Kosciuszko National Park

Nachdem wir nun im Blue Mountain National Park waren, bekamen wir nur noch mehr Lust auf Wandern. Wir hörten schon von vielen der Kosciuszko National Park soll genial sein. Es gibt echt so viele Parks hier in Australien, es ist verdammt schwer sich für den Richtigen zu entscheiden. Am Ende sind sie wahrscheinlich alle toll und jeder hat etwas Besonderes vorzuweisen. Wir entschieden uns dann aber schließlich für den Park mit dem Namen den ich jetzt noch nicht richtig aussprechen kann und wirklich immer falsch schreibe (außer hier habe ich es kontrolliert und hoffentlich richtig geschrieben 😉 ) . Der Weg vom Blue Mountain National Park zum Kosciuszko National Park ist recht lang, bei uns stand ein kompletter Fahrtag auf dem Plan. Das ist auch mal nicht schlecht, aber doch schon ganz schön anstrengend! Wir legten ein paar kleine Zwischenstopps ein. Unser 1. Stopp war in Kiama.

Hier besuchten wir das weltberühmte Blowhole.

Es ist das größte der Welt und besonders toll bei Flut. Wir waren natürlich zur Ebbezeit hier und es war nicht ganz so groß, aber dennoch spuckte es ab und an etwas Wasser.

Danach ging es weiter zum Pebbly Beach. Hier gab es Unmengen an Kängurus, die machten es sich hier am Strand bequem.

Sie hüpften von A nach B, fraßen etwas Graß und waren ganz zutraulich!

Kängurus sind echt so tolle Tiere! Ständig machen sie etwas worüber man sich kaputt lachen könnte!

Unser letzter Stop war in Central Tilba, einem kleinen Örtchen, welches doch ein Touristenmagnet geworden ist. Und das auch zurecht! Der Ort ist nicht groß, aber hat besonders viel Charme. Alle Häuser sind alte schnuckelige Holzhäuschen, komplett renoviert und vorzüglich herausgeputzt.

An den Häusern sind heute viele Ateliers und kleine Lädchen oder Cafés zu Hause. Samstags sind alle Geschäfte geöffnet, die Häuser und Läden können von Innen bestaunt werden. In der Woche sind auch manche Läden geöffnet, auch diese sind bereits ein Besuch wert. Egal ob man eher auf Holz, Stein Silber, Fell, Leder, Käse oder Wein steht, für alle Geschmäcker ist etwas dabei.

Wir machten einen kleinen Rundgang durch das Dorf und fuhren dann auch schon weiter zu unserem eigentlichen Stopp, dem Kosciuszko National Park. Für das Betreten des Nationalparks muss eine Gebühr von 17 AUD für 24 h pro Auto entrichtet werden. Wir bezahlten dies bereits am Abend und schliefen auf einem Campingplatz im Nationalpark (Thredbo Diggings), welche alle kostenfrei genutzt werden können.

Früh gegen 7:00 Uhr fuhren wir dann los, auf zum Startpunkt unserer Wanderung. Der Startpunkt war das Ende der Kosciuszko Road, welche durch den Nationalpark führt. Dort konnten wir unser Auto abstellen und den Weg beginnen. Auf uns wartete ein 22 km langer Weg, wir waren gespannt wie wir das schaffen werden. Laut sämtlichen Angaben soll man etwa 8 Stunden brauchen, wir rechneten mit 9, da wir einige Bilder und Videos machen wollten.

Unser Weg soll ein Loop sein, welcher an 3 Seen und 2 Bergspitzen entlang gehen sollte. Eine zu erklimmende Bergspitze sollte die des Mount Kosciuszko selbst sein, welcher mit 2228 m der höchste Berg auf dem australischen Festland ist. Am Startpunkt unserer Tour mussten wir uns noch entscheiden in welche Richtung wir unsere Wanderung machen wollten. Gemessen an den Höhenmetern entschieden wir uns die Wanderung entgegen des Uhrzeigersinns zu machen. Das heißt also erst auf den Main Range Walking Track und dann auf den Mount Kosciuszko Summit Walk. Denn so haben wir gleich zu Beginn die steilsten Parts und können uns am Ende der Strecke etwas entspannten. Wie sich am Ende herausstellte, war dies die beste Entscheidung! Wir starteten also, hoch motiviert und voller Elan, legten den schnellsten Laufschritt ein den wir kannten.

Zunächst ging es bergab, aber wir sahen schon wo wir wieder herauf mussten. Im Tal überquerten wir den ersten kleinen Bach, das 1. große Abenteuer war gemeistert 😉 .

Danach ging es nur noch bergauf, ewig bergauf. Doch wir waren immer noch schnell unterwegs, denn wir wollten nicht länger als 9 h brauchen.

Unsere 1. Verschnaufpause war der Blue Lake. Wir warn beeindruckt und liefen sogar extra einen kleinen Umweg um eine bessere Aussicht auf den See zu haben.

Doch dann ging es wieder weiter, schnell im gewohnten Laufschritt.

