Langkawi

 

Unsere erste Insel in Malaysia war Langkawi. Hier her kamen wir von KL aus mit dem Propellerflugzeug, was uns gerade einmal 24 € p. P. kostete.

Die Riese mit dem Flugzeug war sehr bequem und dauerte nur etwa 1 h Flug. Mit dem Bus für 3 € weniger wären wir den ganzen Tag unterwegs gewesen … .

Langkawi wählten wir, da es derzeit die einzige Insel sein soll, die einen typischen Badestrand bietet und nicht von der Regenzeit betroffen ist. Langkawi befindet sich im Westen Malaysias und von hier aus kann man bei guter Sicht auch die Inseln Thailands sehen. Ein Wahnsinn, wie nah die Inseln doch sind! Mit der Fähre ist man hier ganz schnell in Thailand und dort kann man sich natürlich ordentlich registrieren und in das Land „einchecken“. 

Wir kamen auch noch aus einem anderen Grund nach Langkawi. Denn hier wollte Philipp endlich seinen Tauchschein machen. Langkawi soll eine recht gute Tauchschule haben, in der man seinen PADI gut und recht günstig (1390 Ringgit) machen kann. Wir kamen am 5.12.2017 in Langkawi an, fuhren mit dem Taxi im strömenden Regen zu unserem Kampung Hostel und schliefen uns hier erst einmal aus. 

Am 6.12.2017 sollte es gleich mit dem Tauchschein losgehen. Der erste Tag war geprägt von viel Theorie und einem Tauchversuch in einem Pool. Da ich den Tauchschein nicht machen wollte, hieß es für mich relaxen, am Strand liegen, eine Kokosnuss schlürfen und Muscheln sammeln 😉 . Am Abend gab es lecker malaysisches Essen, nämlich eingelegtes und angebratenes Hühnchen mit Reis und wir genossen den Abend auf der Insel.

Am nächsten Tag hatte Philipp seinen 1. und 2. Tauchgang sowie ein paar Tests im Wasser zu absolvieren.

Ich durfte im Boot mitfahren und etwas schnorcheln sowie die Sonne genießen.

Leider muss man sagen, dass die Sicht hier unter Wasser nicht so berauschend ist. Unterwasserfotos sind deshalb auch nicht so berauschend, aber ein bisschen was erkennt man dennoch. Hier konnten wir Clownfische, Barracudas, Schmetterlingsfische und viele mehr sehen. Auch bunte Korallen entdeckten wir. Die beste Sichtweite unter Wasser betrug etwa 5 m und die schlechteste 1 m. Doch was solls, so lernt man gleich in allen Verhältnissen zu tauchen. Nach den beiden Tauchgängen ging es dann mit dem Speedboot wieder zurück zum Strand, Mittag essen, nochmal Theorie besprechen, Abendessen, schlafen ? .

An unserem 4. Tag in Langkawi machte Philipp eine kleine Taucherpause und wir erkundeten die Insel mit dem Roller. Natürlich besuchten wir gleich zu aller erst die Hauptattraktion der Insel, die Skybridge.

Um nicht lange anstehen zu müssen, fuhren wir bereits 8:00 Uhr am Morgen von unserem Hostel am Cenang Beach los. Nach etwa 30 Minuten waren wir auch schon im Oriental Village, was den Eingang zur Skybridge bildet. Hier bestaunten wir erst einmal kleine süße Affen, welche wahrscheinlich auf Besucher warteten, die die Affen füttern wollen 😀 .

Die Skybridge ist eine 125 m lange Hängebrücke, welche nur an einem Mast gehalten wird und 100 m über die Wälder von Langkawi ragt.

Um zu der Brücke zu gelangen, muss man mit einer Seilbahn den Berg hinauffahren. Einen anderen Weg als diesen gibt es nicht.

Dafür muss man am Eingang zur Bahn ein Ticket für 55 Ringgit p. P. holen. Oben angekommen muss man sich noch ein Ticket kaufen, um die Brücke zu passieren. Zu der Brücke sind es von der Seilbahn aus entweder 10 Minuten Treppenweg für 5 Ringgit p. P. oder 2 Minuten Fahrt in einer Art Fahrstuhl für 15 Ringgit. Wir nahmen natürlich die Treppen ? . Die Skybridge selbst ist ein architektonisches Meisterwerk! Ich hätte nicht gedacht, dass sich der Ausflug hier her wirklich lohnt, nur um eine Brücke zu passieren. Doch es ist wirklich atemberaubend wenn man über die etwas schwingende Brücke läuft und sich dabei überlegt, dass wirklich nur der eine Mast alles hält.

