Quilotoa

Unsere nächste Etappe in Ecuador war die Quilotoa Lagune. Von Quito aus fuhren wir 2 Stunden für 2 USD pP mit dem Bus nach La Tacunga. Von dort aus waren es nochmal 2 Stunden für den selben Preis nach Quilotoa. Die ist ein kleines Bergdorf auf etwa 3900 Höhenmetern.

Die Anfahrt war schon spektakulär! Über Serpentinen ging es an kleine Häusern und Feldern vorbei.

Das Leben hier muss mehr als nur hart sein. Aber die Leute hier sind stets gut gelaunt, haben ein Lächeln auf den Lippen und tragen ihre wunderschönen Trachten. Ohne Hut geht es hier selten aus dem Haus. Unser Hostel lag gleich an der Bushaltestelle in Quilotoa und hieß Green Lake. Begrüßt wurden wir von der 12-jährien Tochter des Hauses, sie regelte alles mit uns.

Hier im Dorf entstehen gerade so viele Unterkünfte, in ein paar Jahren ist es wahrscheinlich ein rein touristischer Ort.

Unsere Unterkunft war toll, aber Achtung, warmes Wasser oder Heizer in der Nacht gibt es hier nicht. Aber so schlimm ist das gar nicht, man gewöhnt sich an die etwas kältere Umgebung 😉 .

Wir liefen an unserem Ankunftstag schon mal die 500 m durchs Dorf, schlenderten an den Verkaufsständen mit Ponchos, Mützen, Pullis und anderen Dingen vorbei, aßen etwas und genossen die tolle Aussicht auf die Lagune.

Es war so beeindruckend! Der Vulkankrater ragte in die Luft und in der Mitte schimmerte der blaue See.

Die Wolken zogen auf und es war ganz schön windig. Philipp genoss noch den Sonnenuntergang, während Vivien, Basti und ich schon mal zu unserer Unterkunft gingen.

Es gab ein leckeres Abendessen und, man glaubt es kaum, wir hatten sogar Internet 😉 . Es gibt also wirklich alles hier.

 

Die Nacht war unter unseren ganzen Decken auch gar nicht so kalt und wir starteten in den Tag mit einem kleine Frühstück in unserer Unterkunft. Gestärkt machten wir uns auf den Weg zur Lagune. Zuerst lag der einfache Part vor uns, es ging bergab.

Die Aussicht war einfach grandios! Das Blau des Wassers glitzerte in der Sonne heute wunderschön. Wir hatten aber auch ein Glück mit dem Wetter! Mit vielen Fotostopps und kleinen Umwegen liefen wir die 1,7 km in 1 Stunde herunter.

Es war ganz schön rutschig, denn der Weg war nicht wirklich befestigt sondern eher loser Dreck und Geröll. Unten angekommen machten wir Bekanntschaft mit den Feseln/ Mulis, welche einen hier gegen 10 USD herunter oder herauf tragen. Mit der Lagune im Hintergrund war das ein perfektes Fotomotiv 🙂 .

Philipp und Basti entschieden sich in der Lagune Kayak zu fahren. Für 3 USD pP kann hier eine halbe Stunde im Wasser gefahren werden, die beiden überquerten sogar die ganze Lagune in der Zeit!

Vivien und ich entschieden uns unsere Kräfte für den Aufstieg zu sparen. Währen die Männer plantschten liefen wir schon mal los. Es war anstrengen, sehr anstrengend! Die dünne Luft machte uns ganz schön zu schaffen. Auch der unbefestigte Weg war uns keine große Hilfe. Wir legten immer wieder kleine Pausen ein und kämpften uns die 370 Höhenmeter wieder bis zum Kraterrand hinauf. Hier begrüßte uns auch ein Alpaca 🙂 .

Normalerweise braucht man 1 bis 1,5 Stunden, wir schafften es im 50 Minuten 🙂 ! Entspannt ging es zum Hostel zurück und Sachen packen. Dann kamen auch schon die Männer an, sie schafften den Aufstieg sogar in 40 Minuten!!! Geschafft schleppten wir uns zum Bus, zurück nach La Tacunga, bereit für ein neues Abenteuer 🙂 .

 

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