Quito

Die Aufregung stieg, wir kamen Philipps langersehntem Traum von Südamerika immer näher. Wir flogen von San Francisco aus 4 Stunden nach Huston und weiter in 5 Stunden nach Quito. Wir flogen nachts in Ecuador rein, die Stadt Quito sah mit all ihren Lichter einfach unbeschreiblich schön aus.

Da wir Mitternacht ankamen, blieben wir noch bis zum Morgen am Flughafen und fuhren dann 6:20 Uhr mit dem öffentlichen Bus zu unserer Unterkunft. Am Flughafen hat man die Möglichkeit ein Taxi, einen Mietwagen, einen Expressbus oder eben den öffentlichen Bus zu nehmen. Bei Taxen soll man laut dem was wir gelesen haben in Südamerika grundsätzlich etwas vorsichtiger sein. Wir nutzen immer gern das, was die Einheimischen nutzen, also den öffentlichen Bus. Nach 1 Stunde hieß es umsteigen und dann nochmal 15 Minuten laufen. Perfekt, wir sind im Hostel angekommen 🙂 . Das Abenteuer konnte beginnen !!!

Unser Ankunftstag und unser erster voller Tag waren voll mit der Organisation für eine Tour in den Regenwald. Die wunderschöne Stadt Quito kam dabei ganz schön kurz. Dennoch sahen wir ein paar Stände mit handgefertigten Produkten und Ponchos, Decken, Pullis oder ähnlichem aus Alpacawolle. Das meiste an den Straßenständen ist zu einem kleinen Teil (max. 50%) aus Alpacawolle und dem Rest aus einer anderen Wolle oder synthetisch. Ponchos gibts hier an den Ständen ab etwa 15 USD und Decken ab 25 USD. Gehandelt wird natürlich auch nochmal etwas ;). Ein Poncho nur aus Alpacawolle kostet allerdings schon rund 200 USD und wird nur in richtigen Geschäften angeboten (z. B. Chimborazo, Galeria Latina, Galerias Ecuador Gourmet). Warm ist aber beides, der 100% ige und der gemischte Poncho. Und schön sind sowieso beide Arten ;). Die Agenturen für die Regenwaldtouren sind vorrangig in der Straße Avenida Amazonas. Doch wir buchten unsere Tour schließlich über unser Hostel L’Auberge inn bei dem Touranbieter Equateur Voyages (www.equateur-voyages.com).  Wir fühlten uns gleich gut aufgehoben und die Preise hier waren unschlagbar für die Regenwaldregion um Cuyabeno. Wir gingen auch schon ein bisschen die Straßenstände abklappern, um das Essen zu probieren. Endlich wieder Streetfood! Es war so lecker hier! Es wird viel frittiert und deftig gegessen. An den Straßen gibt es ein kleines Essen für etwa 1 USD. In den Restaurants gibts Essen für bis etwa 6 USD. Nach dem ganzen organisatorischen Kram schauten wir uns dann ein bisschen die Stadt an. Zu aller erst gingen wir ins National Museum von Ecuador.

Es erstreckt sich auf 3 Etagen und wir verbrachten etwa 50 Minuten hier, da wir noch eine Verabredung hatten. Etwa 1,5 Stunden sollten aber eingeplant werden. Der Eintritt ist frei und es wird etwas zur Geschichte, Kunst und vielem mehr geboten.

Anschließend trafen wir einen Freund auf dem Volklore Market.

Hier gibt es alles mögliche an „handgemachten“ Sachen, Schokolade, Cokablätter und vieles mehr.

Danach schlenderten wir nochmal über das Bar- und Rotlichtviertel La Fosch. Doch dann wurde es ernst, wir konnten endlich unsere Freunde Vivien und Sebastian am Busbahnhof abholen. Für 25 Ct fuhren wir mit dem Bus zum Bahnhof und da waren sie auch schon 🙂 . Was für eine Freude, nach 9 Monaten haben wir uns endlich wieder gesehen 🙂 . Zusammen fuhren wir zum Hostel und genossen den Abend. Wir liefen hoch nach Ichimbia und hatten eine tolle Sicht über die Stadt. Hier war Philipp heute morgen schon und fotografierte den Sonnenaufgang.

