Bago

Bago war unser dritter Stopp in Myanmar. Hier soll es besonders große Buddhastatuen geben und genau deshalb wollten wir hier halten. Die Stadt liegt auf dem Weg vom goldenen Felsen nach Yangon und so konnten wir hier Halt machen. Wir fuhren ca. 3 Stunden mit dem Bus, bis wir in Bago ankamen.

Doch leider erwischte es nun mich mit der Übelkeit. Philipp ging es schon langsam besser, aber ich lag nun flach, hatte mit dem Magen zu kämpfen und wollte das Hotel nicht verlassen. So ein Pech aber auch ;( . Wir hatten eigentlich nur einen vollen Tag hier eingeplant, um alles zu besichtigen. Danach wollten wir weiter fahren. Nach etwas Überlegen entschieden wir uns auch nur die 2 Nächte in Bago zu bleiben.

So gingen wir am Abend in das wahrscheinlich einzige Shoppingcenter des Ortes, welches direkt neben dem Uhrenturm liegt und aßen auf der Dachterrasse etwas zum Abendessen. Von hier aus konnte man nämlich die Stadt sehr gut überblicken, die Pagoden aus der Ferne sehen und den Abend genießen. Leider haben wir davon kein Foto gemacht, weil wir einfach nur schlapp und erschöpft waren und genug mit uns selbst zu tun hatten … . Da haben wir das irgendwie vergessen.

Praktisch war aber auf jeden Fall, dass wir in der Stadt die ganze Zeit mit dem Sammeltaxi fahren konnten und so pro Person pro Fahrt nur 200 Kyat zahlen mussten. Das sind etwa 12 Cent für jeden. Damit konnten wir viel Energie sparen und alles abfahren.

Nach unserer 2. Nacht gingen wir 10 Uhr früh zum Bahnhof der Stadt und kauften uns Zugtickets nach Yangon für 11:30 Uhr. Die Tickets kosteten für 3 Stunden Zugfahrt 1.000 Kyat p. P. und waren Upper Class. Das heißt mit Polstersitzen. Die Holzsitze hätten nur 600 Kyat p. P. gekostet, aber das wollten wir uns nicht antuen und da war angeblich auch schon alles voll 😉 . Das Ticketbüro übrigens verfügte über keinen Computer, alles wurde in Bücher geschrieben, es gab einen Verkäufer und einen Sekretär und das ganze glich irgendwie einem geordneten Chaos.

Unsere Zugfahrt war dann sehr aufregend.

Mit etwa 20 km/h tuckerten wir so vor uns hin, die einheimischen Frauen sortierten ihre eingekaufte Waren in großen Säcken hin und her, Obst, Gemüse und sonstige Köstlichkeiten wurden verkauft und von draußen winkten uns ab und an Kinder zu.

Es war ein sehr schönes Erlebnis, welches wir auf jeden Fall nie vergessen werden!

Die Zugfahrt war auch das tollste an Bago. Wir haben zwar nicht die Sehenswürdigkeiten von Nahem gesehen und können deshalb schlecht darüber urteilen, aber die Stadt an sich muss man nicht unbedingt gesehen haben. Wer also hier eh vorbei fährt, kann einen Stopp einplanen, wer aber extra her fahren müsste, kann diesen Ort wahrscheinlich lieber auslassen oder nur einen Tagesausflug von Yangon aus planen.

 

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