Rarotonga

Die Südsee, der Himmel auf Erden, hat uns gerufen! Der schönste Fleck der Erde weltweit soll laut hören und sagen im Pazifik liegen. Und ganz klar, wenn wir schon auf einer Weltreise und am anderen Ende der Welt sind, dann wollen wir diesen Ort, besser gesagt diese Inseln natürlich auch kennen lernen. Wir entschieden uns als erstes die Cook Inseln und dann Französisch Polynesien anzusteuern. Die Cook Inseln gehören zu Neuseeland und Französisch Polynesien, wer hätte es gedacht, zu Frankreich. In den Cook Inseln wird mit der gleichen Währung wie in Neuseeland gezahlt, nur ein paar Sondermünzen sind hier zu finden. Und natürlich ist 1 € auch 1,7 Neuseeland Dollar wert.

 

Auf den Cook Inseln war unsere 1. Anlaufstelle Rarotonga. Hier her kamen wir mit einem großen Flugzeug aus Auckland, das sollte vorerst unser letztes großes Flugzeug für die nächsten 3 Wochen sein.

Begrüßt wurden wir mit den wunderschönen Worten „Kia Orana“ was zu deutsch heißt „Auf dass du lang lebst“.

Ein Musiker spielte am Flughafen eine tolle Melodie auf seiner Gitarre und die Frauen liefen mit ihren traditionellen Blumenkränzen auf dem Kopf herum. Die Cook Inseln liegen im Pazifik auf 2,25 Millionen km^2 verteilt. Dabei beträgt die Landfläche all ihrer Inseln gerade mal 240 km^2. Insgesamt leben hier 13.000 Menschen welche englisch und ihre eigene Maori Sprache sprechen. Seit 1965 sind sie von Neuseeland auch unabhängig und haben so ihr eigenes 25-köpfiges Parlament. Die Inselbewohner haben einen neuseeländischen Ausweis und auch sonst sind hier Banken, Marken und Geschäfte oft neuseeländischen Ursprungs. Für uns standen die beiden Inseln Rarotonga und Aitutaki auf dem Plan. Wir waren so gespannt was uns erwartete! Wir flogen am Montag den 14.Mai 2018 um 16:30 Uhr in Auckland los und kamen am Sonntag den 13.Mai 2018 um 22:30 Uhr in Rarotonga an. Total verrückt, wir sind in der Zeit um einen Tag zurück gereist! Der Flug war recht entspannt, außer dass wir zum Landen aufgrund des Sturms 2 Versuche brauchten 😀 . Nachdem wir durch die Passkontrolle gingen und unser Gepäck schon hatten hieß es warten. Warten auf unseren Abholservice, denn eigentlich haben wir einen Shuttle vom Flughafen zu unserer Unterkunft, dem Rarotonga Backpackers gebucht. Doch auch nachdem alle Gäste abgeholt wurden standen wir mit noch 4 anderen Gästen da und warteten. Den Besitzer des Rarotonga Backpackers erreichte keiner, es schien zwecklos zu sein. Wir wurden anscheinend vergessen, denn für uns wurde ein Taxi gerufen. Die Taxipreise sind hier recht hoch, pro Person sind 15 NZD zu zahlen, egal wo man hin möchte. Unser Shuttle vom Hotel aus hätte aber auch 10 NZD pro Person gekostet. Also fuhren wir mit dem Taxi los, aber so einfach war das gar nicht, denn 2 andere Gäste wurden laut Buchung zu einer falschen Unterkunft verwiesen. Diese nahmen wir dann erstmal mit zu unserer Unterkunft und wir regelten alles von hier aus. Das Büro der Unterkunft war 24:00 Uhr natürlich schon geschlossen, aber es gab hier an der Scheibe wenigstens noch eine andere Nummer die wir anrufen konnten. Der Taxifahrer wählte die Nummer und die Frau des Besitzers kam schnell vorbei. In der Eile bemerkte sie, dass es eine Überbuchung gibt, wir wurden erst einmal schnell geupgrated. WhuuuWhuuup!!! Upgrade! Wir hatten anstatt ein winziges Zimmer unsere eigene Hut, also unseren eigenen kleinen Strandbungalow. Es war echt der Hammer! Wir waren direkt am Strand, die Palmen wedelten über uns im Wind, die Hühner liefen gemütlich im Sand entlang und es war einfach da – DAS INSELFEELING!

