Siargao

Mehrmals auf unserem Weg durch die Philippinen haben wir den Tipp erhalten auch nach Siargao Island zu gehen, denn dort soll das Surferparadies schlecht hin sein. Tja, vom Surfen hatten wir zwar keine Ahnung, aber interessant klingt es ja dennoch ?.

So entschieden wir uns in die ganz im Osten von den Philippinen gelegene Insel zu reisen, was uns einige Zeit kostete. Von Anda mussten wir zurück nach Tagbilaran (Minivan ca. 150 Pesus p. P.), um von dort aus nach Cebu City mit der Fähre zu gelangen. In Cebu City gibt es eine Fähre, die nachts nach Surigao fährt (ca. 850 Pesus p. P.).

In der Fähre hat jeder sein eigenes Bett und kann so entspannt die Nacht verbringen.

In Surigao angekommen, muss noch eine Fähre nach Siargao genommen werden (100 Pesus p. P.). Und vom Fährenpoint Dapa mussten wir nun noch mit einem Tricycle nach General Luna fahren (200 Pesus für 1 Tricycle, max. 7 Personen), um zum Surfingparadis zu gelangen. Wir hatten bereits unser Hostel gebucht und kamen im Moonlight Homestay unter.

ACHTUNG! Bucht niemals im Moonlight! Es ist die einzige günstige Unterkunft auf Buchungsportalen, wie Booking oder Agoda, aber vor Ort in Siargao gibt es noch viele mehr, zu gleichen oder auch günstigeren Preisen, aber wesentlich besseren Bedingungen. Das Moonlight ist echt das schäbigste Homestay was wir je gesehen haben und alle die wir getroffen haben meinten sie würden nie wieder dort einchecken. An den Gemeinschaftstoiletten gibt es keine Türen, Betten werden doppelt vergeben, sodass wildfremde Menschen in einem Bett zusammen schlafen mussten, manche bekamen nur eine Matratze auf dem Fußboden uvm. . Also fahrt lieber ohne Buchung dort hin und schaut vor Ort nach Unterkünften. Wir kamen nach dem Moonlight in einem anderen Homestay unter, das Jing´s Place hieß. Es war auch nicht optimal stellten wir dann fest, aber ok. Wenn man sich allerdings von einem Tricyclefahrer zu Jing´s Place fahren lässt, kann man die umliegenden Hostels abklappern und sich seine Lieblingsunterkunft heraussuchen. Bei Jings kostet ein Doppelzimmer 600 Pesus pro Nacht (Ventilator, ohne Frühstück) und die umliegenden Unterkünfte sind etwas besser aufgestellt und kosten aber nur geringfügig mehr. Am Strand gibt es luxeriöse Unterkünfte, aber für deutlich mehr Geld zu mieten. Gesagt sei noch, dass dieser Strandabschnitt nicht das bekannte Cloud 9 ist, dafür muss man etwas laufen bzw. mit dem Roller fahren. Aber bei Cloud 9 ist alles etwas teurer, Anfänger können dort eh nicht surfen und es ist alles touristischer. Also vom philippinischen Leben sieht man dort nicht sooo viel. Bei Jing´s gibt es auch Surflehrer, wobei 2 Stunden Surfen 500 Pesus p. P. kosten. Dabei ist die An- und Abfahrt, der Surflehrer und das Surfbrett inklusive. Die An- und Abreise kommt bei den 2 Stunden on top, sodass man wirklich 2 Stunden mit seinem Privatlehrer surfen kann. Der beste Lehrer ist übrigens JoJo ? . Wir waren insgesamt 6 Nächte in General Luna. Unseren 1. Tag verbrachten wir nur am Strand.

Wir waren plantschen, essen, die Gegend erkunden und nach einem Roller sowie Surflehrer für die nächsten Tage schauen.

Auch entdeckten wir eine Kokosnussöl-„Fabrik“. Diese Kokosnüsse stammten nur von 1 Tag.

Und am Abend probierte Philipp noch sein 1. HaloHalo. Dies ist eine besonders beliebte Süßspeise in den Philippinen, die aus viel Götterspeise und Kondensmilch besteht.

Am nächsten Tag gingen wir gleich früh zum Surfen. Wir wollten die Gelegenheit nutzen und keine Zeit verschwenden. Unser Kurs startete gegen 8:00 Uhr und wir hatten beide unseren Privatlehrer. Wir fuhren zum Secrete Spot, wanderten mit den riesigen Brettern etwas durch den Wald und kamen schließlich am Meer an. Hier sollen nicht ganz so viele Leute sein wie an Cloud 9 und die Wellen seien für Anfänger besser. An Cloud 9 sind die Wellen stärker, das Zurückpaddeln dadurch umso schwerer. Wir bekamen eine kleine Einweisung am Strand, dehnten uns und dann ging es ab ins Wasser. Wir hatten sehr lange Surfbretter, denn umso länger das Brett, umso einfacher ist es.

