Moeraki

Wie ihr im vorherigen Beitrag gelesen habt, war unser 1. Halt in Neuseeland Christchurch. Unser Plan war es nun die Südinsel im Uhrzeigersinn abzufahren und danach die Nordinsel zu erkunden. Mittlerweile ist in Neuseeland Herbst, aber das ist auch ganz schön. Die letzten 6 Monate auf unserer Reise war es richtig heiß und da tuen uns etwas frischere Temperaturen auch mal ganz gut 😉 ! Neuseeland hat viele kleine schnuckelige Örtchen, einige davon wollen wir auch besuchen.

So fuhren wir also von unserm Campingplatz in Diamant Harbour los und machten einen Zwischenstopp in Lincoln. Denn hier an der Lincoln Universität studiert eine Freundin von mir für 1 Semester und es wäre eine Schande wenn wir uns nicht gesehen hätten 😉 !

(die Sonne hat uns ganz schön geblendet)

Die Uni sieht echt schnuckelig aus, alles ist schön angelegt und die Studenten werden hier rundum versorgt. Nach einer Kaffee- und Quatschpause fuhren wir weiter, der Ort Moeraki stand auf unserem Plan.

Dies ist ein recht kleines Örtchen, welches gleich 2 Must-Sees beherbergt! Wir wollten hier unbedingt die Gelbaugenpinguine sehen. Bekannt für Gelbaugenpinguine ist eigentlich der Ort zuvor, Oamarum. Doch hier muss man einen recht hohen Eintritt bezahlen und in Moeraki bekommt man das ganze gegen eine Spende. Ebenso sind hier viel weniger Leute und das gefällt uns immer besser. Wir kamen recht spät in Moeraki an, wollten aber doch nochmal einen Blick wagen. Wir fuhren durch den Ort durch, bis zum Leuchtturm. Dann mussten wir noch ein paar Meter laufen und schwupps waren wir schon an der Küste. Sofort konnten wir schon den ersten Pinguin erspähen.

Er war so klein und putzig! Seine gelben Streifen um die Augen leuchteten bis zu uns, wir standen etwa 50 Meter von ihnen entfernt. Doch was lag denn da noch am Strand!? Schwarze, fette etwa 2 m lange lebende Bündel … 😀 .

Das waren zusammengerollte Seehunde. Wie cool war das denn!? Wir kamen her um Pinguine zu sichten und fanden unglaublich viele Seehunde vor! Wahnsinn! Es sah so lustig aus wie die kleinen Rollen da so am Strand zwischen den Felsen und auf der Wiese rumlagen!

Wir mussten aber schon genauer hinschauen um sie zu entdecken, denn sie waren schwarz wie die Felsen und bewegten sich kein bisschen. Wir liefen den Klippenabschnitt etwas weiter hinter, da gab es noch einen kleinen Strand, wo noch mehr Pinguine und Seehunde rumlagen.

Hier entdeckten wir sogar einen Seehund in Bewegung. Philipp lief den Strand herunter, um etwas näher an den Pinguin heran zu kommen. Als er zurück kommen wollte, verfolgte ihn ein Seehund. Die sollen ja richtig schnell auf die ersten 20 m sein. Philipp freute sich erst, dass der Seehund näher kommt, aber als er nicht mehr anhielt nahm er die Beine auch etwas in die Hand. Aber wirklich schnell war der Seehund nicht 😀 . Der Seehund schlug dann einen anderen Weg ein, ließ sich von uns nicht weiter stören.

Es wurde auch schon dunkel und wir entschieden uns zurück zum Auto zu gehen, 11 km weiter zum Campingplatz zu fahren und morgen zum Sonnenaufgang nochmal wiederzukommen.

Gesagt getan, am nächsten Morgen standen wir 7:45 Uhr wieder zwischen Seehunden und Pinguinen.

Zum Glück geht die Sonne hier etwas später auf und wir müssen nicht ganz so zeitig aufstehen! Die Pinguine waren schon voll aktiv, einige waren schon im Wasser. Es sah so süß aus wenn sie vorwärts watschelten! Und wenn sie springen ist es erst der Hammer!

 

Ganz im Gegensatz zu den Pinguinen lagen die Seehunde noch faul rum. Sie waren noch voll im Tiefschlaf, hatten die Augen zu, waren in sich zusammengekauert. Sie lagen überall auf der Wiese, man musste echt aufpassen wo man hin geht, damit man ihnen nicht plötzlich doch zu nahe kommt. Wir beobachteten die Tiere alle ein bisschen, liefen an ihnen vorbei, schauten zu den anderen Küstenabschnitten.

Ab und an erwachte mal ein Seehund, schaute nach oben, gab ein paar Laute von sich und wenn man Glück hatte bewegte er sich auch ein paar Meter fort.

Wir verbrachten eine halbe Ewigkeit zwischen Pinguinen und Seehunden und beobachteten sogar ein paar Junge beim Herumtollen im Wasser. Es war göttlich!

Doch irgendwann mussten auch wir weiter, bis sich alle Seehunde bewegen hätten wir bestimmt noch 1 Stunde warten müssen 😀 .

Wir gingen zurück zum Auto und frühstückten erst einmal. Danach ging es wieder zurück durch Moeraki, vorbei an vielen Schafen und einem seeeehr großen Rind!

Schließlich fuhren wir zu der 2. Attraktion des Ortes, zu den Boulders. Das sind komplett kugelförmige Steine die hier am Strand herumliegen und von der Natur geschaffen wurden.

Es ist wieder das Ding wie schreibt man von Steinen, damit es aufregend klingt? Egal welche Wörter ich auch wähle, die Bilder sehen besser aus 😉 .

Manche Steine sehen übrigens wie Fußbälle, manche wie Eierschalen aus.

Bei manchen denkt man hier ist ein Dino geschlüpft, bei anderen das muss eine Explosion gewesen sein. Und zu allem Überfluss gab es hier auch noch riesige Muscheln für mich zum Sammeln, welche ich natürlich alle mit nach Hause nehme 😉 .

Wir genossen den Strandabschnitt ein bisschen, versuchten Fotos so zu machen, dass nicht all zu viele andere Leute drauf sind (was bei den Touristenbussen nicht leicht ist) und liefen dann zum Parkplatz zurück.

Hier statteten wir den Alpakas nochmal einen Besuch ab, die sind nämlich ziemlich cool!

Dann fuhren wir weiter, auf zur nächsten Stadt.

 

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