Sydney

Sydney, die Millionenstadt. Sydney, die Stadt mit der Oper. Sydney, die vermeintliche Hauptstadt Australiens. Sydney!? Einfach nur Sydney!
Wir waren auf dem Weg in die schon so oft in den Medien gehörte Stadt Sydney. Wir waren gespannt, aufgeregt und sehr erwartungsvoll. Ich noch mehr als Philipp. Denn Philipp ist eher der Typ für die Natur, ich für die Städte. Wobei sich das auf unserer Weltreise doch auch etwas verändert hat 😉 . Wir fuhren nach Sydney und hatten erst einmal das Problem mit einem Campingplatz. Wir wollten nicht zu viel Geld ausgeben, aber auch nicht ewig suchen. Wir entschieden erst einmal irgendwo in der Stadt zu parken und dann zum Schlafen etwas außerhalb zu fahren. Denn dort kann man an einem Platz kostenlos stehen. Ok, leichter gesagt als getan, denn pro Stunde kann man hier schon mal 8 AUD löhnen oder nur maximal 2 Stunden parken. Wir brauchten mindestens 4 Stunden und eigentlich auch mehr und hatten keine Lust ein Vermögen zu zahlen nur weil wir in der Innenstadt standen. Ok, nach ewigem Suchen fuhren wir wieder etwas raus aus der Stadt, genauer gesagt in den Ortsteil Glebe. Dort soll es einen Platz geben an dem man länger und kostenlos stehen könne und eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr soll es auch noch geben. Das war unser Platz! Es klang wie ein Paradies! Wer einmal mit dem Camper in dieser Stadt unterwegs war und einen freien Parkplatz oder Campingplatz gesucht hat, weis was ich meine 😉 ! Ja, dort angekommen in Glebe fanden wir auch wirklich einen perfekten Platz, es war ruhig, es gab eine öffentliche Toilette und wir konnten auch noch 4 Stunden für lau hier stehen und nach 18 Uhr ist es ohne Begrenzung. Na was für ein Glück, es war mittlerweile 14 Uhr. Wir liefen zur Busstation, dumm nur dass man für den Bus eine Chipkarte braucht und Bargeld nicht mehr angenommen wird. Diese Chipkarten kann man nur in kleinen Kiosken oder ähnlichem erwerben, hier gab es aber keine. Der Bus hielt, wir fragten den Busfahrer was wir machen können und er meinte er nimmt uns mit, wir sollen eine Karte nach unserer Fahrt kaufen. Glück gehabt!

In der Großstadt angekommen traf uns der Verkehr, der Stress der Leute, die Großstadt mitten ins Gesicht. Und tatsächlich laß ich in einem Buch: „Sydney is in your face!“ Ich fragte mich was das heißen sollte, hier registrierte ich es. Alle Leute waren so in Eile, man musste aufpassen nicht im Weg zu stehen, jeder lief strickt gerade aus. Wir kamen eben genau im Businessvierte an, es war ganz schön krass. Aber so ist das in einer Großstadt, wir waren trotz der Hektik beeindruckt! Wir liefen ein paar Meter, kauften uns eine Buskarte und standen schon direkt vor unserer 1. Attraktion, dem Fernsehturm.

Wir ließen ihn hinter uns und stürmten gerade aus weiter zum Museum of Contemporary Art.

Die Museen haben nur bis 17:00 Uhr auf, wir waren bereits spät dran. Das Museum war recht schnell abgehakt, es traf nicht ganz so unseren Geschmack, es war uns doch etwas zu abstrakt. Einige Liebhaber haben es aber sichtlich sehr genossen. Wir liefen weiter, wollten jetzt die Hauptattraktion der Stadt sehen. Die Oper stand auf dem Plan, das Gebäude überhaupt! Es war groß, sogar sehr groß!

Es war toll vor diesem Gebäude der besonderen Art zu stehen! Doch verwirrt waren wir dennoch. Uns war gar nicht mehr so bewusst, dass es nicht 1 großes, sondern 3 einzelne große Gebäude waren. Und ein Gebäude war allein Bar und Restaurant !? Und als 2. überraschte uns, dass die Oberfläche des Gebäudes keine planenähnliche Konstruktion war, sondern aus einer Art Fliesen bestand.

Doch wir mussten feststellen, dass uns die Oper von nahem gar nicht so umhaute. Sie war schön, aber der Wow-Effekt fehlte irgendwie… . Schon komisch! Wir stehen vor dem Bauwerk überhaupt, sind aber nicht voll überwältigt!? Waren wir schon emotionskrank oder was ging hier vor sich? Wir beobachteten die Leute um uns herum, keiner machte so den glücklichsten Eindruck. Und auf dem Rest unserer Reise durch Australien begegneten wir einigen die meinten die Oper hat sie nicht vom Hocker gehauen. Doch wir sollten auf unserer Tour noch sehen was die Oper so besonders macht! Wir liefen durch den Botanischen Garten, welcher direkt an die Oper angrenzt.

