Malakka

Die Hafenstadt Malakka bezauberte uns schließlich ganz besonders sehr. Aufgrund ihrer strategisch guten Lage zum Meer nimmt die Stadt eine besondere historische Stellung ein. Sie galt als Handelszentrum und wurde in den letzten Jahrhunderten erst von den Portugisen, dann von den Holländern und schließlich von den Britten besetzt. Jede Besetzungsmacht hinterließ ihre Spuren und so finden sich in Malakka wunderschöne Gebäude der Kolonialzeit. Seit 2008 zählt die Stadt genauso wie Georgetown zu dem UNESCO Weltkulturerbe und heißt seitdem wahrscheinlich noch mehr Touristen willkommen.

 

Wir hielten uns 2 volle Tage in Malakka auf, um die Hauptsehenswürdigkeiten zu sehen und ein bisschen durch die Gässchen zu schlendern. Überall auf den Straßen sahen wir die hier besonders beliebten Trishaws, was Fahrradtaxen sind, um die Massen der Touristen an die beliebtesten Plätze zu fahren. Zur Zeit ist hier Hello Kitty und Pokemon ganz weit vorn auf der Beliebtheitsskala. Um die historische Stadt noch moderner erscheinen zu lassen, sind die Trishaws mit Soundsystemen ausgestattet und fahren mit dröhnender Lautstärke die Sehenswürdigkeiten ab.

Wir schauten uns als erstes den sogenannten Roten Platz an, welcher so gesehen den Mittelpunkt der Stadt bildet. Hierbefindet sich die Christ Church Malakka aus dem Jahre 1753, das Stadthuys und der Queen Victoria Springbrunnen.

Alle Gebäude haben eine rote Wandfarbe, was dem Platz den Namen gab.

Besonders beliebt ist hier auch das I Love Malakka Fotomotiv, was natürlich auch uns gefiel ? .

Danach ging es für uns weiter zum nachgebauten Sultanspalast von Malakka.

Das hölzerne Gebäude wurde nach einem ganz besonders schönen Baustil gebaut und zieht viele Besucher an. In diesem Gebäude kann man heute für 5 Ringgit pro Person die Geschichte rund um die Sultansfamilie kennen lernen, ihre Kleider aus vergangener Zeit bestaunen und etwas über den Handel rund um Malakka lesen. Vor dem Palast ist der sogenannte Verbotene Garten, welcher einst Spielplatz der Prinzessinnen war.

 

Neben dem Eingang zum Palast und zum Garten befindet sich das Tor A´Famosa des ehemaligen Schutzwalls der Portugiesen aus dem 16. Jhr. . Heute ist leider nur noch dieses Tor der Festung erhalten.

Unweit von diesem Platz befindet sich die St. Pauls Kirche, welche ein paar Veränderungen in der Historie unterlag. Ursprünglich war dies nämlich eine katholische Kirche portugiesischer Seefahrer. Nach dem Einmarsch der Holländer wurde diese evangelisch. Und die Briten nutzten die heiligen Hallen Anfang des 19. Jhr. schließlich als Munitionslager.

Dieser Ort strahlte auf uns eine ganz besondere Ruhe aus, und wir konnten verträumt der Musik eines Gitarristen lauschen. Ebenso kann man hier die ausgestellten Grabsteine holländischer und portugiesischer Familien betrachten und in die Geschichte eintauchen.

Am Abend sollte man auf jeden Fall ein bisschen in den Gassen rund um die bekannte Jonker Street laufen. Die Jonker Street ist besonders am Wochenende bekannt für ihre Verkaufsstände mit jeglichen Kleinigkeiten und Kitsch ? und ihre Essensstände.

Die umliegenden Gassen sind geprägt von schönen idyllischen kleinen Häuschen, welche alle liebevoll verziert, restauriert und teilweise neu bemalt sind. Des sind wirklich mit die schönsten Gässchen bisher auf unserer Reise.

Malakka hat noch viele weitere tolle Plätze, Flussfahrten, Hafenrundfahrten, interessante Stadtführungen und Museen zu bieten, welche wir gar nicht alle gesehen haben. Uns aber hat das Stadtbild schon so in den Bann gezogen, dass wir sagen müssen ein Ausflug nach Malakka sollte auf jeder Malaysiareise auf der ToD- Liste stehen!

 

Und jetzt noch ein besonders guter Restauranttipp:

Ab 17:30 hat das Pak Putra seine Türen geöffnet, worin es typisch indisches und pakistanisches Essen zu kleinen Preisen gibt. Wir waren so überwältigt, dass wir 3 Tage nacheinander hier aßen!

Und zum Mittag waren wir immer im Bananaleaf Restaurant. Dies bietet wunderbare Reisspeisen mit erstklassigen Soßen, was allein schon ein Luxus fürs Auge ist ?!

Beide Restaurants werden uns ganz schön fehlen!!!

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