Bora Bora

In Bora Bora am Flughafen angekommen mussten wir eine Fähre auf die Hauptinsel nehmen. Denn der Flughafen ist auf einer anderen Insel und alle Gäste müssen erst einmal zu der Hauptinsel gelangen. Dafür hat Air Tahiti aber eine kostenlose Fähre bereitgestellt. Die Aussicht über die Insel vom Wasser aus war einfach genial!

Das Wasser war wie immer hervorragend blau und es waren einige Schiffe im Wasser. Die herausragenden Berge auf Bora Bora sind gewaltig! Sie ragen so weit in den Himmel hinein, das scheint so unnormal zu sein!

Auf der Hauptinsel angekommen statteten wir dem Touristeninformationszentrum einen Besuch ab. Und hier fanden wir auch freies WLAN. Es ist nicht so, dass wir das Internet immer bräuchten, aber für die Planung auf den weiteren Inseln und die Übernachtungen ist es schon von Vorteil. Denn nicht alle Unterkünfte schreiben sofort zurück, oft muss man hier etwas auf eine Antwort warten. Der Grund ist kein Desinteresse, sondern dass Internet rar ist und so nicht täglich alles beantwortet wird. Aber wenn man sich darauf einstellt, ist das gar kein Problem! Wir kamen hier an einer Kirche vorbei, die vor den Bergen so toll aussieht, dass wir euch die hier einmal zeigen müssen.

Wir fuhren schließlich wieder per Anhalter zu unserer Unterkunft, dem Tente Sunrise.

Hier hatten wir eigentlich ein Zelt gebucht. Für 27,5 € pro Nacht für uns beide war das auf Bora Bora ein unschlagbarer Preis! Die anderen Unterkünfte gingen bei 100 € pro Nacht los und so nahmen wir auch ein Zelt in Kauf. Doch als wir ankamen erhielten wir zu unserem Glück mal wieder ein Upgrade und hatten unseren eigenen Raum! Yihhha! Schon wieder ein Upgrade! Also hier auf den Inseln hatten wir echt Glück! Und wisst ihr was noch super war, wir hatten kostenloses Internet in unserer Unterkunft und das auch noch mit unbegrenzter Datenmenge! Ein Traum! Es gab ein Abendessen mit Blick über das Meer und schließlich schlummerten wir entspannt in unserem Zimmer.

 

Der nächste Morgen begann perfekt mit Pancakes und Blick über das Meer. Danach packten wir unsere Badetasche und liefen zu dem schönsten Strand der Hauptinsel Bora Bora (die großen Resorts sind vermehrt auf den Motus um Bora Bora herum und haben dort natürlich ebenso pulverweise Sandstrände). Der Strand heißt Matira Beach und ist nur 15 Gehminuten von unserer Unterkunft Tente Sunrise entfernt. Auf unserem Weg lagen 2 Supermärkte mit wirklich sehr angenehmen Preisen (erstaunlicherweise haben bisher alle Supermärkte auf den von uns besuchten Inseln gute Preise). Im Voraus haben wir von vollkommen überteuerten Produkten gelesen, aber es ist alles im Schnitt nur 20-50 Cent teurer als in Deutschland und etwa gleich mit Neuseeland). Am Strand angekommen erwarteten uns pulverweißer Sand, blaues klares Wasser und viele bunte Fische. Wir bretzelten uns erst einmal gut eingecremt in die Sonne und genossen das Nichtstun.

Anschießend rafften wir uns auf, um die einzigartige Kulisse für ein paar Fotos auszunutzen. Egal wie ich mich hinsetzte, mit diesem Hintergrund gefiel mir einfach alles!

Philipp gab alles um diesen tollen Moment auf Bora Bora, angeblich dem schönsten Fleck auf Erden einzufangen. Uns besuchte sogar ein Rochen, welcher sich perfekt ins Bild einschmiegte. Es war ein Traum!

Das signalisierte uns natürlich, dass wir jetzt doch endlich mal schnorcheln gehen sollten, vielleicht finden wir noch mehr tolle Fische. Mit Maske, Schnorchel und GoPro bewaffnet machte ich den Anfang. Und zack, ich war noch nicht richtig unter dem Wasser kam schon wieder ein Rochen vorbei geschwommen. Es schlossen sich etliche kleine bunte Fische an.

Auch bei Philipp waren tolle Fische vor der Linse.

Nach bestimmt einer Stunde im Wasser setzten wir uns wieder an den Strand, beobachteten die Umgebung, was so am Strand vor sich ging und ob im Wasser etwas besonderes zu sehen ist. Der Hunger stellte sich langsam ein und wir holten uns vom 3 Minuten entfernten Supermarkt ein Baguette (53 XPF) und einen Schmierkäse (160 XPF). Vollkommen erholt und tiefenentspannt genossen wir wieder die Aussicht auf das Meer. Wir machten anschließend noch ein paar mehr Fotos am Wasser. Plötzlich sahen wir 2 Flossen im Wasser, ja genau, 2 Haiflossen. Beim genauer Hinschauen erkannten wir, es waren etwa 7 kleinere Mandats und keine Haie, welche sich dem Strand näherten und etwas herumtollten. Philipp schnappte die GoPro und war im Wasser. Er und noch ein anderer Neugieriger liefen den spielenden Mantas hinterher, es war wirklich abenteuerlich! Ich beobachtete alles entspannt vom Strand aus, das hat mir schon gereicht 😉 .