Das Brett war an unserem Fuß befestigt, sodass es nicht wegtreiben kann. Als erstes mussten wir auf dem Brett liegend versuchen etwas nach draußen auf das Meer hinaus zu paddeln. Das klingt echt einfacher als es ist. Wenn eine Welle im Anmarsch ist, muss mit den Armen ganz schnell Richtung Strand gepaddelt werden und an einem gewissen Punkt muss man aufstehen. Ein sicherer Stand muss dann wie beim Snowboardfahren ausbalanciert werden. Beine schulterbreit mittig aufs Brett stellen, Blickrichtung zum Strand, 30 Grad nach rechts oder links und versuchen so lange wie möglich oben zu bleiben. Eigentlich ist es gar nicht so schwer. Doch der schwerste Punkt an allem ist der vermeintlich einfachste. Das Anpaddeln, um die entsprechende Geschwindigkeit zu erreichen. Dafür hilft der Surflehrer am Anfang ganz gut und schubst einen an, damit man genug Schwung hat. Die 2 Stunden vergingen echt wie im Flug und die Anstrengung merkt man hauptsächlich erst hinterher, bzw. am nächsten Tag. Wir gaben volle 2 Stunden unser Bestes und als wir fertig waren, bekamen wir als Belohnung sogar eine frisch von der Palme gepflückte Kokosnuss. Was für ein genialer Vormittag! Danach fuhren wir mit den Rollern zurück und waren happy, dass wir uns doch so gut geschlagen haben. Wir buchten gleich eine neue Stunde für den nächsten Tag, da soll aber 6:00 Uhr schon Abfahrt sein.

Da wir gegen Mittag zurück waren, wollten wir an dem angebrochenen Tag noch etwas machen. Wir liehen uns einen Roller aus und fuhren zu den knapp 40 km entfernten Magpupungko Tidal Lagoons. Dies sind wunderschöne natural Pools, welche am Nachmittag, zur Ebbe, richtig gut zu sehen sind. Für einen kleinen Eintrittspreis kann man sich hier ganz gut die Zeit vertreiben. Der Platz ist hervorragend zum Entspannen, Schwimmen, Rumalbern, Wellenbeobachten und ins Wasser springen.

Nach 1 bis 2 Stunden packten wir dann unsere Sachen und fuhren wieder zurück, Richtung General Luna.

Am nächsten Morgen gingen wir nochmals surfen, aber diesmal war schon 6:00 Uhr Abfahrt. Wir hatten auch dieses Mal wieder viel Spaß, aber Philipp konnte wegen seiner Schulter leider nur 1 h statt 2 h surfen. Aber dafür konnte er mir dann noch 1 h zuschauen und sehen, wie geborene Profis auf den Wellen reiten *hust*.

Als wir vom Surfen zurück kamen, verschwendeten wir nicht viel Zeit. Wir holten uns wieder einen Roller und fuhren nochmal in die gleiche Richtung wie am Tag zuvor. Denn hier auf dem Weg sahen wir noch ein paar ganz besondere Fotospots. Wir entdeckten einen Palmenwald, welcher uns als Kulisse nur so ins Auge sprang!

Wir mussten die ganze Zeit aufpassen, dass uns keine Kokosnuss auf den Kopf fällt, denn das kann bei der Höhe echt böse ausgehen… .

Uns überraschten in dieser Gegend nicht nur die tollen Palmen, sondern es gab auch ein paar Tiere zu beobachten. Eine Sau hatte ein paar kleine frische Ferkel geboren, welche gern mit der Kamera spielten und ein paar Büffel nahmen ihr Bad im See nebenan.

Wir hielten uns ewig hier auf und hätten noch viel länger bleiben können. Nach einer kleinen Fotosession ging es dann weiter auf dem Zweirad, hin zum nächsten Fotospot. Denn direkt an der Straße hatten wir einen hervorragenden Blick über den nächsten Palmenwald.

Die Palme gehört übrigens zu den wichtigsten Pflanzen in den Philippinen! Aus ihr kann so viel hergestellt werden. Die Blätter werden für Dächer genutzt, die Nüsse als Nahrungsmittel oder um Öl zu machen, der Stamm zum Häuser- und Gartenbau. Es gibt noch unzählig viele andere Verwendungszwecke und die Philippinos sind auch sehr stolz auf ihre vielen Palmen!

