Bangkok

 

 

 

Bangkok, kurz BKK, ist die Hauptstadt Thailands und internationales Drehkreuz für viele Flugzeuge sowie nationale Anlaufstelle, um in alle Teile des Landes zu gelangen. Auch wir landeten in BKK, bereisten zunächst den Süden Thailands und kamen nochmal zurück nach BKK, um dann weiter in den Norden des Landes zu machen.

Auf unserem Zwischenstopp in BKK stand an oberster Stelle Philipps MacBook reparieren zu lassen. Denn obwohl der Laptop im Süden kaputt ging, konnten wir kein Geschäft ausfindig machen, welches uns helfen konnte und wir wurden immer nach BKK verwiesen, um eine Reparatur durchführen zu lassen.

Für die Thailänder stand aber eine ganz andere Sache an erster Stelle. Denn während unseres Aufenthaltes in BKK sollte die Trauerzeremonie für den verstorbenen König Bhumibol Adulyadej stattfinden.

Der bis dahin am längsten amtierende Monarch aller Zeiten ist vor einem Jahr, nämlich am 13.10.2016 im Alter von 88 Jahren verstorben. Er regierte ab 1950 und so wie es die Tradition verlangt, wurde er nun 1 Jahr später eingeäschert. Die ganze Stadt war im Ausnahmezustand. 30 Königsfamilien kamen zu Gast, um ihre Anteilnahme zum größten Staatsbegräbnis aller Zeiten auszudrücken. Der König konnte nun, am 26.10.2017 seine Ruhe finden. Währen dem einen Jahr befand sich der Leichnam des Königs im Grand Palace und 13 Millionen Menschen kamen an seinen Sarg, um sich zu verabschieden. Das Land und viele weitere Nationen waren und sind in tiefster Trauer. Ein Jahr lang waren alle Angestellten im öffentlichen Dienst verpflichtet schwarz zu tragen und viele weitere Trauernde taten es ihnen gleich. Am 26.10.2017 gab es schließlich einen Dresscode. Alle hatten lange schwarze Sachen zu tragen und auch die Touristen waren dazu aufgefordert sich so zu kleiden und nicht aufzufallen. Überall im Zentrum Bangkoks standen die Menschen reihenweise an, um an verschiedensten Stellen zu beten und Abschied zu nehmen.

Versorgt wurden sie mit kostenlosem Essen, Trinken, Süßspeisen, Fächern und vielem mehr.

An vielen Orten wurden Blumenkränze und Gestecke niedergelegt. Für umgerechnet 1 bis 2 Euro konnte man hier schon besonders schöne Kränze erlangen, sodass auch wirklich jeder Thailänder die Möglichkeit hatte die Blumen zu erwerben.

An mehreren großen Plätzen, in allen Metrostationen, in Kaufhäusern und vielen weiteren Gebäuden waren große Bilder des verstorbenen Königs zu finden, um ihm Ehre zu erweisen, den Menschen einen Platz zum Abschied nehmen zu geben und seinen Antlitz nochmal in Erinnerung zu rufen.

Die Metro und einige Busse sind kostenlos gefahren, um die Menschen in die Stadt zu transportieren, sodass jeder die Möglichkeit hat an der Zeremonie teilzunehmen. Unzählig viele freiwillige Helfer standen parat und haben die ganze Organisation der Zeremonie begleitet, die Menschen versorgt, Straßen abgesperrt, erste Hilfe geleistet und vieles mehr. Das Land hat gezeigt, wie stark es trauert und was Zusammenhalt heißt. Es war für uns eine besondere Möglichkeit das Land und die Leute kennenzulernen. Wir wurden ebenso hier sehr freundlich empfangen, uns wurde Hilfe angeboten, um uns in der Menschenmasse zurechtzufinden und auch wir erhielten Speis und Trank. Hier wurde nicht unterschieden, ob man ein schon lange Zeit trauernder Thailänder ist, oder ein Tourist, der gerade zufällig im Land ist und ebenso seine Anteilnahme aussprechen möchte. Wie immer wurden wir also auch hier herzlichst empfangen, was einen besonders glücklich macht!

