Manila

 

Unser 9. Land auf unser wundervollen Weltreise wurden die Philippinen. Von Vietnam aus kamen wir per Flugzeug hier her, von HCMC nach Manila. Manila ist die Hauptstadt der Philippinen. Was wir von Manila bisher hörten war nicht gerade gut. Es soll dreckig, gefährlich, chaotisch, einfach nur schlecht sein. Wir buchten hier 2 Übernachtungen, eher aus dem Grund weil ich ein paar Magenprobleme hatte und wir warten wollten bis diese vorüber sind bevor wir weiterreisen.

An unserem Anreisetag machten wir nichts weiter außer relaxen und uns etwas zu Essen zu besorgen. Hier gibt es die typischen Supermärkte 7-Eleven und ansonsten einige kleine Straßenläden, die Burger, Pizza, Fleischspieße und Reisspeißen verkaufen. Aufgrund der amerikanischen Besetzung ist auch das Essen stark davon beeinflusst. So richtig typisches philippinisches Essen konnten wir in Manila gar nicht finden. Überall gibt es Fastfood und sehr fettiges Essen. Das spiegelt sich auch etwas an den Figuren der Einheimischen wieder, viele sind etwas pummelig. Das heißt aber nicht, dass sie unsportlich sind. Wir haben eine Zumba-Gruppe auf der Straße getroffen, die haben richtig was gezeigt – so ein krasser Hüftschwung sage ich nur! Wir hätten auch mittanzen können, aber ich konnte nicht wegen meinem Magen und Philipp alleine wäre auch komisch ? …

Am nächsten Tag wollten wir dann mal etwas die Stadt erkunden. Mit der Straßenbahn sind wir in das Stadtzentrum gefahren. Es gibt nicht viele Linien und nicht viele Waggons – die Bahnen sind dementsprechend vollgestopft. Wir mussten nur 3 Stationen fahren und waren durchgeschwitzt als wir ankamen.

Dann liefen wir etwas durch die Stadt, um zum Nationalmuseum zu gelangen. Die Stadt ist der Horror! Wir haben, und das tut uns sehr leid das sagen zu müssen, noch nie so eine hässliche Stadt gesehen! Es war dreckig, laut, versmogt, jede 2. Ecke hat nach Abwasser gestunken, die Obdachlosen lagen auf der Straße, auf manchen Wegen lagen Exkremente. Keine Stadt bisher war wirklich so schlimm!

An einer Ecke lag ein obdachloses Pärchen auf Pappen und daneben ein neugeborenes Baby. Die Eltern und das Baby haben geschlafen, das Baby aber hatte noch die volle Milchflasche im Mund. Die Eltern juckte es anscheinend gar nicht, ob es vielleicht ersticken könnte. 2 Meter weiter waren 2 Babys nackt und spielten mit einer Plastetüte. Sie waren nackt, total verdreckt und etwa 1 Jahr alt. Jeder versuchte ein Bogen um die Familie, um die spielenden Kinder, zu machen, um keine Krankheiten zu bekommen. Es ist so traurig dieses Elend anschauen zu müssen! Die Kinder können einem so leid tun ;( … . Wir liefen eine Brücke über den Fluss – der Gestank war unerträglich. Die Leute haben auf die Brücke gekackt, da sie dort von der Straße aus nicht gesehen werden konnten, das ist unvorstellbar was hier los war.

Das Nationalmuseum schließlich war ganz schön, leider wussten wir nicht, dass es 2-geteilt ist. Es gibt ein Gebäude mit der Geschichte der Philippinen und eines mit einer Kunstgalerie – ratet mal wo wir waren ? . Richtig, in der Kunstgalerie obwohl wir die Geschichte wollten, dies aber nicht wussten. Nach 1-2 Stunden Museum traten wir den Rückweg an.

Wir wollten nicht mehr von Manila sehen, das was wir bereits mitten im Stadtkern gesehen haben war so fürchterlich, dass wir nicht noch mehr davon wollten.

Es ging wieder zurück mit der Straßenbahn, einen kleinen Fußweg und ab ins Hotel. Den restlichen Tag und auch am Folgetag passierte nicht viel, außer dass wir uns ausruhten, aßen, überlegten was wir noch so machen und unsere Weiterreise planten. Manila ist wirklich eine schlimme Stadt und wir wollen definitiv nicht nochmal hier her! Es ist schlimm so etwas schreiben zu müssen, aber wir konnten nichts Gutes finden, außer die netten Kinder auf der Straße bei unserem Hotel… .

 

An unserem Abreisetag lernten wir noch Edward kennen. Er war auch in unserem Hotel und erzählte uns ein bisschen von Manila und gab uns Tipps was wir besuchen sollten. Zum Abschluss gingen wir noch einen Smoothie trinken und dann ging es auch schon mit dem Grab Taxi zum Busbahnhof.

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