Nach den Palmenwäldern stand für uns eine ganz besondere Tour auf dem Plan. Wir bekamen den Tipp eine Tour durch die Tayang Ban Cave zu unternehmen. Diese Höhle ist erst vor 2 Jahren entdeckt wurden und ein ziemlich beliebtes Ausflugsziel auf Siargao Island. Wir waren zur Zeit der Flut da, was die Begehung der Höhle etwas schwieriger gestaltet. Am Eingang der Höhle bezahlten wir unseren Eintritt, bekamen einen kostenlosen Tourguide (Trinkgeld ist hier natürlich vorprogrammiert ? !) und den Hinweis zu hören: „Ihr könntet etwas nass werden“. Tja, aus etwas wurde komplett, aus einer einfachen Begehung wurde ein ziemlicher Sportsakt. Da uns gesagt wurde nehmt die Kamera lieber nicht mit, was auch wirklich gut so war, haben wir leider keine Bilder. Aber wir sind durch eine Tropfsteinhöhle gewandert, die komplett mit Wasser volllaufen kann. Als wir dort waren, standen wir bis zum Hals im Wasser, mussten unseren kompletten Laufweg im Wasser ertasten, uns an Bambusstangen entlanghangeln, gegen die Strömung ankämpfen und sehr vorsichtig sein nicht abzurutschen. Aber es war einfach mal sowas von genial! Es hat so viel Spaß gemacht! Es war echt anstrengend, aber wir würden die Begehung immer wieder zur Zeit der Flut machen. Es war so ein geniales Abenteuer!

Nach dieser halben Stunde Adventure fuhren wir weiter, wir wollten mal schauen, ob die Sugba Lagoon wirklich geschlossen hatte. In Del Carmen angekommen stellten wir fest, dass die Sugba Lagoon wirklich ein paar Wochen wegen Renovierungsarbeiten geschlossen hatte. Anstatt dessen hatten wir aber eine nette Unterhaltung in dem Informationszentrum von Del Carmen, sahen das größte ausgestopfte Krokodil was in der Gegend gefunden wurde und lernten etwas über die Gegend. Als wir dann weiter fuhren, sahen wir eine recht große Ansammlung von Männern und viele Mopeds sowie Tricycles. Ich sagte zu Philipp: „Halt mal an, da ist irgendetwas. Das muss interessant sein!“ Wir hielten an und sahen, dass die Männer Hähne auf dem Arm hielten, manche tot, manche lebendig. Wir waren hier richtig! Seit fast 3 Wochen waren wir nun auf der Suche nach einem Hahnenkampf in den Philippinen. Hier war er! Unser erster Hahnenkampf sollte starten. Wir zahlten 20 Pesus p. P. Eintritt und sahen die Show unseres Lebens ? . Aus Bananenwedeln wurde eine Arena gebaut, im Kreis rings herum saßen viele Männer und in der Mitte war ein kleines Schlachtfeld zu sehen. Hier sollten heute Hahnenkämpfe stattfinden. Und da ging es auch schon los. Durch den Eingang kamen 2 Männer mit jeweils einem Hahn auf dem Arm. Sie trugen ihre Tiere herein wie Goldbarren. Und auf einmal schrien alle Männer wie wild über die Arena welchen Wetteinsatz sie bringen, wedelten mit Geld und suchten ihren Wettpartner. Die Deals wurden abgeschlossen und dann ging es auch schon los. Die Männer mit den Hähnen standen sich gegenüber. Die Hähne wurden gegenseitig wild gemacht, indem die Männer sie veranlassten sich kontrolliert gegenseitig in den Hals zu picken.

Dann ging jeder Mann mit seinem Hahn auf eine Seite, legte das Messer am Fuß des Hahnes frei und es konnte los gehen.

Die Hähne mit den Messern an den Hinterfüßen wurden sich gegenüber gestellt und dann ging es los. Sie gingen voller Hass besessen aufeinander los, trafen sich in der Luft, kämpften auf dem Boden.

Das kann 1 Sekunde oder länger gehen, bis ein Hahn Tod ist. Sieht das der Ringrichter, nimmt er beide Hähne, stellt sie 3 mal auf und wenn 1 Hahn immer wieder liegen bleibt, steht der Gewinner fest.