Am nächsten Morgen erwachten wir mit der Sonne, es war angenehm war. Nicht heiß, aber warm. Wir bezahlten zuerst unsere Unterkunft (65 NZD pro Nach für uns beide) und dann holten wir uns einen Roller für den heutigen Tag bzw. die nächsten 24 Stunden. 32 NZD galt es zu löhnen, also etwa 18 €. Die Transportmöglichkeiten sind hier nicht gerade günstig, aber wenn wir schon auf den paradiesischen Inseln sind wollen wir auch die rund 30 km auf uns nehmen und die Insel umrunden.

Der günstigste Motorrollerverleiher ist übrigens Polynesian Rental mit einem grünen Schriftzug (17,5 NZD pro Tag), aber wir haben uns von der Werbung einer anderen Gesellschaft blenden lassen 😉 . Polynesian Rental gibt es übrigens direkt am Flughafen. Mit unserem Roller fühlten wir uns wieder so richtig frei, wir lieben es einfach auf einer Insel herum zu düsen. Es ist ein himmlisches Gefühl!

Und anders als wir zuvor lasen brauchten wir keinen extra Führerschein der Cookinseln. Unser Internationaler Führerschein hat auf Rarotonga vollkommen ausgereicht. Wir fuhren die Insel im Uhrzeigersinn ab und machten erst einmal Halt an der Landebahn am Flughafen. Die Flugzeuge fliegen hier so dicht über einen drüber, das ist der Wahnsinn! Eine kleine Maschine kam angeflogen, es war Adrenalin pur!

Weiter führte unser Weg zur Hauptstadt der Insel, nach Avarua. Hier checkten wir erst einmal ein paar Geschäfte und statteten dem größten Supermarkt der Insel einen Besuch ab. Dieser hat übrigens bis 18:30 Uhr geöffnet, wohingegen die Geschäfte sonst 15:00 Uhr ihre Türen schließen. Aber es gibt zum Glück auch andere kleine Läden welche länger oder sogar 24 Stunden auf haben und ein paar Snacks verkaufen. In dem großen Supermarkt gibt es wirklich alles zu kaufen, es ist aber etwas teurer als in Neuseeland zum Beispiel. Lebensmittel kosten so 1 Dollar mindestens mehr und Kosmetikartikel das Doppelte. Nudeln zum Beispiel kosten 1,5 NZD, Möhren pro Kilo 2 NZD, Mückenspray 10 NZD. Wer nicht unendlich viel Essen mit sich herum schleppen möchte kann also ganz entspannt hier einkaufen, denn fast alle Unterkünfte haben eine Kochmöglichkeit dabei. Wir fuhren dann weiter über den Norden der Insel zum Osten.

Hier befindet sich der Ort Muri, welcher einen wunderschönen Strand verbirgt. Das Wasser ist flach, die Windsurfer lieben es und auch zum Schnorcheln soll es nicht schlecht sein.

Wir hatten aber etwas Pech mit dem Wetter und gingen so nicht baden. Für einen schönen Spaziergang war es aber wunderbar.

Im Wasser stechen auch ein paar kleinere Inseln hervor zu welchen man fast ohne schwimmen über die Sandbänke rüber laufen kann.

Danach führte unser Weg weiter in den Süden der Insel, hier versuchten wir uns eine Kokosnuss vom Baum zu holen. Doch ohne Messer ist es zwecklos, die Nüsse hängen einfach zu fest dran.

Also suchten wir eben nach bereits herunter gefallenen Nüssen, die schmecken ja genauso gut 😉 . Bestückt mit 3 riesigen Kokosnüssen fuhren wir zu unserem Hotel im Westen der Insel, dort wurden die Heiligtümer erst einmal abgeliefert. Danach holten wir uns nur noch ein paar Zutaten für unser Abendessen und es wurde lecker geschlemmt. Unser Tag war zwar kein großes Abenteuer aber er war wunderschön! Die Insel bietet keine großen Attraktionen aber viele Möglichkeiten zum Relaxen. Wer sich sportlich bewegen möchte kann auf einen Berg der Insel steigen, welche zwischen 500 bis 600 Meter etwa hoch sind.

