San Cristobal

Auf San Cristobal suchten wir uns ein Hostel und wurden auch schnell fündig. Das Grand Hotel Haraiso Insular bot uns eine tolle Bleibe für eigentlich 40$ pro Doppelzimmer und da Nebensaison war für 30 $ pro Doppelzimmer pro Nacht. An unserem Ankunftstag organisierten wir uns noch eine Tour für den morgigen Tag zum Kickers Rock. Hier auf der Insel gibt es unzählig viele Tourunternehmen. Wir entschieden uns für Galapagos Diving Scuba Eden S.A. (ramiroflores.ceron@gmail.com). Da wir zu viert waren zahlten wir fürs Schnorcheln 95 $ und fürs Tauchen 145 $ pP .

Nach diesem organisatorischen Teil liefen wir noch etwas am Strand entlang. Direkt am Hafen erblickten wir unsere 1. Überraschung. Hier lagen so viele Seelöwen herum und ließen sich absolut nicht von uns stören. Sie schliefen, saugten Milch von ihren Muttis und grölten vor sich hin.

Es war ein riesiges Spektakel. Vor allem lagen die Seelöwen genau vor uns, es interessierte sie überhaupt nicht was wir machten. Auch am nächsten Strand war wieder alles voll mit Seelöwen.

Die Tiere sind echt so schön! Wir konnten uns kaum satt sehen.

Wir liefen weiter in das Centro de Interpretaciones. Hier kann man wirklich Ewigkeiten verbringen. Es wird etwas zur Geschichte der Galapagos, zu den Tieren, dem Tourismus und vielem mehr gezeigt. Es ist eine sehr interessante Ausstellung und ein absolutes Muss auf der Insel. Wir liefen den Weg weiter zur Bahia Tijeretas.

Hier kann mit Seelöwen und Schildkröten geschwommen werden.

Charles Darwin ist natürlich auch als Statue verewigt.

Der Platz hier ist wunderschön. Die Tiere liegen wirklich genau auf den Felsen wo auch die Menschen ins Wasser schwimmen gehen und es ist ein absolutes Abenteuer sie in Aktion zu erleben! Den Sonnenuntergang wollten wir klassisch am Strand Playa Punta Carola erleben. Hier waren wieder unzählig viele Seehunde versammelt.

Kreuz und quer lagen die Riesen, sie schwammen im Wasser, genossen die Sonne und versuchten Milch von Mutti zu ergattern 😉 .

Auch überraschten uns ein paar Krebse am Leuchtturm, genauso wie Leguane und Pelikane.

Wir waren mehr als nur beeindruckt!

Die Tiere sind absolut nicht scheu und so wunderschön anzusehen. Einzig und allein der Gestank war etwas gewöhnungsbedürftig… .

Nachdem die Sonne unter gegangen war, liefen wir zurück zum Hotel.

Auf unserem Weg überraschte uns ein Seehund mitten auf der Straße. Im Licht der Laterne schlief er, ließ sich weder beeindrucken von uns, noch von Autos.

Seine Kumpels waren auch nicht weit entfernt, die lagen direkt am angrenzenden Strand und genossen das Meeresrauschen 😉 .

Wir gingen uns kurz frisch machen und dann wurden köstlich im Restaurant Fisch und Meeresfrüchte gegessen.

Am nächsten Tag stand unser großer Ausflug an. Wir wollten am Kicker Rock schnorcheln und tauchen gehen. Wir starteten mit unserem Boot und legten noch einen Zwischenhalt an einem Strand ein.

Hier hatten wir etwas Zeit Tiere zu beobachten und zu entspannen. Der Sand war wunderschön weiß und fein.

Wir sahen so viele Tiere. Besonders toll waren die ganzen Pelikane.

Hier am Strand wurde gerade ein Fischerboot gereinigt und da fielen für die Vögel ein paar Fische zum Fressen ab.

So kreisten diese am Strand entlang, warteten auf ihre Beute und hatten absolut keine Angst vor uns.

An den Stränden wachsten weiße, schwarze und rote Mangrovenbäume. Diese sind besonders wichtig für die Natur. Sie ernähren sich vom Salzwasser, filtrieren das Wasser und scheiden das Salz über ihre Blätter wieder aus.