Wir verbrachten etwa 1 Stunde hier hoben und genossen die wunderschöne Aussicht auf Langkawi und das Meer, wo auch die Thailändischen Inseln gesehen werden können.

Nachdem wir genug hier oben gesehen haben, sind wir wieder mit der Seilbahn heruntergefahren. In unserem Ticket für die genannten 55 Ringgit war auch ein Besuch im Skyrex, im Skydome und im Sky 3D-Artmuseum enthalten. Das Skyrex ist ein 4D Kino, bei dem man in eine Dinosauriergeschichte eintaucht-echt wahnsinnig cool und lustig! Das Skydome ließen wir aus (wir hatten leider nicht mehr so viel Zeit) und in dem 3D-Artmuseum verbrachten wir bestimmt 2 Stunden, um geniale Fotos mit 3D-Effekten zu machen.

So ein 3D-Museum ist echt genial!

Wir waren noch nie zuvor in so einer Einrichtung, aber das hat uns so gut gefallen, dass wir das wieder einmal besuchen möchten.

 

Entweder man kann Teil eines Gemälde werden, in Gegenstände optisch eingeschlossen werden, plötzlich berühmt oder von Tieren jeglicher Art umgeben sein usw. .

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt… .

Nach dem Kunstmuseum ging es weiter mit dem Roller. Es war mittlerweile 14:30 Uhr und wir mussten uns entscheiden was wir sehen wollten. So fuhren wir erst einmal schnell etwas essen und dann direkt weiter zum Temurun Wasserfall. Dieser Wasserfall bietet 2 Pools zum baden und ist komplett anders, als die, die wir bisher gesehen haben. Dieser Wasserfall kommt an einer so steilen Felswand herunter, an der man die einzelnen Gesteinsschichten sehr gut erkennen kann, das haut einen echt vom Hocker! Noch nie zuvor haben wir das so deutlich gesehen!

Nachdem wir hier im kalten Wasser etwas geplantscht haben, fuhren wir weiter zu einem Strand direkt westlich vom Black Sand Beach gelegen. Auch hier war der Strand schon mit schwarzen Körnern versetzt und wir waren echt begeistert, wie ein Strand so schwarz aussehen kann. Wir genossen hier den Sonnenuntergang und dann ging es weiter zum Foodmarket. Hierzu kann ich nur sagen – wir lieben dieses Essen hier!

Und da man sich das ganze besser vorstellen kann, wenn es ein paar Bilder dazu gibt, könnt ihr euch hier unser Video von dem Tag anschauen. Dann könnt ihr besser nachvollziehen, warum wir die Brücke, das 3D-Museum, den Wasserfall und das Essen so lieben!

 

Zum Video geht’s hier.

 

Unser 5. Tag auf Langkawi war Philipps Prüfungstag. Früh gab es noch 2 Tauchgänge, bei einer schlechtesten Sicht von 20 cm. Philipp meinte er hat nicht einmal seine Hand im Wasser sehen können so schlecht war die Sicht – fürchterlich! Und nach den beiden Tauchgängen hieß es kurz relaxen und anschließend die Prüfung schreiben. Natürlich hat er diese mit Bravour gemeistert! BESTANDEN! Philipp ist jetzt offiziell ein Taucher!

Das haben wir am Abend noch mit etwas Bier und Schnaps mit unseren neuen holländischen Freunden gefeiert und irgend wann nach Mitternacht sind wir dann auch ins Bett gefallen 😀 .

 

Tag 6 sollte uns auf den höchsten Berg Langkawis führen, auf den Mount Raya. Er ist mittig auf der Insel gelegen und um zu seiner Spitze zu gelangen, muss man einen 14 km langen Weg mit dem Roller oder Auto zurücklegen. Oben angekommen gibt es einen Aussichtsturm. Um hinaufzugehen müssen 10 Ringgit p. P. gelöhnt werden, was sich auf jeden Fall lohnt! Man hat eine 360 Grad Aussicht über die komplette Insel. Es ist echt schön die Landschaft von oben zu sehen! Zusätzlich gibt es noch frisch aufgebrühten Kräutertee kostenlos zu probieren. Diesen gibt es gesüßt und ungesüßt, wobei man beides probieren sollte! 😉 

Nach der Aussicht fuhren wir weiter zum Black Sand Beach. Dieser war von der Farbgebung so, wie der 2 Tage zuvor und deshalb fuhren wir gleich weiter (auf Fotos sieht es leider immer nur wie ein dreckiger Sand aus…).