Die Wettschulden werden eingelöst, der Gewinner bekommt Ruhm, Ehre, Geld und den toten Hahn und beide Männer verlassen mit den Hähnen den Ring. Wir schauten uns 3 Kämpfe an und dann war es auch genug für uns. Es war schon etwas brutal, aber wenn wir Hähnchen essen, werden die Tiere ja auch getötet. Ob den Schnitt nun ein Mensch oder ein Hahn auslöst, ist ja so gesehen auch egal. Wir fuhren mit dem Moped wieder zurück, ab in Richtung General Luna, denn unterwegs erhielten wir einen Anruf von unserem Freund Michael. Er ist ein Philippine, den wir auf dem Nachtschiff nach Siargao Island kennenlernten. Er lud uns zum Abendessen ein und wir waren mehr als nur überrascht als wir bei ihm ankamen. Michael und seine Frau haben vor 8 Monaten ein Baby bekommen, leben nun in Australien und seine Eltern aus General Luna bekamen ihr Enkelkind das erste Mal zu sehen. Als Willkommensparty wird für jedes Neugeborene ein Festmahl vorbereitet, das traditionelle Lechon. Das ist ein junges Schwein, welches 3 Stunden schön lecker am Spieß angebraten wird und dann mit anderen Leckereien verzehrt wird. Für uns war es eine große Ehre, dass er uns einlud und wir freuten uns schon sehr ihn nochmal in Australien sehen zu können. Denn leider musste er und seine Familie schon am nächsten Tag wieder abreisen.

Für uns startete der nächste Morgen auch schon etwas zeitiger. Unser letzter Tag auf Siargao sollte uns zu 4 verschiedenen umliegenden Inseln führen. Wir hatten ein Islandhopping geplant und mehr oder weniger pünktlich starteten wir mit noch 8 anderen Leuten um 7 Uhr unsere Tour.

Mit einem kleinen Boot fuhren wir erst einmal 2 Stunden zu der ersten Attraktion. Die Sohoto Cove stand auf dem Programm. Ein Naturschutzgebiet, in welchem Touren der besonderen Art angeboten werden. Wir waren 10 Leute. Für das Boot, welchen uns zu den 4 Inseln führte, bezahlten wir insgesamt 5000 Pesus. Für den Eintritt in die Sohoto Cove ebenfalls nochmal 5000 Pesus zusammen. Wir starteten an der Sohoto Cove mit 2 kleinen Booten.

Jedes Boot hatte 3 Guides mit sich. Warum so viele? Das fragten wir uns auch, aber das Geheimnis wurde schnell gelüftet. Angekommen an der 1. Attraktion sahen wir nichts, außer einen Felsen. „Das ist der Eingang zur Höhle. Ihr müsst nun unter dem Felsen durchtauchen, 2 Guides schieben euch und ihr müsst einfach nur die Luft anhalten, bis wir am anderen Ende des Felsens ankommen“ lautete die Erklärung. WAS?! Da drunter durchtauchen? Geführt von 2 Guides, die wir gerade kennengelernt haben, ohne Taucherbrille oder irgendeine Ahnung wo es hin geht? Puuuh …. Ok, wir sind ja hier, um etwas zu erleben. Wir wurden rechts und links festgehalten, auf 3 hieß es Luft anhalten und nach 8 Sekunden kamen wir auf der anderen Seite des Felsens heraus. Wow! Das war Adrenalin pur! Unser Leben lag in den Händen 2 anderer, die wir nicht kannten und wo uns auch keiner suchen würde. Aber es hat sich sowas von gelohnt! Das Wasser war hier so cool – durch das wenige Licht, was durch das Wasser von der anderen Seite des Felsens herein kam, sah es aus, als ob es fluoresziert. Es hatte aber tatsächlich nur durch die Reflexion so schön geleuchtet.

Es war einmalig. Wir verbrachten etwas Zeit in der Höhle und dann ging es wieder heraus. Natürlich über den gleichen Weg, wir mussten wieder tauchen. Wir krabbelten zurück in unsere Boote und weiter ging es zum nächsten Stopp. Wir kamen an eine Höhle, in der nun etwas geklettert werden musste. Es war ziemlich rutschig, Geländer gab es nicht so viele, aber immerhin hatten wir 1 Taschenlampe für 14 Personen ? . Es war echt so aufregend! Am Ende der Höhle gab es dann übrigens keinen normalen Ausgang. Der einzige Weg heraus ist es zu springen. Wir mussten 3 Meter in das Meer hinunter springen, was nicht allen von unserer Gruppe so leicht fiel. Aber wir waren es ja schon aus Anda gewohnt ? . Nach dem Sprung ins Kalte ging es auch schon weiter, wir stiegen nochmal um, in noch kleinere Boote. Nun hieß es für uns selber mit paddeln. Jeder ging in ein eigenes 2-Mann-Boot mit einem Bootsführer zusammen.

