Isabela

Von San Cristobal aus fuhren wir mit dem Speedboat nach Isabela. Die Insel zählt als die schönste eigenständig besuchbare der Galapagos.

 

!!!Achtung!!!

 

Gleich vorneweg, hier gibt es keine Bankautomaten für internationale Karten. Auch Hotels oder Wechselstuben zum Geld tauschen versucht man hier verzweifelt. Also nehmt euch genügend Geld mit 😉 .

 

Wie auf allen Inseln legte unser Boot etwa 30 m vom Hafen entfernt an, sodass wir nochmal 50 ct für ein Taxiboot löhnen konnten. Wir fragen uns wer wie auf die Idee kam, dass die Speedboats nicht direkt anlegen sondern das Taxiboot nochmal genommen werden muss. Denn zu flach ist das Gewässer für die Speedboats definitiv nicht… . Einheimische zahlen übrigens nichts fürs Taxiboot 😉 . Als Eintritt auf Isabela muss auch nochmal extra gelöst werden, 10 USD p. P. werden verlangt. Dafür wird man aber manchmal direkt am Hafen auch von einem Seelöwen begrüßt 😉 .

Wir liefen also zum Zentrum von Isabela, das liegt nur etwa 15 min vom Hafen entfernt. Nach einer kurzen Suche fanden wir auch eine passende Unterkunft bei Mother Fanny für 40$ pro Nacht pro Doppelzimmer. Wir schauten uns etwas die Gegend an und überlegten wie wir bestmöglich an Dollar kommen. Denn wir wussten nicht, dass es hier keine Geldautomaten gibt und so hatten wir nicht mal genug Dollar mit, um von der Insel wieder herunter zu kommen 😀 .

Mit Kreditkarte kann zwar manchmal auch gezahlt werden, aber da zahlt man immer einiges mehr als in bar. Unser ganzer Aufenthalt auf der Insel Isabela war von der, ich nenne es mal Geldnot, geprägt. Aber Not macht erfinderisch, wir kamen dann schon an ein paar Moneten, wir bekamen Hilfe von anderen Touristen, die uns Geld tauschten oder etwas dank einer Paypal Überweisung gaben. Aber eines kann ich euch sagen, so ohne ausreichend Geld ist es verdammt anstrengend 😀 !

An unserem 1. vollen Tag unternahmen wir eine kleine Wanderung. Wir liefen am wunderschönen Strand entlang und sahen hier schon ein paar Leguane in der Sonne.

Unser Weg führte zum Centro de Crianza de Tortugas Terrestres. Dies ist ein 1,2 km langer Weg vorbei an ein paar Tieren und hin zu einer Schildkrötenaufzuchtstation.

Auf unserem Weg begegneten wir pinken Flamingos. Die leben hier frei in einem See und suchen gemütlich nach Futter.

Auch einige Echsen beobachteten wir am Wegesrand. Die sind echt gut getarnt und verdammt schnell!  😉 .

Doch unser Highlight war schließlich die Auffangstation für die Schildkröten. Hier leben riesige Landschildkröten mit einem Alter von unter anderem über 150 Jahren.

Es ist so beeindruckend wenn man diese Geschöpfe so nah vor einem hat. Ganz gemütlich und elegant bewegen sie sich fort. Die Schildkröten wurden einst von Piraten getötet und das Fett zur Ölgewinnung für Lampen, das Fleisch als Nahrung oder der Panzer als Behälter genutzt. Dadurch ist die Population dieser Geschöpfe stark zurück geschritten. Jetzt versuchen die Bewohner die Population der Riesen wieder zu erhöhen, sodass die Landschildkröten nicht aussterben.

Die Schildkröten werden hier ausgebrütet, aufgezogen und wenn sie alt genug sind in die freie Natur ausgesetzt. Wir sahen sogar ein Pärchen bei der Fortpflanzung 😀 .

Nach der Schildkrötenstation liefen wir noch ein paar nahegelegene Highlights ab.

Auf unserem Weg sahen wir massig viele riesige Kakteen.

Uns begrüßten auch ein paar Leguane, welche sich von uns gar nich beirren ließen. Übrigens spuken diese Tiere manchmal, das ist aber nicht zur Verteidigung oder so, das ist Salz, welches sie vom Tauchen im Salzwasser im Körper haben und nun wieder loswerden wollen.

Wir fanden eine vulkanisch entstandene Höhle und einige tolle Tierchen.

Natürlich waren wieder ein paar Pelikane mit von der Partie.

Wir liefen über den Strand wieder zurück und schlenderten noch etwas durch den Ort. Und schaut euch mal die Kirche an, die wir hier besichtigt haben. Das Bild an der Wand ist ganz anders als bei uns zu Lande 😉 .

Wir entschieden uns an dem Abend noch eine Tour am nächsten Tag zu unternehmen, doch da es etwas spät war hatten bereits alle Tourenunternehmen geschlossen.

Also klapperten wir am nächsten Morgen alle Unternehmen ab. Doch statt eines Lastminute-Preises gab es nur Probleme, dass es noch genug freie Plätze gibt. Schließlich kam es so wie es kommen musste, die Touren zum Los Tunnelos waren alle ausgebucht. So entschieden wir uns eine kleinere Tour für 45$ pP zu machen, was weniger als die Hälfte von Los Tunnelos ist. Unsere Tour ging zu den vorgelagerten Inseln von Isabela. Mit dem Pick-Up wurden wir abgeholt.

Wir verbrachten 3 Stunden mit unserem Guide. Erst waren wir im Boot, dann an Land laufen und dann schnorcheln.

Die 3 Stunden waren super gefüllt mit Tieren und Entdeckungen. Da wir keine Anfahrt hatten, konnten wir wirklich 3 Stunden Tiere sehen und wir waren überwältigt! Pelikane, Blaufußtölpel, Galapagos Pinguine, Seelöwen und noch ein paar andere Tiere sahen wir vom Boot aus.

An Land überraschte uns ein Seelöwe, der auf einer Bank lag.

Zudem gab es unzählige Leguane, die hier groß werden. Die Leguane brüten hier und dann wachsen die Kleinen hier an Land auf.

Wir konnten auch ein paar white-tipped reef sharks sehen.

Die Seelöwen hier spielten mit den Haien und es sah alles sehr friedlich aus.

Krabben konnten wir auch wieder sichten, die sind verdammt groß!

Anschließend gingen wir schnorcheln. Hier sahen wir viele viele Schildkröten, einige bunte Fische und sogar eine etwa 20 cm große lebende Muschel.

Es war ein toller Ausflug, den wir echt nur jedem empfehlen können.

Am nächsten Morgen ging um 6:00 Uhr unser Speedboat noch vor dem Sonnenaufgang los.

Unser Ziel hieß Santa Cruz. Auch hier verbrachten wir noch etwas Zeit, unter anderem am schönsten Strand von Südamerika.

 

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