich ein. Es ist gar nicht so einfach alles praktisch zu verstauen, aber bitte auch so, dass bei der Fahrt nichts hin und her rutschen kann. Unsere 1. Nacht verbrachten wir im Camper in Cairns auf einem bezahlten Campingplatz. Für 33 AUD (1 € = ca. 1,5 Australische Dollar) hatten wir Strom und frisches Wasser.

Am nächsten Morgen ging es für uns dann früh zum Hafen von Cairns. Dort sollte unsere Segeltour zum Great Barrier Reef starten. Wir haben uns noch in den Philippinen entschieden eine Tagestour zu dem größten Korallenriff der Erde zu unternehmen. Es gibt viele Touren zu dem farbenfrohen Unterwassergarten und wir entschieden uns eine Tour mit den Falla Segelboot zu machen.

Hierfür fanden wir glücklicherweise einen Gutschein auf bookme.com und mussten so nur 110 AUD p. P. zahlen statt 145 AUD. Die Touren hier in Australien sind schon etwas teurer als in Südostasien, aber wir sind ja auch nur 1 mal hier ? . Wir starteten 8:30 Uhr mit unserem historischen Schiffchen und waren etwa 15 Personen.

Das war eine sehr angenehme Zahl und man konnte wirklich alles schön überblicken. Wir fuhren ein bisschen auf das Meer hinaus, bekamen ein paar Geschichten und historische Fakten zu dem Schiff, dem Perlentauchen und Australien zu hören und kamen schließlich an unserem 1. Tauch – und Schnorchelspot an.

Das Great Barrier Reef ist 2.300 km lang, beherbergt über 1500 Fischarten, 400 Korallenarten, 30 Walarten, 5000 Arten an Weichtieren und viele andere kleine Wassertierchen und -pflanzen. Mit etwas Glück kann man Schildkröten, Delphine, Manta Rochen und andere majestätische Wassertiere sehen. Das Weltkulturerbe zieht viele Besucher in seinen Bann und zeigt die Schönheit der Unterwasserwelt. An unserem 1. Spot ging Philipp tauchen und ich schnorcheln. Zur Zeit ist Quallensaison, deshalb wird ein Tauchanzug empfohlen. Ich hatte zum Beispiel keinen, was kein Problem war, aber ab und an merkt man, dass eine Qualle die Haut berührt. Dann brennt es kurz und ist gut. Es gibt aber auch lebensbedrohliche Quallen, die nur so groß wie eine Fingerkuppe sind. Als wir so vor uns her tauchten und schnorchelten waren wir beeindruckt von der Vielfalt und Weite der Korallen.

Es schien nicht aufhören zu wollen mit Korallen. Doch aber waren wir auch etwas traurig, dass die Korallen nicht so schön bunt wie auf den Fotos aussahen, die Fische nicht in der großen Vielfalt vorkamen und das Wasser alles andere als hellblau und durchsichtig war.

Unser Tauchlehrer erklärte uns, es sei gerade Regenzeit, deshalb ist das Wasser etwas getrübt. Ganz klar sei es aber nie. Und unser Kapitän erklärte uns dann, dass viele das Great Berrier Reef als tot oder am sterben erklären, was aber so nicht ganz stimmt. Viele Korallen sind mittlerweile nicht mehr so schön bunt wie auf den Fotos. Sie sind oft weiß oder braun. Ist eine Koralle weiß, ist sie normalerweise tot. ABER: sie kann sich laut unserem Kapitän auch erholen und Stück für Stück zum Leben zurück kommen. Damit wird sie dann braun und erhält später wieder etwas Farbe. Ob das so ganz stimmt, wissen wir nicht und manche bejahen und manche verneinen dies. Aber toll wäre es natürlich wenn sich die Korallen erholen!

Nach 1,5 Stunden Plantschen stand schon unser Mittagessen bereit. Es gab ein lecker mediterranes Mittag und auf jeden Fall mehr als genug davon! ? . Gestärkt ging es weiter zum nächsten Spot. Hier schnorchelten wir beide und konnten auch ein paar mehr Fische entdecken.

Viele waren hellblau und hatten gar keine Angst vor uns. Auch hier genossen wir die Zeit und spielten etwas mit den Fischen sowie Muscheln und schossen ein paar Fotos.

 

Während wir uns im Wasser vergnügten, sammelten 2 Mädels von der Crew angespülten Müll von der Insel ein, an der wir tauchten. Innerhalb von 20 Minuten hatten sie 2 Säcke voll! Erschreckend! Es ist leider sehr schade, dass doch einige Menschen ihren Müll im Meer hinterlassen und nicht darüber nachdenken was das für Folgen haben kann. Das Wasser aber war nicht vermüllt und gut zum Schnorcheln, die Strömung hinterlässt den meisten Müll an den Inseln. Nach dem 2. Schnorchelgang brachen wir wieder auf, fuhren Richtung Hafen zurück. Auf unserem Weg durfte beim Segeln mit geholfen oder einfach nur relaxt werden.

Es gab noch etwas Kuchen, Wein und Käse und ein paar Storys vom Kapitän. Gegen 17:30 Uhr kamen wir wieder am Hafen an.

Es war ein absolut gelungener Tag! Wir sahen die wunderbare Unterwasserwelt, das oft beschriebene Great Barrier Reef, hatten eine tolle Crew, lecker Essen und viel Sonne getankt ? !

They don´t call it great for nothing ? !

PS.: Wer als Backpacker reist und einen Kühlschrank im Auto hat, kann gern fragen ob er etwas vom übrig gebliebenen Mittag, Käse oder Kuchen haben darf. Denn leider wird alles was übrig ist direkt in den Müll geworfen. Wir waren leider zu langsam um zu reagieren und konnten so nur etwas von dem super leckeren Kuchen retten. Es wurden aber immerhin 8 Hähnchenschenkel, viel Schinken, Nudelsalat und anderes weggeworfen. Es war etwas schade um das Essen, denn es war ja wirklich alles ganz frisch zubereitet. Bei unserer 2. Tour zu den Whitsunday Islands waren wir dann schneller und konnten einiges davor retten in den Müll geworfen zu werden. Und wir mussten weniger einkaufen ?.

Am Abend fuhren wir dann noch ein paar Kilometer mit dem Camper und suchten uns einen Platz zum Übernachten aus. In Australien gibt es einige Plätze, an denen man kostenlos mit seinem Camper übernachten kann, aber auch einige, an denen bezahlt werden muss oder wo man nur tagsüber stehen darf. Wo es kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten gibt, ist ganz einfach über die App Wikicamps zu finden. Die App kostet etwa 5 € ist aber wirklich Gold wert und spart unnötiges Suchen. So konnten wir immer schauen wie weit der nächste Platz entfernt war, ob es Strom, Wasser, einen Barbecueplatz oder anderes gab und konnten sogar Bewertungen anderer Kemper mit Bildern sehen.

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