Der Süden Thailands

Der Süden Thailands ist geprägt von unzählig vielen schönen Stränden, Inseln und Landschaftsabschnitten. Besonders bekannt ist Phuket und Phi Phi Island mit der naheliegenden Maya Bay. Doch Thailand hat einiges mehr zu bieten! Wir konnten uns gar nicht wirklich entscheiden, wo es bei uns hingehen sollte. Auf alle Fälle nicht dahin, wo alle hin reisen und irgendwohin, wo das Wetter zum Ende der Regenzeit, nämlich Mitte Oktober, gut sein soll.

 

Nach langem Hin und Her und einigen Recherchen kamen wir auf die Insel Koh Lanta. Dies ist eine relativ große Insel an der Westküste Thailands. Die kommenden Tage sollte hier kein Regen und kein großer Sturm sein. Der Wind sollte stetig geringer werden. Das bestätigte unsere Idee auf diese Insel zu machen und so suchten wir uns am Flughafen heraus, wie wir dort hin kommen und buchten ein Hotel. Ein eigener gemauerter Bungalow, mit Bad, Ventilator, Pool und direkt am Strand für nur 6 € die Nacht (für uns beide!). Perfekt – das ist unsere Unterkunft – zack, gebucht 😉 !

Von BKK aus wollten wir nun mit dem Bus auf die Insel kommen. Der Bus fährt etwa 12 Stunden bis nach Krabi. Danach muss in einen Mini-Van umgestiegen werden. In BKK selbst bucht man aber erst einmal nur den großen Bus, um bis nach Krabi zu kommen. Da wir nicht mitten in der Nacht in Krabi ankommen wollten, entschieden wir uns noch bis kurz nach dem Mittag auf dem Flughafen zu bleiben, dann mit einer Art Linienbus zum Southern Busterminal zu fahren (1 Mal muss man an der Khao San Road umsteigen) und dann gegen Abend mit dem großen Bus nach Krabi zu fahren. Am Busbahnhof kauft man sich seine Tickets. Dabei kann man sich zwischen verschiedenen Klassen entschieden: VIP, 1. Klasse, 2. Klasse. Wir nahmen die 1. Klasse und fuhren dann für 575 Baht (derzeit: 1 € = 39 Baht) um 18:30 Uhr los nach Krabi. Der Ticketkauf, die Suche des Busses und alles was man sonst noch erledigen muss ist hier absolut einfach und schnell. Die Leute sprechen hier englisch oder haben zumindest immer eine Idee, wie sie weiterhelfen können (Übersetzer-App, Hände und Füße, Zeichnungen). Unser Bus war schließlich super! Wir bekamen einen Snack zu essen, jeder eine Flasche Wasser, neue verpackte Decken, Feuchttücher nach dem Essen, hatten eine Toilette an Board, und alles war sauber und nichts klapperte (was hier nicht immer so sein muss). Nachts konnte man gut schlafen und früh kam man dann frisch und munter in Krabi an. Hier sollte unsere Reise weitergehen. Für 400 Baht pro Person fuhren wir nochmal knapp 3 Stunden mit dem Mini-Van zu unserem Hotel. Hier stellte sich übrigens heraus, … naaaaa … dass wirklich alles so war, wie beschrieben und auf den Bildern abgebildet 😉 Jackpot!

Wir gingen gleich am ersten Tag noch an den Strand, genossen den Sonnenuntergang und aßen typisch thailändisch zum Abendbrot.

Aber von wegen Brot! Hier gibt es sooo lecker schmecker Essen, dass wir uns gar nicht entscheiden konnten, was wir als erstes nehmen sollten. Die Wahl fiel auf Pad Thai – das Nationalgericht Thailands. Ebenso gab es gebratenen Reis mit Gemüse und Hühnchen und Papayasalat – mmmm ist das lecker!

Übrigens kleiner Tipp, das Restaurant „French Backery“ macht wirklich das beste thailändische Essen, was wir gegessen haben. Auf Koh Lanta war es zusätzlich noch das günstigste (ca. 60 Baht pro Portion) und hatte die größten Portionen. Eigentlich wollten wir hier nicht her, weil wir ja zu einem typischen Restaurant mit thailändischen Köchen wollten. Aber irgendwie sind wir hier hängen geblieben. Und Überraschung, das Essen wird ausschließlich von einer Thailänderin gemacht. Bestellt man hier Pizza ist aber der Franzose der Chefkoch. Also alles richtig gemacht – thailändische Köchin, super Essen, tolle Lage und klasse Atmosphäre.