 

Doch nun zurück zu der Stadt Bangkok. Da wir nun zur Zeit des Staatsbegräbnisses hier waren, waren einige Sehenswürdigkeiten geschlossen. So besuchten wir „nur“ den Wat Traimit Wittayaram und den Wat Pho. Achtung! Bei beiden muss man mindestens knielange Kleidung tragen und Schultern sowie Ausschnitt bedecken! Der Wat Traimit Wittayaram ist nicht so groß, aber dennoch mit seinen goldenen Verzierungen und seiner großen Statue in der Mitte sehenswert! Der Eintrittspreis beträgt 40 Baht.

Der Wat Pho trägt den offiziellen Namen Wat Phra Chettuphon Wimon Mangkhalaram Ratchaworamahawihan. Wir waren ganz froh, dass der Tempel aber als Wat Pho, abgeleitet von seinem historischen Namen Wat Photharam, bekannt ist 😉 . Dies ist ein königlicher Tempel erster Klasse und hat einiges zu bieten.

Bekannt ist er durch seine Statue „der liegende Buddha“, welcher 46 Meter lang und 15 Meter hoch ist.

Der Tempel ist eines der wichtigsten kulturellen und geschichtlichen Bauwerke des Landes. In ihm wird ebenso die traditionelle thailändische Medizin und Thai-Massage bewahrt sowie verbreitet. Hier kann die Thai-Massage gelernt werden oder man kann sich massieren lassen. Im Tempel befinden sich an mehreren Stellen Wandgemälde, die thailändische Poesie, Abhandlungen über traditionelle Heilkunst und Massage, Botanik, Astrologie, Kriegskunst, Geschichte und Religion beinhalten, sowie die um 1832 bestehenden thailändischen Provinzen und religiösen Einrichtungen des Landes auflisten. Diese waren seit anher der Öffentlichkeit zugänglich und der Palast gilt so als Thailands erste offene Universität. Seit 2011 gilt dieses Archiv auch als Weltdokumentenerbe der UNESCO. Wer sich also in Bangkok befindet, muss unbedingt hier her kommen!

Zwischen den einzelnen Attraktionen kann man ganz bequem mit dem Bus, dem Wassertaxi, der Metro, dem Tuk Tuk oder normalen Taxen pendeln. Aber auch zu Fuß ist einiges zu erreichen. Wir fuhren hauptsächlich mit dem Bus oder der Metro. Der Bus ist in der Regel das günstigste Verkehrsmittel, aber der Busfahrplan ist schwerer zu verstehen, als der Metroplan. Bei Bussen gibt es noch preisliche Unterschiede, ob man einfache Busse mit Holzboden oder bessere Busse mit Aircondition nimmt.

Ansonsten haben wir Bangkok nicht durch seine Sehenswürdigkeiten, sondern durch seine kleinen Gassen abseits vom Zentrum und sein vieles leckeres Essen kennengelernt.

Wir haben 4 Tage in Bangkok Zeit gehabt und sind davon 2 Tage einfach nur ziellos durch die Gegend gelaufen – eine der aufregendsten Zeiten in Thailand 😉 !

Wir sind für 9 Baht p. P mit einem Boot über den Fluss geheizt, haben Schneidereien, Schlossereien, Obst- und Gemüsemärkte für den Großhandel und vieles mehr entdeckt.

Auf unserem Weg kreuze uns in der Backpackerstadt kaum ein Tourist und es war sehr spannend zu sehen, wo sich einige Fabriken befinden, von denen vielleicht auch wir unsere Kleidung bekommen.

Wer etwas Zeit in Bangkok hat sollte also auch einfach mal durch die Gegend laufen, nicht schauen wo er hin läuft und die Stadt mit ihren Facetten genießen 😉 !

Frittiert gibt es hier grundsätzlich alles. Ob es Süßkartoffeln, Hähnchen, Bananen oder andere Leckereien sind.

Essen und Trinken wird einem oft auch in Plastetüten überreicht, was zunächst gewöhnungsbedürftig ist.

Am liebsten haben wir uns aber ganz viel Obst gekauft, geschnitten und für einen Snack für unterwegs mitgenommen.

Aber um die Süßspeisen kamen wir trotzdem nicht Drumherum 😉 !

Und zum Abendessen gab es meistens Pad Thai, Frühlingsrollen, Curry und Reis.

 

Auch wenn es uns etwas schwer fiel, am 27.10.2017 stiegen wir dann früh in den Zug ein, verließen BKK und fuhren Los in Richtung Norden, genauer gesagt nach Chiang Mai.

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