Banaue / Batad

 

In Batad angekommen machten wir uns erst einmal kundig was wir hier alles unternehmen können. Unsere Gastmutti erklärte uns alles, nahm sich Zeit für uns, alles war perfekt.

Und das Beste war – dabei hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf ein paar Reisterrassen.

Sie empfahl uns heute noch einen kleinen Ausflug zu unternehmen und für 100 Pesus auf einen Aussichtspunkt direkt an der Straße zu fahren und dann den Weg bis zum Homestay zurückzulaufen. Das soll zu Fuß etwa 1 Stunde dauern. Da waren wir dabei und freuten uns schon auf den kleinen Ausflug ? .

Ein kleines Tricycle holte uns ab und brachte uns zu dem nahegelegenen Aussichtspunkt.

Von hier hatten wir einen super Blick auf die Reisterrassen von Banaue. Ein paar ältere Frauen saßen auch in traditioneller Kleidung da und boten sich als Fotomodell an.

An dem Aussichtspunkt befanden sich noch ein paar Souvenirläden mit vielen selbstgemachten Dingen, oft aus Holz. Aber auch eine Rarität war dabei, eine Froschtasche – aus Froschleder 😀 .

Wir schauten uns noch etwas um und gingen dann den Berg wieder langsam in Richtung Homestay herunter. Hier ging es entlang an vielen Häusern der Einheimischen, an gaggernden Hühnern und Enten, an Schweineställen und viiielem mehr.

Auch gabe es „Pic 4 sale“ – „Schweine zum Verkauf“.

Die traditionellen Häuser der Philippinos stehen übrigens auf Stelzen, bestehen aus einem Raum, sind gefertigt aus Holz und Palmenblättern und Tiere wie Spinnen, Mäuse oder ähnliches sind nicht gerade selten. Hier läuft Philipp an diesen Häuschen vorbei.

Alle grüßten uns lieb und wir hatten viel Spaß die Stunde den Berg herunterzulaufen.

Wir waren sehr froh, dass wir heute noch den Weg antraten und die Gegend erkundeten. Am Abend genossen wir noch etwas die Sicht auf die umliegenden Berge und fielen dann erschöpft ins Bett.

Am folgenden Tag sollte unser großer Tag starten. Wir wollten die berühmten Reisfelder von Batad sehen. Dazu mieteten wir uns ein Tricycle, inklusive Fahrer für 1200 Pesus. Wir fuhren an wunderschönen Fotospots vorbei, bekamen tolle Erklärungen zum Reisanbau und machten etliche Fotos.

Unser erster Ort hieß schließlich Bangaan, aber den sahen wir mit seinen Reisterrassen nur von Weitem.

 

Dann ging es für uns weiter, zu unserem eigentlichen Hauptziel, nach Batad. Hier soll es die beeindruckendsten Reisterrassen weit und breit geben. Doch warum sind die Reisterrassen so berühmt? Ganz einfach, sie sind enorm weitläufig (400 km²), eine gutes Fotomotiv und vor allem schon über 2000 Jahre alt. Würde man alle Wände der Reisterrassen aneinanderreihen, würden sie um den halben Erdball reichen. Es ist der Wahnsinn was die Menschen hier vor so langer Zeit erschaffen haben!

Der Reis von hier ist ein absolutes Bioprodukt und wird nur zum Eigenzweck angebaut. Aufgrund dessen, dass hier nur 1 mal pro Jahr Reis angebaut werden kann, da im restlichen Jahr der Boden geschont werden muss, um ihn fruchtbar zu erhalten, reicht die Ernte nur für den Eigenbedarf der Bauern. Oft hat ein Bauer ein Feld, worauf auch andere Familien mit helfen. Die Ernte wird dann unter den Erntehelfern und dem Bauer gerecht aufgeteilt.

Die Arbeit auf den Reisfeldern ist sehr schwer. An vielen älteren Leuten sieht man bereits die Folgen der schweren Arbeit, ihre Rücken werden ganz krumm. In das Dörfchen Batad kommt man nur zu Fuß. Der ganze Ort ist am Hang angesiedelt, wodurch viele Treppenstufen gelaufen werden müssen.

Das Leben hier ist zwar idyllisch, aber nicht sorgenfrei. Es ist nicht einfach alles hier her zu transportieren. Die gesamte Familie muss mit helfen, ebenso die Kinder. An uns kamen einige 10 bis 12 Jährige vorbei, die Steine und Holzbalken schleppten. Wir liefen durch das komplette Dorf und etwas über die Reisfelder. Immer wieder kamen uns ein paar Kinder entgegen.

Dann kamen wir an einen etwas höher gelegenen Aussichtspunkt, von dem aus uns ein Weg zu dem Tappiyah Wasserfall führte.

Der Weg bergab zu dem Wasserfall war ganz ok, aber dennoch waren wir durchgeschwitzt und froh uns an dem klaren Wasser erfrischen zu können.

Dann ging es wieder zurück, bergauf. Und das war alles andere als ein Zuckerschlecken!

Und es sollte weit hinauf gehen, an die höchste Stelle der Reisterrassen. Am Ende bin ich nur noch auf allen Vieren gekrochen… .

Es war nicht einfach, aber die Mühe hat sich gelohnt! Oben angekommen hatten wir eine wunderschöne Sicht auf alles!

Wir machten eine kurze Rast und dann ging es auch schon weiter.

Auf unserem Weg unterhielten wir uns noch mit einer Bewohnerin von Batad. Sie sagte es ist nicht immer einfach hier zu leben, aber sehr schön. Sobald man sich aber einmal ausruht, gibt es nichts zu essen. Also muss ständig gearbeitet werden. Der Ort ist hauptsächlich froh über die Touristen, außer wenn sie die Reisterrassen zerstören oder niedertrampeln. Dann werden die Besitzer verständlicherweise böse und teilweise auch beleidigend. Aber das ist auch irgendwie verständlich, denn wer hätte gern Leute auf seinem Grundstück, die auch noch was kaputt machen? Das ist ja immerhin die Existenz der Bauern. Wir gingen schließlich noch einmal über die schmalen Schlammwege der Terrassen, durch einen dichten Wald und schließlich wieder durch das Dorf bis zu dem langen Weg, der uns zu unserem Tricycle zurück führte.

Dort angekommen waren wir total froh nicht mehr laufen zu müssen, sondern nur noch entspannt im Fahrtwind sitzen zu können.

Wir fuhren den 40 minütigen Weg wieder zurück und kamen pünktlich wie von uns vorher geplant 16:00 Uhr an unserem Homestay an.

Hier wurde geduscht, gegessen und dann ging es auch schon weiter für uns, ab zur Busstation und zurück in Richtung Manila.

Nach Manila? Warum denn nach Manila? Tja, das könnt ihr in unserem nächsten Bericht nachlesen ? … .

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