 

Am nächsten Tag entschieden wir uns einen Roller zu leihen und die Insel zu erkunden. Ein Tag hat uns 170 Baht zzgl. Sprit gekostet, also ca. 4,50€. So entschlossen wir uns gleich den Roller 3 Tage zu leihen, um wirklich alles hier erkunden zu können. Wir haben uns übrigens einen Roller zusammen genommen, was für mich sehr entspannt war. Ich konnte die Umgebung genießen und musste mich nicht auf den hier herrschenden Linksverkehr konzentrieren. Oft leiht sich hier jeder einen eigenen Roller aus. Das ist aber gar nicht nötig, denn so lange Fahrten sind es eh nicht, um richtig rum zu heizen 😉 .

Unsere erste Tour führte uns an die Ostküste Koh Lantas. Ein Zwischenstopp erfolgte an der Mai Kaeo Cave. Hier kann man eine Tour in eine Höhle machen, die etwa 1,5 Stunden dauert und nur mit festem Schuhwerk zu empfehlen ist. Wir haben die Tour nicht gemacht, da wir nicht gelesen haben, dass man diese Höhle gesehen haben muss und wir auch keine Lust auf Klamotten umziehen hatten. Die beiden Deutschen, die aber gerade von der Tour zurück kamen, fanden das ganze nicht schlecht, ein tolles Erlebnis, nicht mit hellen Sachen und nur mit festem Schuhwerk. Es muss durch Felsspalten gekrochen und durch hohe Flüsse durchgelaufen werden. Wir fuhren also weiter in Richtung Lanta Town. Dieses kleine Städtchen ist wirklich schnuckelig, hat viele Restaurants, Souvenirshops und liegt direkt am Wasser. Wir holten uns einen Passionsfruchtshake und einen Drachenfruchtshake und bestellten uns ebenso ein ausgiebiges Mittag. Damit die Wartezeit auf das Essen schneller vergeht, kann man hier auch schaukeln 😉 .

Danach ging es weiter Richtung Süden. Die Wege hier sind super befahrbar und der Verkehr ist nicht all zu stark, was aber auch daran liegen kann, dass die Saison noch nicht begonnen hat. Ganz im Süden, am Ende des Weges gibt es noch eine tolle Unterkunft, Pirates Paradies, welche man sich auf jeden Fall mal anschauen kann. Einfach traumhaft!

Ansonsten hat die Ostseite keine Strände zu bieten, was aber nicht weiter stört. Auf unserem Rückweg kamen wir noch vorbei an einer Elefantenreitstation. Da die Tiere aber in der Regel sehr gequält werden, damit sie Touristen durch die Gegend kutschieren, verzichteten wir lieber auf diese Attraktion. Auch wenn es sehr verlockend klingt was man mit den Tieren erleben kann, ist das halt einfach nicht ihr natürliches Verhalten. Und um das mit sich machen zu lassen, müssen sie einige Strapazen ertragen und geben sich schließlich geschlagen. Auch am Abend aßen wir natürlich wieder typisch thailändisch und auch diesmal wieder in der French Backery.

 

Unser 2. Tag auf dem Moped und somit 3. Tag auf Koh Lanta führte uns an der Westküste der Insel entlang. Unser Ziel war der Mu Koh Lanta National Park. Hier soll der schönste Strand der Insel sein und auch wir wollten den natürlich sehen 😉 . Kurz vor dem Ziel sahen wir vor uns ein Pärchen auf den Moped, wobei die Frau, die hinten drauf saß, enorm mit ihrem Rucksack gewackelt hat und wild um sich geschlagen hat. Wir wunderten uns, fuhren näher ran und sahen, dass bei ihr ein Affe auf dem Rücken saß, den sie abschütteln wollte. Oh mein Gott! Meine Alarmstufen stellten sich auf ROT! Seit China habe ich so eine Angst vor Affen … . Naja, Philipp wie immer ganz locker geblieben, fährt entspannt an dem Pärchen und einer Affenfamilie vorbei. Kurz vor dem Naturschutzgebiet kam dann auch ein Häuschen, an dem wir 200 Baht pro Person und 20 Baht für den Roller Eintritt zahlen mussten. Der Kassierer deutete noch auf das Schild „Beware of the monkeys“ hin und ließ uns die Grenze passieren. Ich war natürlich schön ängstlich und hatte sowas von keine Lust an einen Strand zu gehen, wo ich ständig aufpassen muss, dass mich die Affen in Ruhe lassen. Aber was solls, das wird schon irgendwie… . An der Touristeninfo erkundigten wir uns was wir bei einem Affenangriff machen können. „Werft einen Stein in ihre Richtung, dann hauen die schon ab.“ Na wenn das so einfach ist… . Die Affen waren schließlich wirklich ganz ok.

