Der goldene Felsen

Nach unserer Tour in Hpa-An wollten wir schließlich weiter zum goldenen Felsen. Ein berühmter Pilgerort, bei dem die Menschen auf einen Berg strömen, um einen fast herunterfallenden Felsen zu sehen, welcher der Legende nach nur an 2 Haaren Buddhas gehalten wird. Er ist komplett mit Gold verziert und auch für Touristen eine beliebte Anlaufstelle. Wir fuhren also mit einem Bus etwa 3 Stunden von Hpa-An nach Kyaikto. Von dort aus fuhren wir mit einem Auto weiter nach Kinpun. Dies ist der Ort am Fuße des Berges. Doch wir fuhren hier nicht mit einem normalen Auto her. Wir fuhren mit einem Auto mit Ladefläche her, auf der wir nun hinten drauf saßen. Das Besondere war, dass 28 Personen, einschließlich 4 Kindern hier hinten drauf saßen. Ein heiden Spektakel, viel Körperkontakt, aber auch ein unvergessliches Erlebnis. Wir fuhren 14 km für zusammen 1.000 Kyat und liefen nochmal etwa 10 Minuten zu unserem Hotel. Geschafft. Denn Philipp ging es ziemlich mies. Er hatte eine leichte Magenverstimmung, welche uns etwas lähmte. Aber so hatte ich wenigstens Zeit alle Texte für unsere Internetseite zu schreiben und etwas zu entspannen 😉 .

Nach ein paar Stunden Ruhe entschied ich mich doch zu dem Pilgerort zu fahren. Ich packte meine Sachen und los ging es. An der 10 Minuten entfernten Bushaltestelle stieg ich in einen LKW ein, dessen Ladefläche etwas umgebaut unsere Sitzplätze waren. Für 2.000 Kyat fährt man hier 45 Minuten zum goldenen Felsen bergauf. Das Verrückte ist, dass diese LKWs mit einer enormen Geschwindigkeit die Serpentinen hinauf fahren und man sich wie in einem Karussell fühlt. Wir wurden durchgeschleudert und es ging immer weiter den Berg hinauf. Der Anstieg war ziemlich steil. Ein Wunder, dass wir nicht umkippten. Ich machte mir schon Gedanken wie es bergab wohl werden sollte … . Nach 45 Minuten Fahrt kamen wir endlich an. Der Platz war eher wie ein Verkaufsplatz anstatt ein Pilgerort. Ich musste etwa 1 km entlang von vielen Souvenirshops laufen, mir Essen anbieten lassen sowie sonstige Mitbringsel anschauen. Mir wurde angeboten mich auf einer Trage zu tragen oder meinen kleinen Rucksack zu tragen – natürlich gegen etwas Geld. Für mich war das ganze nicht notwendig, aber viele, die schlecht zu Fuß waren, nutzten die Gelegenheit. Nach den paar Schritten kam ich an ein Tickethäuschen und 10.000 Kyat Eintritt mussten gelöhnt werden. Dann ging es noch etwas weiter und an einem großen Torbogen mussten die Schuhe ausgezogen werden.

Dann ging es barfuß weiter, bis ich den meistbesuchten Pilgerort erspähen konnte. Der goldene Felsen war genau vor meinen Augen.

Er trägt ein kleines Hütchen und ist wirklich komplett aus Gold. Ich näherte mich an und sah unzählig viele Pilger auf dem Fußboden sitzen, auf den Sonnenuntergang warten, beten, schlafen, erzählen, warten.

An mehreren Stellen konnten Goldplättchen gekauft werden, um den Felsen weiter zu verzieren. Für 1.800 Kyat konnte hier schon ein Plättchen erworben werden.

Leider ist es nur für Männer möglich Gold an den Felsen anzubringen.

Frauen dürfen den Felsen nicht berühren und ihn nur mit gewissen Abstand anbeten. Schade … !

Ich schaute mich noch etwas um, beobachtete das Geschehen und entschloss mich dann den Weg zurück zu gehen. Wieder vorbei an den Ständen und Restaurants. Auch Hotels gibt es hier oben, aber ich war ganz froh nicht in diesem Getümmel übernachten zu müssen. Verblüffend fand ich die mir entgegenkommenden Träger.

Sie trugen Waren mit ihren Köpfen, auf ihren Rücken, in allen Formen und Gewichtsklassen. Verrückt!

Mir würde das Genick durchbrechen!

Ich nahm einen der letzten LKWs nach unten. 18:00 Uhr fährt der letzte. Die Fahrt nach unten war erstaunlicherweise sehr entspannt. 12 Jahre soll es her sein, dass ein Unfall passiert ist. Die Bremsen der LKWs werden angeblich täglich gecheckt und ich vertraute dem einfach mal 😉 . Ich hatte noch ein paar schöne Ausblicke und sah auch die neu errichtete Gondel, die voraussichtlich ab Ende des Jahres die Leute hier hoch transportieren soll.

Im Tal wieder angekommen ging ich zurück zu Philipp, pflegte ihn etwas und am nächsten Tag schon ging es weiter zur nächsten Stadt.

 

Fazit des Ausflugs: es ist interessant, ein toller Ort, aber wenn zu wenig Zeit bleibt muss man nicht unbedingt hier her kommen.

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