Und auch Basti und Philipp pflanzten sich ihren eigenen kleinen Mangroven Baum. In 10 Jahren müssen wir dann mal nachschauen, was aus ihm geworden ist ;).

Nach unserer kleinen Stranderkundung ging es dann endlich los. Das Wasser rief uns, wir wollten mit Haien, Schildkröten und Seelöwen schwimmen. Und so kam es auch. Egal ob Philipp beim Tauchen oder ich beim Schnorcheln, wir sahen diese wunderschönen Tiere im Wasser, entdeckten noch viele kleinere Fische, Seeigel, Seesterne, Quallen und vieles mehr.

Es war gigantisch! Es ist dieser Moment, der uns im Gedächtnis bleibt, als die Seelöwen auf uns zuschwammen und mit uns spielen wollten.

Sie liebten die kleinen Luftblasen, welche durch unsere Taucherflossen entstanden und sie liebten es uns hinterher zu schwimmen.  Es war so toll! Wir waren überwältigt, einfach nur sprachlos. Wir hatten 2 Tauch- bzw. Schnorchelgänge.

Es war einfach nur der Wahnsinn.

Die rund 100$ fürs Schnorcheln und rund 150$ fürs Tauchen haben sich voll und ganz gelohnt! Der Ausflug war jeden Cent wert, der Kicker Roch ist einfach nur gigantisch!

Begeistert und zufrieden fuhren wir mit dem Boot zurück zum Hafen. Der Tag war perfekt!

Am nächsten Morgen stand für uns die Weiterreise an. Wir wollten auf die angeblich schönste eigenständig besuchbare Insel der Galapagos reisen, auf die Insel Isabela. Hier hin nahmen wir das Speedboat. Für 30$ pP ging es nach Santa Cruz und dann für 30$ pP weiter nach Isabela.

!!!Achtung!!!

Auf Isabela gibt es keine Bankautomaten für Ausländer (nur für ecuadorianische Karten) und keine lukrative Wechselstube. Im Shop Penguino könnte man zwar Geld Tauschen, aber nur mit 30 Ct pro 1€ Wertverlust. Western Union ist noch möglich, aber das soll hier angeblich 3 Tage dauern.

Von Insel zu Insel wird immer das Gepäck kontrolliert, Muscheln, Sand, Steine, ausgewählte Früchte und noch einiges mehr darf nicht mitgenommen werden. Natürlich hatte ich nichtsahnend 2 Passionsfrüchte dabei, welche schließlich konfisziert wurden. Schneller wären wir gewesen, hätte ich die beiden Früchte einfach aufessen dürfen. Aber nein, wegen 2 Passionsfrüchten wurde ein Schreiben erstellt, die Polizei musste es abnehmen und unterschreiben, mit Weißstift wurde noch etwas korrigiert, die Passionsfrüchte sollten in Klebeband eingewickelt werden, das wollten die beiden Früchte aber nicht und so vielen sie runter, ich musste unterschreiben und letztendlich konnte ich gehen und die beiden Früchte blieben beim Kontrolleur. Meine Mandarinen aber durfte ich behalten 😉 .  Tja, 15 min Aufwand wegen 2 Früchten… . Ich sage ja, hätte ich sie aufessen dürfen wären wir schneller gewesen ;).

Unser Boot nach Santa Cruz kam schließlich mit 1,5 h Verspätung, es hatte nämlich Probleme mit dem Motor. Durch die Motorprobleme hatten wir weniger Kraft und fuhren statt 2,5 h 4,5 h. Wir nahmen jede Welle mit und das Boot schwankte als würde es gleich umkippen. Etwa der Hälfte der Passagiere wurde schlecht, es war die schrecklichste Seefahrt, die wir je hatten!

Auf Santa Cruz angekommen hieß es 1 h warten und weiter ging es nach Isabela. Die Fahrt war zwar besser, aber wir waren schon angeschlagen und so hofften wir einfach, dass es schnell vorbei geht.

Das Ufer nahte und wir kamen endlich in Isabela an. Wie es hier weiter ging, was wir erlebten, mit was wir kämpfen mussten und an was ihr unbedingt denken solltet, könnt ihr im nächsten Artikel erfahren ;). 

 

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