Fraser Island

Fraser Island – eine Insel, die komplett aus Sand besteht und an der Ostküste Australiens liegt. Laut vielen Meinungen ein Must-See auf einer Australientour und ein absolutes Wunder der Natur.

Auch wir haben uns nach Fraser Island aufgemacht und über bookme.com eine Tour gebucht. Für uns stand eine 4 Wheel-Drive-Tour auf dem Programm, welche 2 Tage und 1 Nacht gehen sollte. Wir sind extra 1 Tag eher in Hervey Bay angekommen, um entspannt am Morgen mit unserer Tour starten zu können. Der Veranstalter hieß Fraser Dingo 4WD Adventures und hat seinen Sitz in der Nähe des Flughafengeländes in Hervey Bay. Wir übernachteten 1 Nacht vor dem Büro der Agentur und am nächsten Morgen 7:30 Uhr ging es für Philipp auch schon los. Ja, richtig gelesen – nur für Philipp. Denn Philipp hatte sich als Fahrer für die Tour gemeldet und konnte somit ein Allrad auf Fraser Island fahren. Ich habe mich nicht als Fahrer gemeldet, da wir dachten dann muss ich ja in ein anderes Auto. Später stellten wir fest, dass das nicht der Fall gewesen wäre und es für mich ein lustigerer Ausflug gewesen wäre, wenn ich mich auch als Fahrer gemeldet hätte. Aber dazu später mehr 😉 .

Philipp ging also 1 Stunde zur Fahrereinweisung und ich kam dann 8:30 Uhr mit zur Gruppe dazu. Wir wurden unseren Autos zugewiesen und nach einer etwas längeren Wartezeit ging es schließlich auch los. Wir fuhren noch etwas mit den 4 Autos durch die Stadt, um die restlichen Tourteilnehmer abzuholen. Als wir endlich alle vollzählig waren, ging es zu den River Heads, um dort mit der Fähre nach Fraser Island überzusetzen. Unser 1. Stopp auf der Insel war in einem Regenwald, welcher verblüffender Weise komplett auf Sand entstanden ist – wie alles hier auf der größten Sandinsel der Welt.

Danach fuhren wir mit unseren Allrädern in Richtung unserer Unterkunft auf Fraser Island.

Es war mittlerweile Mittagszeit und wir hatten alle Hunger. Es gab ein kleines Mittagessen und danach ging es weiter nach Eli Creek, wo wir einen Süßwasserfluss mit Gummireifen runterpaddeln konnten. Es war ziemlich lustig sich da im Fluss treiben zu lassen oder gegenseitig etwas anzustupsen. Auch konnten wir neugierige Dingos beobachten, die darauf hofften etwas Essen der Touristen abstauben zu können.

Wir hatten viel Spaß und nachdem jeder mal paddeln konnte, wir etwas am Meer spazierten und Volleyball spielten, ging es wieder weiter mit unseren Autos.

Am Strand entlang düsten wir zu einem alten Schiffsfrack, dem Maheno Schiffsfrack.

Es war beeindruckend was da im Wasser schon über Jahrzehnte lang lag und was in den Jahren daraus geworden ist.

Ich hätte das Frack zwar am liebsten aus dem Wasser gezogen um den Strandabschnitt zu säubern, aber das ist eine andere Geschichte 😉 .

Nach diesem Stopp fuhren wir weiter zu den Pinnacles. Dies sind riesige feste Sandberge mit unterschiedlichen Farbschichten.

Da sie nur aus Sand bestehen sind sie natürlich nicht zu erklimmen, aber sie sehen sehr beeindruckend aus! Unser Guide erklärte uns noch etwas über die Pflanzen- und Tierwelt auf der Insel und dann war der Nachmittag auch schon um. Wir fuhren am Strand bei mittlerweile gestiegenem Wasser den Weg zurück, zurück zu unserer Unterkunft.

Wir hatten etwas Zeit für uns und schließlich gab es Abendessen. Nach dem Essen gingen wir nochmal in die Spuren. Wir machten eine Nachtwanderung. Unser Guide zeigte uns ein paar Spinnen, Krebse, Fische und auch die Pest Australiens, nämlich eine Kröte.

Diese Kröte hast Giftdrüsen gegen die nur 1 Tier in Australien immun ist. Alle anderen Tiere sterben sobald sie die Körte fressen oder an ihre Giftdrüsen kommen. Somit vermehren sich die Kröten immer mehr und vernichten anderen Tierarten durch ihr Fressverhalten.