Am 1. Gipfel angekommen war Philipp durchgeschwitzt und ich sah aus wie eine rote Tomate. Aber das machte nichts, dafür waren wir in der Zeit besser als gedacht. Wenn wir so weiter laufen, schaffen wir es in 6 Stunden! Wir hatten ein Ziel, Theo war hoch motiviert dieses einzuhalten! Doch an unserer 1. Aussicht über alle Berge nahmen wir uns viel Zeit. Wir genossen den Blick, entspannten und schossen Fotos.

Doch dann ging es schon weiter, einige Berge und Täler warteten auf uns. Wir liefen vorbei am Club Lake und am Lake Albina. Beide bezaubernd, beide ein kurzer Stopp wert.

Doch unser Ziel war nicht mehr weit und wir wollten keine Zeit verplempern um nach unseren neu gesetzten 6 Stunden am Ziel anzukommen.

Wir sahen also den Weg zum Mount Kosciuszko hoch, die Strecke sah aus wie eine Pilgerstraße. Auf einmal kamen so viele Leute auf dem Weg an. Diese nahmen dann wohl zu 98 % die Gondel und liefen nur 4 km zur Spitze und 4 km wieder zurück. Wir liefen ebenso zur Spitze hinauf, genossen den Wind und aßen unsere mitgebrachten Sandwichs zum Mittag.

Nach einer kleinen Verschnaufpause liefen wir die Spitze wieder runter, setzten unseren Weg auf dem Summit Walk fort. Jetzt hieß es nur noch entspannt die letzten 11 km absolvieren und keine Höhenmeter mehr nach oben meistern.

Es war ein entspannter Ausklang mit einem wunderschönen Blick in die Australischen Alpen. Apropos Alpen, laut den Neuseeländern haben die Australier maximal Hügel 😉 !

Die Natur auf den letzten 11 km war annähernd die gleiche, nicht ganz so abwechslungsreich wie am Anfang unserer Strecke. Dennoch waren diese 11 km ebenso wunderschön und auch hier schossen wir wieder unzählig viele Fotos 😉 . 

Damit ging unsere große Wanderung auch zu Ende. Unser Fazit ist: Wer also den Mount Kosciuszko besteigen will, sollte sich auf den Weg machen und die 22 km laufen. Beginnt man wirklich früh, bietet ein Tag genug Stunden um den Weg zu meistern und man kann auch einige Verschnaufpausen einlegen 😉 . Wir kamen jedenfalls nach 6 Stunden und 15 Minuten am Ende unserer Strecke an, fast in unserer zwischendrin neu gesetzten Zeit. Wir waren stolz auf uns und freuten uns schon auf den morgigen Muskelkater! Der war übrigens gar nicht so schlimm wie erwartete.

Da wir schon so zeitig zurück waren, entschieden wir uns auch noch ein paar Kilometer mit dem Auto zu fahren und einen etwas entfernteren Campingplatz zu nehmen. Philipp und ich hatten als nächstes Ziel die Great Alpine Road. Theo aber wollte an der Küste noch einen Walk durch einen Park machen. So teilten sich unsere Wege erst einmal, aber später führten sie natürlich wieder zusammen. Philipp und ich fuhren den ganzen Weg von Jindabyne nach Khancoban durch den Nationalpark und dann weiter in Richtung Albury bis zum Campingplatz mit dem Namen Ludlows Reserve.

Dieser Platz war wirklich wunderschön und irgendwie wie von einer anderen Welt. Der Platz war direkt am See und überall aus den See ragten tote Bäume aus dem Wasser. Es sah wirklich anders aus, irgendwie fesselnd.

Wir genossen den Sonnenuntergang, kochten uns was zu essen und schliefen entspannt in unserem Camper am See ein.

Den nächsten Morgen begannen wir mit einem wundervollen Sonnenaufgang.

Dann ein ausgiebiges Frühstück und los ging es in Richtung Great Alpine Road. Diese Straße sollte uns einmalige Ausblicke, wundervolle Landschaften und ein großes Abenteuer bringen. Wir waren gespannt was wir wohl davon sehen werden. Zunächst fuhren wir durch eine Feldlandschaft und ein paar kleine Örtchen, viele sind für den Winter und die Skisaison ausgelegt.

Dann begann unser Weg hinauf auf die Berge.

Die abgestorbenen Bäume kehrten wieder, Serpentine folgte Serpentine und die Schluchten wurden immer tiefer. Es war wirklich beeindruckend!

Der Wind peitschte uns um die Ohren, aussteigen ohne Tür festhalten war nicht möglich! Manche Fotos mussten mehrmals gemacht werden, da wir die Kamera nicht ruhig halten konnten. Es war wirklich ein Abenteuer!

Wir fuhren die komplette Straße ab, sahen die sich verändernde Natur.

Wir fuhren gemütlich um nicht abzustürzen und alles zu sehen 😉.

Entgegen kamen uns einige Motorradfahrer, das muss eine Traumstrecke auf dem 2-Rad sein! Wir fuhren immer weiter, bis die Straße schließlich ihr Ende nahm. Dann ging es auf direktem Weg zum Wilson Promotory National Park, hier wartete Theo und ein neuer gemeinsamer Walk auf uns. Aber dazu im nächsten Bericht mehr 😉 .

 

 <- vorheriger Beitrag Blue Mountain Nat. Park nächster Beitrag Wilson Promotory Nat. Park ->

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.