Wir mussten etwa 10 Minuten paddeln, bis wir an ein Quallenschutzgebiet kamen. Hier werden Quallen in ihrem natürlichen Lebensraum geschützt, um die Population aufrecht zu erhalten. Die Köpfe der Quallen waren etwa 10 cm im Durchmesser und die ganze Qualle war etwa 20 cm lang. Die großen waren doppelt so groß. Wir konnten die Quallen vorsichtig anfassen, aber ACHTUNG! Nicht aus dem Wasser heben!

Nach etwas Spielerei ging es zurück, zurück mit den Paddelbooten, zurück mit den 5er Booten, ab in unser ursprüngliches Boot mit welchem wir zur Sohoto Cove überhaupt kamen. Es war ein toller Spot hier, wir haben echt viel erlebt und keiner von uns hatte zuvor so viel Action erwartet ? !

Wir fuhren mit unserem Boot wieder 1,5 h in Richtung General Luna. Mitten im Meer machten wir dann halt, die Nacked Island lag vor uns.

Eine recht kleine Sandinsel, welche wirklich aus fast nichts außer Sand besteht. Die einzige Vegetation sind 2 kleine Palme, ein paar Grashalme und eine Kokosnuss, aus der mal eine Palme werden will.

Die Insel hatte irgendwie etwas Magisches! Es sah so schön aus. Der perfekt ausgerichtete Baumstamm bot sich auch gut für ein Foto an und nach etwa 30 Minuten auf der Insel fuhren wir weiter, ab zur nächsten Insel. Denn ohne Schatten wird es hier ganz schön heiß … .

Unser Boot führte uns zur Insel Daku.

Eine etwas touristischere Insel, auf der ein paar Holzhäuschen und Restaurants für die Touristen vom Islandhopping warten.

Zur Unterhaltung gab es auch eine Slagline an der wir uns versuchten und auch vor Plamen machten wir nicht halt! Bis zur Kokosnuss kam ich zwar nicht, aber die paar Meter waren schon ein Erfolg für mich ? .

Nach einem Kaffee und ein paar sportlichen Übungen ging es weiter, auf zur letzten Insel für heute.

Guyam beeindruckte uns schließlich mit seiner Ruhe und Gelassenheit. Wir hatten die Möglichkeit ein tolles Gruppenfoto zu schießen und schließlich den Sonnenuntergang zu genießen.

Die Abendröte auf einer einsamen Insel – was für eine Traumatmosphäre … !

Doch bevor es ganz dunkel wurde kehrten wir zurück, das Boot darf bei völliger Dunkelheit nämlich nicht fahren. Entspannt, geflasht von den tollen Eindrücken und voller Freude kamen wir an den Strand von General Luna zurück. Wir genossen unseren letzten Abend auf Siargao mit philippinischem Essen am Markt von General Luna und machten uns dann auf, um unser Gepäck für den morgigen Tag zu packen.

Wir verließen Siargao schließlich wieder mit der Fähre für 100 Pesus pro Person. Dann fuhren wir mit einem Tricycle zu einem Bus bzw. Minivan, um nach Donsol zu gelangen. In Donsol kann man nämlich mit Walhaien schwimmen und das stand ganz oben auf Philipps Bucketlist. Mit 11 verschiedenen Verkehrsmitteln reisten wir etwa 36 Stunden, um von General Luna nach Donsol zu gelangen. Es war eine sehr anstrengende Weiterreise, aber es gab auch nicht wirklich einfacherer Möglichkeiten. Das Flugzeug schlossen wir nämlich wegen des Vulkans Mayon aus, denn einige Flüge wurden wegen des Ausbruchs zurecht gestrichen. In Donsol werden die Walhaie nicht angefüttert, entweder man hat Glück oder Pech welche zu sehen. Da die Walsaison leider erst startete, hatten wir kurz gesagt Pech. Wir sahen keinen Walhai, schipperten 3 Stunden für 1000 Pesus pro Person vergebens auf dem Wasser herum, aber so ist das nun mal. Die Natur macht was sie will. Und wenn man die Fütterung der Walhaie nicht unterstützen möchte, was keiner unterstützen sollte, dann muss man etwas mehr Zeit und Geld mitbringen. Tja, aber Zeit hatten wir nicht mehr, wir hatten nur 1 Chance Walhaie zu sehen, leider gab es keine und wir mussten weiterreisen. Ab auf direktem Weg zurück nach Manila. Denn von dort aus ging am 14. Februar 2018 unser Flug raus aus den Philippinen, hin zum roten Kontinent. Welcher das ist? Findet es selbst auf unserem nächsten Bericht heraus ? !

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