Auf dem Weg von Avarua über den Berg in den Süden soll es auch einen tollen Wasserfall geben in dem man dann auch baden kann. Wir aber waren dazu doch etwas zu faul (auch wenn der Weg nur 2,5 Stunden dauern soll), denn Neuseeland steckte uns doch noch in den Knochen. Da wir dort wirklich jeden Tag etwas anderes erlebten und machten tat uns die Erholung hier auf Rarotonga wirklich sehr gut.

 

Am nächsten Tag brachten wir unseren Roller zurück zum Verleih, fuhren mit der Dame vom Verleih zum Flughafen, nutzten dort die 30 min freies Internet pro Gerät aus und liefen dann nochmal zu der Landebahn der Flugzeuge. Heute wollten wir ein großes Flugzeug bei der Landung beobachten, von Auckland sollte eines ankommen. Mit uns warteten noch etwa 10 andere Touristen, es war ein großes Spektakel! Als das riesen Ding dann immer näher kam wurde uns ganz anders, es scheint als ob es genau in einen hinein fliegt. Wir schossen in den paar Sekunden als es über uns war einige Fotos und waren einfach nur voller Aufregung geladen! Hammer! Wirklich einfach nur genial!

Danach wollten wir noch ein Flugzeug beim Abflug beobachten, dafür hieß es nochmal 1,5 Stunden warten. Aber das war kein Problem, unsere Aufregung machte das Warten schnell weg. Am Zaun aufgestell schauten wir gespannt zu dem Flugzeug, es raste auf uns zu. Doch es hob schon so zeitig ab, dass es doch recht weit von uns entfernt war.

So schließen wir als Fazit, dass sich die Landung total lohnt, der Abflug aber hier auf der Insel eher weniger. Mittlerweile hatte es wie aus Eimern angefangen zu regnen, wir waren schön nass 😀 . Wir liefen schnell zurück zum Haus des Flughafens, hier waren wir wieder trocken. Wir warteten und warteten, dass der Regen aufhörte, aber es floss schön weiter. Den Bus, welcher hier im Stundentakt entweder im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn verkehrt (5 NZD pro Person egal wohin) konnten wir nicht erspähen und so fragten wir ein Pärchen welches mit ihrem Auto am Flughafen war. Die beiden nahmen uns zu unserer Unterkunft freundlicherweise auch gleich mit und fuhren sogar einen Umweg. Die beiden waren so freundlich und wir konnten unser 1. Gespräch über die Kultur und das Leben auf der Insel führen. Und zum Schluss noch das Highlight, wir gingen an diesem Abend nicht in unsere Beachhut, denn wir mussten noch einmal umziehen. Wir bekamen ein Upgrade zum Upgrade und hatten jetzt eine ganze Wohnung für uns, direkt am Wasser, wobei ja die Bungalows schon am Wasser waren. Aber das war direkt, wirklich schon fast im Wasser. Die Wellen rauschten so laut, wir mussten sogar die Fester zum Schlafen zu machen. Und das ist jetzt keine Beschwerde, das soll euch nur mal zeigen wie nah wir am Meer lagen. Wir genossen den Abend und beobachten das Meer.

Am nächsten Morgen hieß es auschecken, ab zum Flughafen und rein in den Flieger. Denn um 15:30 Uhr ging unser Flieger zu der nächsten Insel der Cook Inseln, nach Aitutaki. Aitutaki ist nach Rarotonga die 2. touristischste Insel der 15 Cook Inseln. Aber diese soll die schönste sein. Es gibt eine Lagune, welche zweifelsohne das Highlight auf einer Reise auf Aitutaki sein soll. Die One-Foot Island sollte ebenso auf dem Besuchsplan stehen. Ansonsten heißt es hier Sonne, Strand und Meer 😊 .

 

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