 

Mit ein paar Donuts, einem Wrap du ein paar frittierten Bananen im Rucksack ging es auf zum Strand am Tanjung Rhu Resort im Norden der Insel (hier starten auch die Mangroventouren). Der Strand ist wunderschön – weißer Sand, blaues Meer, klare Sicht! 

Ein Traum!

Nach ein paar Stunden hier führte uns unser Roller zu dem Air Hangat Village. Hier gibt es heiße Salzwasserquellen, in welche man für 5 Ringgit seine Füße halten kann. Da uns aber so schon warm genug war, verzichteten wir und fuhren weiter zu dem nebenan gelegenen Durian Perangin Wasserfall. Hier gingen wir auch etwas baden und wer Glück hat, bekommt hier ein natürliches Fisch-Spa. Bei uns kamen aber keine Fische zum knabbern, wahrscheinlich hielten wir nicht ruhig genug ? . 

Als Abschluss fuhren wir nochmal zu der Hauptstadt der Insel, nach Kuah, und schließlich wieder auf den Foodmarket. Was für ein Gedicht!!!

 

Am 7. Tag auf Langkawi waren wir bereit für eine kleine Tour durch die Mangroven. Mangrovenbäume sind ganz besondere Pflanzen, welche im Salzwasser überleben können, indem sie das Wasser filtern und das Salz über ihre Blätter ausscheiden. So  erhalten sie Süßwasser und können am Meer überleben.

Hier auf Langkawi gibt es sehr viele Mangrovenbäume. Und es werden entsprechend viele Touren durch die Gehölze des Kilim Geoforest Park angeboten. Wir haben die Tour bei dem Vermittler unseres Vertrauens, bei Chief gebucht. Er empfahl uns die Tour, welche 6 Stunden dauern sollte. Davon 4 Stunden auf einem Boot und die restliche Zeit ist An- und Abreise sowie für etwas Zeit am Strand. Wir waren uns nicht sicher, ob wir die Tour bei Chief buchen sollten, denn bei ihm kostete die Tour 80 Ringgit und bei anderen Anbietern kann eine Mangroventour auch für bis zu 240 Ringgit gebucht werden. Wir wollten natürlich viele Infos haben und nicht nur bei einer Verkaufstour mitfahren. Wir sprachen Chief direkt auf die Preisunterschiede an und er meinte dies ist eine Tour mit mehr Leuten, wodurch die Kosten sinken und der Guide ist der Unterschied. Bei ihm wird weniger Lexikonwissen vermittelt und die Guides bringen manches auch etwas spaßiger rüber. Aber dennoch sollen es sehr viele gute Informationen sein! Wir vertrauten ihm und buchten bei ihm die Tour. Pünktlich wurden wir 9:30 Uhr abgeholt, hatten noch 10 min am Strand wo wir ankamen Zeit und dann bekamen wir auch schon unsere Einweisung und wir wurden auf die Boote aufgeteilt.

Wir waren etwa 15 Leute pro Boot und los ging es. Als erstes fuhren wir eine Fischfarm an. Hier werden die Fische zwar nicht gezüchtet, aber sie können von Touristen bestaunt werden. Natürlich sehen Taucher die Fische lieber in freier Natur, aber es können leider nicht alle tauchen und somit hat jeder hier die Möglichkeit die Fische einmal zu begutachten meinte unser Führer Petrol. Wir sahen hier einen Walhai, Rochen, kleine bunte Fische und viele viele mehr. Danach ging es für uns weiter in die Mangrovenwälder rein. Dort kamen wir an einen Platz, wo es viele zahme Affen gibt. Diese werden hier gefüttert und warten immer bis boote ankommen.

Wir hatten kleine Melonenstückchen mit und konnten die Affen nun so aus unserer Hand füttern. Denn sie kommen durch das Wasser geschwommen oder auch getaucht und dann direkt in das Boot hinein.