Unsere Wanderung war eine kleine Krönung in unserer Tour, denn solche Tiere hätten wir sonst wahrscheinlich mit diesen Informationen nie gesehen. Nach unserer Nachtwanderung gingen wir wieder zu unserer Unterkunft, quatschten, spielten und tranken etwas. Schließlich ging jeder in sein Bett und hoffte etwas Schlaf zu bekommen.

Die Nacht war früh zu Ende, denn wir wollten uns den Sonnenaufgang anschauen. Wir liefen zu dem 5 Minuten entfernten Strand und versuchten ein paar schöne Blicke auf die Sonne zu erhaschen.

Leider war die Sicht wolkenverhangen, aber ab und an bekamen wir den Feuerball doch etwas zu Gesicht.

Es ging wieder zurück zum Frühstück und anschließend wieder los mit unseren 4WD. Die Fahrt durch den Wald war recht aufregend und ein heiden Spaß für die Fahrer! Wo sonst kann man durch Sandstraßen heizen, ein bisschen durch Löscher springen und Benzin verbrauchen so viel man will ?!?

Wir kamen schließlich am Teetree Lake an, welcher eine ganz besondere Farbe eingenommen hat.

Das Wasser sieht wirklich wie die Verfärbung eines Tees aus, wenn man den Beutel eintaucht.

Wir plantschten hier etwas und unternahmen noch eine kleine Wanderung in den Wald. Hier stand wieder Pflanzenkunde auf dem Plan.

Schließlich ging es weiter zu unserem letzten richtigen Stopp auf Fraser Island, dem wunderschönen Lake McKenzie. Er ist das Highlight auf jeder Fraser Island Tour und das auch zu recht!

Er ist einer der meistfotografierten Orte Australiens und ein Paradies für jung und alt.

Das strahlende Weiß des feinen Sandes, das knallige Blau des Wassers und der klare Himmel bilden eine besondere Einheit, welche in Natur und auf Bildern einzigartig aussieht!

Wir hatten hier 2,5 Stunden Zeit, konnten ausgiebig im Wasser schwimmen, spielen und einige Fotos schießen. Es war so toll! Dieser See hat echt alle in seinen Bann gezogen! Am Ende haben wir noch ein Gruppenfoto gemacht und dann ging es auch wieder in die Autos zurück.

Noch ein letztes Mal fuhren wir über Sand, durch Wald und schließlich hin zum Kingfisher Bay Resort.

Denn von dort aus starten die Fähren wieder in Richtung Hervey Bay.

Ein letztes Mal hieß es mit der Fähre fahren und dann waren wir auch schon wieder an unserem Camper Van.

Interessant fanden wir zum Schluss noch die Geschichte warum Fraser Island überhaupt so heißt. Sie wurde benannt nach einer Frau, welche mit ihrem Schiff hier auf der Insel gestrandet ist. Sie war nach dem Schiffsunglück die einzige, die hier auf der Insel überlebt hat. Sie verbrachte hier eine lange Zeit, bis sie schließlich wieder auf das Festland zurück konnte. Als sie wieder auf dem Festland war, erzählte sie ihre Geschichte, was passierte und dass sie unter schwersten Bedingungen bei den Aborigines überlebte. Ihre Geschichte wurde immer bekannter, immer mehr in Zeitungen niedergeschrieben und immer schlimmer aufgezogen. Schlussendlich wurde die Insel nach ihr umbenannt und Eliza Fraser bekam ihre eigene Insel.

 

Und jetzt nochmal zur Tour zurück. Die Tour war alles in allem nicht ganz schlecht, für 269 AUD p. P. aber doch viel zu überteuert. Es ist alles sehr hektisch aufgebaut, der Tourguide war unfreundlich und wenn man nicht selber das Auto fahren darf ist es recht langweilig durch die Gegend zu fahren. Deshalb würden wir empfehlen sich selbst ein Auto zu mieten und 2 bis 3 Tage auf der Insel zu verbringen. Ein 4WD kostet so etwa 7oo AUD mit allen Fährengebühren und Permits und ist für 7 Personen ausgestattet. Also recht geräumig. So kann man selbst entscheiden wann es wo hingeht. Ansonsten ist es als Gruppentour nicht schlecht wenn man alleine in Australien ist, aber selbst schon als Pärchen empfehlen wir es auf eigene Faust zu machen und etwas mehr zu zahlen oder noch ein paar Mitreisende zu finden. Also, Fraser Island lohnt sich, nur mit einem eigenen Auto (ggf. auch geliehenem) ist es besser als mit einer geführten Tour.

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