Panglao Island

Nachdem wir unser Paradies auf Apo Island gefunden haben, mussten wir leider dennoch weiter ziehen, denn wir wollten ja noch mehr von der großen weiten Welt sehen. Eigentlich hatten wir den Plan nach Apo nach Camiguin oder Siquior zu reisen. Doch als wir uns auf Apo erkundigten was es noch so schönes in der Gegend gibt, empfahl uns Mario, dass wir nach Bohol gehen sollen und dort die Chocolate Hills sowie den Ort Anda besuchen sollen. Beides klang nach seinen Empfehlungen ganz gut und wir erkundigten uns was es auf Bohol noch so gibt. Die Insel klang recht gut und beinhaltet auch noch eine kleine Insel mit dem Namen Panglao Island. Wir wollten zunächst die kleine Insel besuchen, hier soll es tolle Strände und gute Tauchspots geben.

Wir kamen in Bohol mit der Fähre von Dumaguete an und nahmen ein Tricycle zu unserer Unterkunft. Normalerweise versuchen wir eher Jeepneys zu nehmen, aber da unsere Unterkunft etwas im Inneren von Panglao Island liegen sollte, war das Tricycle besser.

Wir fuhren vom Hafen in Tagbilaran nach Panglao Island. Nachdem wir auf Panglao Island etwa 30 Minuten nach unserer Unterkunft suchten, gaben wir auf und nahmen eine andere Unterkunft. Unser Tricyclefahrer fuhr uns nach Alona Beach, dem Hauptstrand der kleinen Insel. Dort suchten wir dann eine Unterkunft und wurden glücklicherweise auch fündig. Diesmal gab es für uns ein Etagenbett, denn die Unterkünfte mit Doppelbett waren ausgebucht oder extrem teuer. Also nahmen wir eben das.

An unserem Anreisetag wollten wir nur noch Wäsche waschen und etwas essen. Wir liefen los zum nächsten Waschsalon. Doch als wir ankamen, war dieser schon geschlossen. Glücklicherweise war direkt gegenüber eine Sports- und Karaokebar. Hier konnten wir etwas leckeres essen und ein bisschen mit unserer Bedienung Marko und seiner Frau Jhoyce plaudern. Sie waren uns sofort sympathisch und wir waren froh sie getroffen zu haben.

Das rettete nach dem Stress mit der Suche nach der Unterkunft und dem geschlossenen Waschsalon unseren Tag! Das Pärchen arbeitet hier für einen japanischen Boss, auf dem Papier ist auch ein Philippine Mitinhaber. Das Haus allerdings gehört einem Koreaner. Man merkt schon, hier haben viele ausländische Geschäftsleute ihre Finger im Spiel. Das Pärchen erzählte uns etwas von der Insel und wir verstanden uns sehr gut. Sie vermieteten uns auch eine Roller für unschlagbare 300 Pesus pro Tag und weil Philipp schon etwas getrunken hatte, fuhren sie uns auch zu unserer nahegelegenen Unterkunft, ließen uns 1 Roller da und fuhren mit einem anderen wieder zurück. Unser Tag nahm sein Ende und wir fielen glücklich ins Bett.

Am nächsten Tag wollten wir mit unserem Roller die Insel erkunden. Doch vorher hieß es noch Wäsche waschen!!! Wir besuchten erst einen wunderschönen Strand mit weißem Pulversand und hellblauem Wasser.

Doch leider war der Strand ganz schön voll, überall waren koreanische und japanische Reisegruppen und leider war es dadurch nicht so idyllisch wie wir uns vorstellten (auf dem Foto haben wir das ganz gut unterbinden können mit den vielen Menschen 😉 ). Wir fragten am Strand in ein paar Tauchshops, ob sie Plätze für morgen frei hätten und was es kosten würde. Beim 1. Unternehmen war nur der Bootsführer da, der keine Ahnung hatte was sein japanischer Chef den nächsten Tag vor hatte. Beim 2. Unternehmen gelangten wir an ein koreanisches Unternehmen, wobei der Boss kein Englisch sprach, es wahrscheinlich auch nicht wollte und nach 5 Minuten Warten bis er uns wahrnahm in einem etwas stotternden Satz sagte: „Fully booked.“ Eine andere Kundin beachtete er gar nicht erst. 2 Kunden in 5 Minuten vergrault – das schafft nicht jeder. Auf unserem Weg lagen noch mehr Tauchcenter, alle von Koreanern geführt. Problem ist dabei, dass diese Center eigentlich nur koreanische Gäste haben wollen, die in Gruppen reisen und alle anderen nicht so willkommen sind. Tja, wir suchten weiter. Wir kamen an ein Shop, in dem uns ein Franzose begrüßte, der sehr freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen war. Er hätte noch einen Platz für morgen, aber nicht zu den begehrten Tauchspots um Balicasag Island, denn die sind limitiert. Nicht jedes Unternehmen darf jeden Tag zu allen Spots fahren. Nach 30 Minuten gaben wir die Suche auf und fuhren erstmal zum Waschsalon zurück, um die Wäsche abzuholen. Wir überlegten uns Marko und Jhoyce zu schreiben, vielleicht kennen die ja jemanden, der nach Balicasag Island fährt. Volltreffer! Eine Freundin von den beiden arbeitet in einem Diveshop, wo auch noch genau 1 Platz nach Balicasag frei ist. 2 Dives kosteten hier 3000 Pesus und für die Schnorchelbegleitung mussten wir nur 500 Pesus löhnen. Doch an diesem Tag waren wir nicht nur Wäsche waschen und ein Divecenter suchen. Wir umrundeten die ganze kleine Insel mit dem Moped und in der größten Stadt der Insel, in Panglao, konnten wir sogar die Fiesta miterleben. Denn in den Philippinen wird zu Ehren des kleinen Jesuskindes immer im am 3. Sonntag im Jahr Santo Nino gefeiert. Wir kamen an einen riesigen Sportplatz mit ganz vielen Leuten, teilweise in Kostümen und mit ganz vielen Essensständen. Wir hatten riesigen Hunger, also steuerten wir erst einmal einen Essensstand an. Wir schauten uns an was es gab und dann fragten wir was es kosten sollte. Die Familie an dem Stand mit dem Essen sagte uns freudestrahlend ,dass es nichts kostet, heute Fiesta ist und das ganze Essen und Trinken kostenlos sei. Das machte uns ganz verlegen und wir wollten gleich gar nichts mehr essen. Doch die Familie war so nett, bot uns gleich Stühle an, reichte uns Teller und versorgte uns mit allen Köstlichkeiten.