Ja, man muss aufpassen, dass man sein Zeug nicht einfach rumliegen lässt und ja, besonders rascheln sollte man auch nicht mit Plastikbeuteln oder -verpackungen. Aber der Strand war natürlich wunderschön. Ein paar Steine hier und da, aber das stört nicht groß. Auch kann man hier in dem Gebiet auf eine Aussichtsplattform oder eine Wanderroute (2 km) bestreiten.

Nach etwa 4 Stunden schwangen wir uns wieder auf den Roller, fuhren in ein Restaurant, aßen kurz was und nahmen Fährte zu einem Wasserfall auf. Wir stellten das Moped ab, liefen etwa 20 Minuten durch einen dschungelartigen Wald und kamen schließlich an einem wunderschönen Wasserfall an. Die Tour hier her kann man geführt oder auf eigenen Faust unternehmen, wir wollten uns natürlich selbst als Guide ausprobieren. Unser Ziel war einfach der Wahnsinn. Ein wunderschöner Wasserfall, welcher ganz klares, kaltes Wasser führte. In der Trockenzeit sollen hier übrigens nur ein paar Tropfen fließen, wo es fraglich ist, ob sich der Ausflug lohnt. Nach einer kleinen Badepause ging es zurück zum Roller und wieder ab zur French Backery 😉 .

 

Unser letzter Rollertag war geplant, um einige Strände an der Westseite der Insel abzuklappern. Jeder Strand hier hat seine eigenen Vorzüge, welche es zu erkunden gilt – Relaxing pur 😉 .

 

Unser 5. Tag auf der Insel war unser Abreisetag. Früh um 8:30 Uhr wollten wir los, um einen weiteren Strand nahe Krabi zu bereisen. Normalerweise wollten wir noch ein paar Inseln ansteuern, aber da Philipps Laptop kaputt ging, mussten wir wieder in Richtung BKK aufbrechen um ihn reparieren zu lassen. Das war aber nicht schlimm, denn so blieb uns noch genug Zeit für den Norden des Landes. Also suchten wir nach einem schönen Strand, der auf dem Weg vom Koh Lanta nach BKK liegt und leicht zu erreichen ist. Wir lasen etwas von Railay Beach-bekannt durch James Bond. Der Strand ist nur mit dem Longboat zu erreichen und etwas teuer bezüglich Unterkünften.

Philipp fand schließlich heraus, dass direkt nebenan der Tonsai Beach sein soll und beide nur durch einen kleinen Felsen getrennt sind, welcher schnell zu überwinden sei. Wir entschieden uns schließlich diesen Tonsai Strand anzusteuern und kamen für 450 Baht p.P. zum Tonsai. Unsere Unterkunft für 20 € pro Nacht im Doppelzimmer war der Hammer! Im Vergleich zu den anderen Unterkünften hier auf dem Landabschnitt kam es einem vor, wie in einem 5 Sterne Luxusresort. Direkt am Strand, top gepflegt, mit Bar und Restaurant, Klettermöglichkeiten unmittelbar nebenan, Kayakverleih und vielem mehr fühlten wir uns wie im Himmel auf Erden. Der Tonsai Beach ist noch ein kleiner Geheimtipp. Denn während sich am Railay Beach die Touristen tummeln, ist es am Tonsai recht leer und entspannt. Man sollte sich auf jeden Fall einen halben Tag ein Kayak ausleihen und die umliegenden Küsten erkunden.

Hierbei entdeckt man Felsformationen, die nicht zu erahnen sind. Ein auch sehr beliebtes Ausflugsziel ist die Penishöhle, welche ebenso eine Stätte zum Beten und für Opfergaben ist.