Danach gingen wir lecker essen und eine Runde Billiard spielen.

 

Der nächste Tag startete entspannt. Wir fuhren mit dem Taxi für gerade einmal 10 USD auf den Berg El Panecillo. Hier oben steht die riesige Aluminiumfigur der Jungfrau Maria, so wie sie in der Bibel erscheint. Sie dröhnt mit ihren Flügeln und ihrem 12-Sternigen Heiligenschein, welcher die 12 Apostel symbolisiert über die Stadt.

Der Berg ist 3000 m über dem Meeresspiegel und 1975 wurde die Statue hier aufgerichtet. Sie wurde aus 7400 Einzelteilen zusammengelötet und ist die größte Aluminiumstatur der Welt. Alle Teile kamen per Schiff aus Spanien.

Die Aussicht von hier oben war so wunderbar! Die Stadt ist riesig und inmitten eines Tales. Es sieht so grandios aus! Vom Berg aus liefen wir ein paar Treppenstufen hinunter, direkt zu der Altstadt.

Die Gassen mit ihren Häuschen und den Verzierungen sahen wunderschön aus.

Unsere 1. Sehenswürdigkeit war die Kirche Cathedral Primada. Es ist eine katholische Kirche mit einer toll erhaltenen Innenfassade.

Weiter führte unser Weg vorbei an der Compania Church (Eintritt 5 USD, Studenten 2,5 USD).

Schließlich passierten wir die Bibliothek und hatten eine tolle Sicht über die Stadt.

Neben uns lag die Kirche El Sagrario, welche echt gewaltig groß ist! Es ist wirklich alles so gut erhalten in den Kirchen, jede ist immer wieder ein Besuch wert.

Direkt nebenan liegt der Palacio Presidencial. Hier dröhnt die Statue des Präsidenten Rafael Correa über die Umgebung.

Unser Ziel war schließlich der Markt im historischen Zentrum wo es Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, fertige Gerichte und sonstiges an Essen gibt.

Es war ein kleines Essensparadies! Es gab so viele verschiedene Früchte! Wir probierten Kaktusfrüchte, gelbe Drachenfrüchte, Rambutan und vieles mehr.

Unser Mittag war leckeres Schwein und Kartoffelpuffer, Chorizo und Salat.

Es war verdammt lecker!

Nach diesem kulinarischen Genuss gönnten wir uns noch etwas Kultur. Es ging zur Basilika del voto Nacional.

Das ist die Kirche, die hier weit aus der Skyline herausragt und das Stadtbild prägt. Die Kirche ist riesig!

Und das Beste ist, man kann den Turm sogar für 2 USD erklimmen.

Wir Liesen die Treppen hinter uns und schauten zu allererst in den Kirchensaal hinein.

Die bunten Fenster schimmerten in allen Farben.

Weiter ging es hinauf, über einen dünnen Steg, welcher über das Dach des Kreuzgewölbes führt.

Es ging noch ein paar steile Treppen hinauf und dann standen wir da. Mit einer wundervollen Aussicht weit über die Stadt genossen wir den Augenblick. Wir konnten so weit sehen! Es war einzigartig toll!

Wir waren mit die letzten in der Kirche und für uns wurden sogar extra am Ausgang nochmal die großen Pforten geöffnet. Wir liefen zurück zum Hostel, vorbei an einem Markt mit Schlangengift zum Trinken. Doch alles probieren wir auch nicht, das ist nicht so unser Geschmack 😉 .

Im Hostel machten wir uns fertig und fuhren dann 40 Minuten mit dem Taxi zu der Busstation Quitumbe. Hier startete 23:45 Uhr unser Nachtbus nach Lago Agrio, dem Startpunkt für unsere Regenwaldtour.

 

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