Wir nahmen uns nur ein kleines bisschen, aber dann brachten sie immer mehr und waren stolz uns die Köstlichkeiten ihres Landes präsentieren zu können. Unter anderem gab es auch etwas, das fürs Auge angerichtet war. Reis wurde wunderschön in Palmenblätter geflochten und im Blatt gekocht. Das sah so toll aus, wir wollten es gar nicht essen.

Als dann die Musik ertönte und auf dem großen Platz in der Mitte getanzt wurde, verabschiedeten wir uns von der Familie und schauten den Tänzern zu.

Alle Schulen der Gegend führten einen Tanz auf. Getanzt wurde immer zu der gleichen Musik und im Mittelpunkt stand immer das Jesuskindlein. Manchmal gab es tolle Kostüme, manchmal nur das Schul-T-Shirt. Aber alle hatten Spaß und etwas vorbereitet. Wir sahen etwa 9 Tänze und brachen dann Richtung Heimat auf.

Vorbei ging es noch an einem Zuckerwattedreher, der noch mit einem Fußpedal und ohne Strom drehte. Das fanden wir besonders cool!

Wir beendeten unsere Rollertour, gaben das Moped ab und freuten uns auf den morgigen Tag. Unser Abendessen war übrigens wieder typisch philippinisch, mit viel Barbecue, Gemüse, Reis  und gut im Öl gekocht 🙂 .

Heute also konnte Philipp wieder tauchen gehen. Das Equipment war vorbereitet, die Taucher waren bereit, aber das Boot hatte Startschwierigkeiten. Also lies Philipp nochmal seine Drohne steigen und es entstanden wunderbare Fotos. Und das Beste ist, Skyscanner Deutschland hat es sogar auf Instagram gefeatured! Wenn ihr wissen wollt, welches Bild, könnt ihr ja mal bei Skyscanner vorbei schauen 😉 .

Dann aber ging es los und wir freuten uns schon etwas Neues im Wasser zu entdecken.

Der 1. Tauchspott war sehr schön, mit einer hervorragenden Sichtweise und tollen bunten Fischen, Korallen und Schildkröten.

Doch wir verglichen immer wieder mit Apo Island und fanden es hier noch nicht ganz so toll. Nach dem ersten Tauchgang wurde erstmal etwas gesnackt, Mangosteen gegessen und das Gesehene berichtet.

Dann ging es auf zum 2. Tauchgang. Der Spot war überfüllt von bunten Fischen! Es war bezaubernd! So viele kleine Tierchen, die so nah kamen und in Ruhe schwommen, obwohl wir ihnen dabei zuschauten.

Die Strömung an beiden Spots war extrem. Mit Taucherflossen ist es aber okay und man kommt gut gegen die Strömung an. Nach dem 2. Tauchgang freute sich Philipp schon mehr und ich war eh happy über die Fische.

Zufrieden konnten wir also mit dem Boot wieder zurück fahren, denn wir mussten auch schon weiter und den Bus nach Carmen bekommen. Am Strand zurück liefen wir also schnell zum Hostel, holten unsere Sachen, nahmen das Jeepney nach Tagbilaran, um den Bus nach Carmen zu bekommen.

Und was wollten wir dann in der Stadt, die nach einem Vornamen klingt? Dies könnt ihr im Beitrag zu Carmen herausbekommen ? .

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2 thoughts on “Panglao Island”

  1. Schön euch do glücklich zu sehen?, unvergessliche Momente und tolle Fotos. Ich habe das Foto auf skyscanner Deutschland gesehen???

    1. Hihi sehr cool – wir sind sehr froh über unseren ersten Feature +.+ Vielleicht haben wir ja das Glück und es folgen noch ein paar auf unserer Reise. Mal schauen was so kommt.
      Liebe Grüße vom roten Kontinent, aus Australien 😉

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