Mit dem Kayak kann man in den 4 Stunden wirklich alles entspannt abfahren und schön klare Wasserabschnitte sehen. Abends lohnt es sich den Sonnenuntergang am Railay Beach zu genießen und ein paar Fotos zu schießen.

Denn so purpurrot wie der Himmel hier ist, kann man ihn selten sehen.

Wer gern klettert kann sich seine eigene Ausrüstung mitbringen, oder hier eine ausleihen. Und leckere Cocktails können sowohl am Tonsai als auch am Railay Beach geschlürft werden. Übrigens keine Angst, die Preise sind hier nicht so überteuert wie es zumeist geschrieben ist. Eine Mahlzeit Pad Thai oder gebratenen Reis mit Hühnchen und Gemüse bekommt man schon für 80 Baht (2€) und das in ganz vielen Restaurants 😉 . Nur wer Obst möchte sollte sich lieber welches mit her bringen.

Wir haben 2 Übernachtungen am Tonsai Beach gebucht und wenn wir unendlich lange Zeit hätten, wären wir bestimmt noch länger geblieben. Aber da das Visa nur 30 Tage gilt, wollten wir schließlich weiter. Noch am Strand buchten wir unsere Rückfahrt von Ao Nang nach BKK. Ao Nang ist der Ort, von dem aus die Busse nach BKK fahren. Vom Tonsai/ Railay nach Ao Nang muss man sich selbst um ein Longboat kümmern, was im Normalfall alle 15 bis 30 Minuten für 100 Baht p. P. fährt (800 Baht pro Boot und ab 8 Leuten fährt es los; umso mehr Leute, umso geringer der Preis). Doch in der Nebensaison sollte man nicht zu spät aufstehen. Unser Bus sollte 15:00 Uhr ab Ao Nang fahren. Mit dem Longboat fährt man 15 Minuten vom Tonsai nach Ao Nang. Wir überlegten gegen 13:00 Uhr ein Boot aufzusuchen. Die Ticketverkäufer für die Busse ab Ao Nang sagten uns wir sollen eher schon gegen 12:00 Uhr ein Boot nehmen, da sonst eventuell keines mehr voll wird und wir mehr zahlen müssen. Da die meisten Hotels hier 11:00 Uhr Check-out haben, gingen wir auch 11:00 Uhr los zum Strand, um ein Boot zu bekommen. Von weitem sahen wir ein paar Leute, die gerade auf ein Boot aufstiegen und wir beeilten uns diese zu fragen, ob sie nach Ao Nang fahren. Glück gehabt! Denn die erste Mitfahrerin wartete bereits seit 8:00 Uhr auf noch ein paar Personen die mitfahren, weil sie nicht alleine für sich 800 Baht zahlen wollte. In den mittlerweile knapp 4 Stunden kamen gerade einmal mit uns 7 Personen zusammen, um den Strandabschnitt zu verlassen. Also wer hier weg möchte, sollte wirklich nicht zu spät aufstehen, um noch pünktlich weg zu kommen und seinen Bus auf Ao Nang nicht zu verpassen und nicht mehr zahlen zu müssen.

Auf Ao Nang wurde uns übrigens ein VIP Bus nach BKK versprochen. WLAN, Aircondition, Essen, Trinken, Toilette – alles sollte dabei sein und das für 650 Baht p. P. . Wir freuten uns und buchten den Bus. Doch es stellte sich als große Lüge heraus. Egal was hier angeboten wird und zu welchen Preisen, es sind alles dieselben Busse ab Ao Nang, egal bei welchem Anbieter man bucht. Und es ist immer die unterste Klasse. Kein Essen, kein Trinken, Aircondition ja aber oft kaputt, Klo ging nicht, WLAN erst recht nicht. Der Bus war außen geklebt mit Klebeband und auch sonst klapperte und wackelte alles. Also lasst euch nicht auf solche Quatschereien ein und nehmt den Anbieter, der am günstigsten ist, denn auch für mehr Geld bekommt man ab Ao Nang keinen besseren Bus 😉 .

Unsere Fahrt ging über Nacht und am nächsten Tag kamen wir früh gegen 07:00 Uhr in BKK an der Khao San Road an.

Und hier in BKK konnten wir nun 4 volle Tage verbringen.

Und jeder, der mehr von unserer Zeit am Tonsai sehen möchte, kann sich gern unser Video auf YouTube anschauen 😉 !

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