Nach ein paar Aufnahmen und nachdem die Tiere flüchteten kam Philipp zurück und wir brachten nochmal die Drohne zum Einsatz. An diesem Tag haben wir wirklich mit allem Fotos und Videos gemacht. Es ist einfach der Wahnsinn was wir dann auf der Drohne noch gesehen haben.

Hinter uns am Strand tat sich der riesige Berg auf, er wirkt fast schon erdrückend auf dieser kleinen Insel mit dieser Höhe.

Man kann auf den Berg auch hochklettern, aber nur wenn es zuvor nicht geregnet hat und man sollte es am besten mit einem Guide machen. Der Weg soll wirklich so steil und rutschig sein, dass wenn einem etwas passiert wirklich nur erfahrene Einheimische helfen können. Mittlerweile ist es angeblich auch nur noch ein Guide, der diese Tour durchführt und alle anderen machen diese Tour schon nicht mehr. Nach mehr als genug Fotos, einer tollen Bräune und einem tollen Tag liefen wir zu unserer Unterkunft zurück, es war ja nicht weit weg 😉 . Wir aßen, duschten und machten uns schnell fertig, denn am Donnerstagabend gibt es im Sofitel auf Bora Bora immer eine Polynesische Tanzshow, welche man sich kostenlos auch als Nichtgast anschauen kann.

Wenn man möchte kann man hier auch einen Tisch für das Buffet bestellen oder sich an die Coctailbar gesellen, aber man kann auch nur die Tanzshow anschauen. 19:00 Uhr sollte es losgehen und es war der Hammer! 4 Männer und 4 Frauen gaben ihr Bestes und überraschten uns mit traditionellen Bewegungen und Tänzen. Den Rhythmus gaben ihnen 3 Trommler und 1 Sängerin vor. Jeder Ton, jeder Schlag war live und es war einfach perfekt abgestimmt. Dazu trugen alle Darsteller verschiedenste traditionelle Kleidung. Die Tänzer zogen sich mehrmals um und immer wieder waren wir beeindruckt. Wer also mal hier auf den Inseln sein sollte, muss sich unbedingt die Polynesische Tanzshow anschauen! In großen Resorts gibt es in der Woche öfters eine, wir waren an einem Donnerstag Abend im Sofitel auf Bora Bora und am Mittwoch Abend ist es z. B. zur Zeit im Sofitel auf Moorea.

Beeindruckt von der Show und den Tänzern gingen wir zurück zu unserer 4 Minuten entfernten Unterkunft und genossen den Abend.

 

Der nächste Tag war unser Abreisetag. Und außer Organisatorisches ist auch nicht viel passiert. Gegen 10:15 Uhr verließen wir dann die Unterkunft und versuchten zum Fährenpoint der Flughafenfähre zu Hitchhiken. Es dauerte ein paar Minuten und einige Autos fuhren vorbei. Ganz so einfach ist es auf den touristischeren Inseln doch nicht, aber nach 10 Minuten hielt dann ein Auto an und nahm uns mit. Busse sollen auf der Insel angeblich auch verkehren, aber den Fahrplan sucht man hier vergebens. Taxen sind ungemein teuer und die meisten Unterkünfte bieten einen Abholservice für rund 10 € pro Person an. Auf die in der Regel 5 km wollten wir aber ungern 20 € ausgeben und im Zweifelsfall wird das eben gelaufen. Im Jahresurlaub gibt man das Geld gern und locker aus. Auf einer Weltreise aber läuft es eben anders, auch wenn wir genug gespart haben muss dennoch hier und da geschaut werden für was ist es sinnvoll das Geld auszugeben. Und das Gute am Hitchhiken ist, dass wir so immer neue und interessante Leute kennen lernen. Jeder erzählt seine Geschichte und wir lernen immer etwas Neues dazu 😉 . An der Fähre angekommen mussten wir nur noch kurz warten und dann ging es auch schon los zum Flughafen. Am besten ist es übrigens sich bei der Ankunft auf Bora Bora zu informieren wann man wieder bei der Fähre für den Rückflug sein muss. Denn Verpasst man die Fähre, verpasst man seinen Flug – außer man findet noch ein Wassertaxi zu hohem Preis. Die Bootsfahrt war herrlich! Die Inseln so vom Wasser aus zu sehen ist ein Traum. Das Meer funkelt, die Sonne strahlt, die Berge erheben sich gigantisch über die Umgebung, einfach Weltklasse! Schade eigentlich, dass wir Bora Bora schon verlassen müssen. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Der Stand ist toll, wir hatten eine sehr gute und günstige Unterkunft von der aus einige Highlights fußläufig erreichbar sind, die Rochen und Haie sieht man super am Badestrand, die Leute sind nett und aufgeschlossen und das Inselfeeling ist einfach vollkommen da. Es ist super schön hier und wir können sehr gut nachvollziehen wenn einige Leute Bora Bora als den schönsten Fleck auf Erden bezeichnen. Wir finden zwar es gibt viele schöne Orte, aber Bora Bora gehört definitiv dazu! Und von diesem Inseltraum flogen wir schließlich zum nächsten, nach Huahine. Was wir da erlebten könnt ihr im nächsten Bericht nachlesen.

 

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