Er sieht wunderschön aus, ist toll angelegt und beherbergt einige besondere Bäume und andere tolle Pflanzen sowie Tiere.

Wir durchquerten den Garten, bis wir am St. Macquaries Point ankamen, sozusagen gegenüber der Oper. Hier sollte unser Abend enden. Denn auf unserem Plan stand „Oper und Harbour Bridge bei Sonnenuntergang fotografieren.“

Wir verweilten mehrerer Stunden an diesem echt tollen Plätzchen, hatten eine hervorragende Sicht auf die Oper und die Brücke und waren von dem Anblick verzaubert.

Die Oper wurde ihrem Ruf als hervorragend, elegant und einzigartig gerecht! Auf den Fotos und im Abendrot sah sie so wunderschön aus, ein grandioses Bild mit der Brücke und den umliegenden Bauwerken!

Wir hielten hier aus bis wir alles im Kasten hatten. Und als wir gerade los wollten, war das Licht besonders schön 😉 !

Doch irgendwann machten auch wir uns schließlich auf, zurück nach Glebe. Das Camperbett rief uns, wir mussten endlich schlafen 😉 !

Am nächsten Tag starteten wir für unsere Verhältnisse sehr früh. 7:30 Uhr verließen wir unseren Van, fuhren mit dem Bus in die Stadt. Heute wollten wir alles machen, was wir gestern nicht mehr schafften. Theo ging zum Friseur und Philipp und ich gingen über die Harbour Bridge, um das Erlebnis des drüber Laufens zu haben und die andere Flussseite zu entdecken.

Der Weg über die Brücke zur Nordseite war sehr schön! Wir hatten eine tolle Aussicht über die Stadt, konnten ganz entspannt das Panorama bestaunen. Auf der anderen Seite angekommen steuerten wir als erstes den Lunapark an.

Er wurde 1935 eröffnet, um als Freizeitpark zur Unterhaltung der Leute zu dienen. Damit ist er nur 3 Jahre jünger als die 600 Meter entfernte Harbour Bridge.

Der Eingang zum Luna Park ist mit dem unverkenntlichen lachenden Clownsgesicht gekennzeichnet, welches einfach ein Must-See bei einer Sydney Tour ist!

Da der Luna Park nicht immer geöffnet hat, konnten wir leider keine Fahrgeschäfte betreten, aber Spaß hatten wir dennoch genug!

Direkt neben dem Park grenzt der Sydney Olympic Pool an, welcher 1936 eröffnet wurde. Obwohl es der Name erwarten lässt, fanden die Olympischen Spiele in Sydney im Jahre 2000 NICHT in diesem Pool statt. Dennoch hat er die Größe für einen Olympischen Pool und hier wurden auch einige Rekorde erschwommen!

Weiter ging unsere Tour um die Brücke herum, wir suchten ein paar tolle Fotospots für die Brücke und die Oper.

Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem ganz bestimmten Spot, welchen wir auf Instagram entdeckten. Doch den sollten wir auf der Nordseite nicht finden, dafür mussten wir später die Südseite nochmal abklappern. Stattdessen fanden wir einen Spot, den wir im Nachhinein noch viel besser finden!

Wir liefen also zurück zur Südseite, trafen Theo nach seinem Friseurbesuch wieder und liefen gemeinsam zum The Rocks Discovery Museum in Sydney. Während ich in dem Museum schon mal die Geschichte der Stadt studierte, machten sich Philipp und Theo auf die Suche den heiß begehrten und ersehnten Spot für das besondere Sydney Opera Foto. Mit Erfolg!

Sie gaben alles für das beste Foto und waren glücklich den Platz noch gefunden zu haben.

Dann kamen sie noch zum Museum und schauten sich dieses im Schnelldurchlauf an. Das Rocks Museum ist okay, viel zum Lesen, schon recht interessant, aber nicht so fesselnd wie manch andere Museen. Doch da es keinen Eintritt verlangt, sollte man dem Museum einen Besuch abstatten und sich das für sich interessante anschauen! Wir hatten nicht mehr viel Zeit, mussten ja zurück zu unserem Camper, denn der durfte nur 4 Stunden auf dem Parkplatz stehen. Wir liefen also zurück durch die Stadt, stiegen in den Bus ein und kamen zurück zum Parkplatz. Gegen 13:00 Uhr fuhren wir los, auf zur nächsten Attraktion 😉 !

Zusammengefasst fanden wir Sydney übrigens ganz schön, der Besuch von Hauptattraktionen füllt 2 Tage und von Gärten, über Gebäude, zu Spaßparks hat die Stadt wirklich alles zu bieten. Eine Altstadt gibt es aufgrund der jungen Geschichte der Stadt nicht, aber dennoch kann man schöne idyllische Gässchen finden. Uns haben die 2 Tage hier vollkommen ausgereicht um die Must-Sees der Stadt zu sehen, will man aber noch Attraktionen wie den Zoo, das Madame Tussauds oder ähnliches sehen, sollte man natürlich mehr Zeit einplanen.

 

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