Es ist sooo süß die kleinen Tierchen zu füttern. Und auch hier merkten wir wieder einmal wie schlau Affen sind! Sie wissen genau, ob man noch etwas für sie zu essen hat oder nicht! 

Nach der Fütterung sind wir weiter, um Adler bei der Beutejagd zu beobachten. Die Adler erspähen ihre Beute, kreisen einmal drum herum und fliegen im Sturzflug nieder, um sie aus dem Wasser zu fischen.

Hier wurde uns wieder deutlich vor unseren Augen bewusst – Adler sind Raubvögel!

Danach fuhren wir weiter durch dichteren Mangrovenwald.

Hier entdeckte unser Guide einen Waran. Er war noch ganz klein und entspannte auf einem Ast. 

Weiter im Wald sahen wir eine Schlange. Sie war vollgefressen und hatte sichtlich keine Lust auf Bewegung 😀 . Die Schlange soll giftig gewesen sein, aber uns Menschen tuen die Schlange eigentlich nichts, solange sie sich nicht bedroht fühlen.

Weiter durch den Wald konnten wir ein paar Krabben entdecken. Diese nehmen verschiedenste Farben, wie lila, blau, orange, braun usw. an. Wir hätten nicht gedacht, dass es so interessant ist Krabben zu beobachten!

Am Ende des Mangrovenwaldes fuhren wir durch die Krokodilshöhle, dessen Eingang angeblich wie ein geöffnetes Maul eines Krokodils aussehen soll. Und als letztes Highlight fuhren wir zu der Fledermaushöhle.

Hier können Fledermäuse in einer Tropfsteinhöhle beim Schlafen und die Höhle an sich begutachtet werden. Aber ACHTUNG!!! Die Höhle stinkt so unheimlich sehr nach Fledermauskacke, das ist alles andere als angenehm … . Als Abschluss der Tour gibt es ein ausgiebiges Mittagessen und dann werden alle wieder an den Strand zurückgefahren, wo die Autos auf einen zur Heimfahrt warten. Alles in Allem war dies ein unglaublich schöner Tag, mit viel Abwechslung, vielen Tieren, viel Natur und vielen wissenswerten Fakten! Und wenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, könnt ihr euch das ganze natürlich auch als Video anschauen, denn das gibt’s bald bei YouTube zu sehne!

 

Unser nächster Tag war unser Abreisetag. Früh um 9:00 Uhr wurden wir mit dem Taxi abgeholt, was uns für 30 Ringgit zum Hafen fuhr. Dort ging es dann um 10:30 Uhr mit der Fähre weiter nach Penang (70 Ringgit p. P.). Und was wir hier erlebten, könnt ihr ja dann in unserem nächsten Blog nachlesen ? !

 

Und jetzt noch etwas Werbung für den besten Tourvermittler, Fährenvermittler, Motorrollerverleiher und Informationsweitergeber überhaupt – Cief! Im Amani Cafe am Chenang Beach hat Cief seinen Stand. Hier sitzt er täglich von etwa 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr. Er ist bekannt wie ein bunter Hund und wirklich jeder spricht gut von ihm. Eigentlich bin ich eher zufällig auf ihn aufmerksam geworden, als ich mich nach den Preis der Roller für 24 h erkundigen wollte. Er war mir sofort sympathisch und überhaupt nicht aufdringlich. Sofort gab er mir eine Karte von Langkawi und zeigte mir, was man sich anschauen sollte, was wieviel kostet, wo man gut essen kann usw. . Chief kümmerte sich wirklich rührend um uns. Er schickte uns via WhatsApp Bilder was wir von der malaiischen Küche probieren sollen und organisierte uns auch ganz uneigennützig an unserem letzten Tag das Taxi zur Fähre. Da wir jeden Morgen Roti aßen (eine Art Crêpe), brachte er uns am letzten Tag auch noch kostenlos ein Roti mit, welches er als bestes der Insel anpries. Und es war wahrhaftig lecker! Also wenn ihr in Lankawi seid und wirklich die besten Preise und besten Informationen und besten Touren haben wollt, dann geht zu Chief. Schreibt ihn einfach an und er schickt euch seinen Standort. Wer Maps.me hat braucht natürlich nur den Namen des Cafes eingeben und findet ebenso seinen Standort. Hier seine Nummer, diese steht natürlich auch offiziell auf allen Karten von ihm ? : 0060193930393

Und hier natürlich noch ein Bild von unserem neuen Freund:

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