Huahine

Huahine ist authentisch. In Huahine ist die Zeit stehen geblieben. Huahine ist einfach wunderschön!

Dies waren immer wieder die Worte der Leute von Französisch Polynesien wenn wir erzählten wir machen nach Huahine. Wir freuten uns sehr auf die Insel, denn wir lasen vorher, dass Huahine und Maupiti die beiden schönsten Inseln der Gesellschaftsinseln sein sollen.
Wir planten auf unseren vorherigen Inseln Tahiti, Moore und Bora Bora jeweils 1 vollen Tag und den An- und Abreisetag zur Inselbesichtigung, für Huahine 2 volle Tage und in Maupiti 3 volle Tage ein. Und wie sich schlussendlich herausstellte, war dies genau die richtige Planung. Huahine hat alles, ist aber dennoch traditionell. Hier gibt es einen großen Supermarkt mit sehr sehr günstigen Preisen, ein Muschelmuseum, einen Kayakverleih, 2 Tauchschulen, einen Yachtclub, Restaurants, einen Sonntagsmarkt, kleine Geschäfte mit traditionellem Schmuck und ähnlichem, Vanilleplantagen, tolle Strände und Schnorchelspots, alte Ruinen von vor 2000 Jahren, eine Schnapsbrennerei und vieles vieles mehr.
Wir kamen am Flughafen in Huahine an und wurden am Flughafen von unserer Gastgeberin abgeholt. Wir fuhren mit ihr zu dem Hauptort von Huahine. Auf dem Weg zeigte sie uns Europcar, die Post, eine Kunstgalerie und den ganzen Rest den ich oben schon aufgezählt habe.
Unsere Unterkunft hieß Chez Guynette und war perfekt gelegen.
Pro Nacht zahlten wir zusammen 5900 XPF und Dormbetten wäre ebenso vorhanden für 2000 XPF pro Person. An unserem Ankunftstag schauten wir uns den Hauptort an, besuchten die Schnapsbrennerei (diese ist Samstag und Sonntag geschlossen), suchten ein paar Früchte und genossen das Dorfleben.
Am Abend versuchten wir noch einen Tauchplatz für Philipp zu organisieren, aber das klappte leider nicht. Hier gibt es zwar eigentlich 2 Tauchschulen, aber eine ist noch bis Juni geschlossen und die andere hatte Private Tauchkurse. So konnte Philipp leider nicht auf Huahine tauchen gehen, aber wir organisierten gleich einen Platz für ihn in Maupiti. Dort gibt es nämlich nur eine Tauchschule und zum Glück buchten wir hier 3 Tage vorher seinen Platz, sonst wäre das auch voll gewesen. Nachdem das geklärt war kochten wir uns was schönes und gingen ins Bett.
Am nächsten Morgen reservierten wir uns einen Roller gleich links neben dem Supermarkt in Isabelles Place für 3500 XPF für den nächsten Tag. Danach entschieden wir uns eine Wanderung um den Teich im Norden zu machen. Wir liefen am Yachtklub vorbei, den Strand entlang.
Wir sammelten ein paar Muscheln, bogen auf die Straße ab und nahmen Kurs zum Flughafen auf. Dort ist nämlich das Muschelmuseum Motto Tresor. Da ich Muscheln liebe, war das genau das richtige für mich.
Der Eintritt ist eine Spende und wer möchte kann hier auch Perlenschmuck zu guten Preisen kaufen. Wir lernten in dem Museum wieder etwas zu dem Perlenmarkt und zu den ausgestellten Muscheln.
Wusstet ihr zum Beispiel, dass ein paar Muscheln auch tödlich sein können? Oder dass manche Muscheln eine kleine Art Eingangstür haben? Nach dem Museum liefen wir eine lange Straße am Flughafen entlang und pflückten uns ein paar Papayas und andere Früchte.
Auf unserem Weg kam eine alte Ruine, Marae Manunu genannt.
Dies war einst ein 2 stöckiger Tempel zum Beten und Weihen von Gott und dem Stammeshöchsten. Die Ruinen hier auf der Insel sollen bis zu 2000 Jahre alt sein und um 1700 wurden die letzten Menschen hier geopfert. Geopfert wurden Jungfrauen bevor sie ihre Menustration haben, da diese gerade am reinsten genug für Gott seien. Heute kann man nur noch erahnen was hier einst stand oder sich im Museum am Marae Haumaru nähere Informationen holen. Zu dem Museum liefen wir danach, dazu ging es über eine kleine Brücke wo Kinder in das Wasser sprangen und noch eine historische Stätte war. Wir liefen die Hauptstraße weiter, passierten eine Kirche und kamen zu den Ruinen.
Das Museum ist kostenlos und man sollte hier wirklich vorbei schauen, um die Ruinen zu verstehen. Bei uns hatte es leider geschlossen und wir mussten uns alles von unserer Gastgeberin erklären lassen. Aber das Museum wäre uns ehrlich gesagt lieber gewesen.
Auf unserem Weg lag noch eine kleine Vanille Farm, aber die können wir leider nicht empfehlen. Ob hier wirklich Vanille angebaut oder nur verkauft wird, wissen wir nicht so ganz. Wir haben unsere Zweifel. Besser ist eine Vanille Farm im Süden, aber dazu später mehr 😉 . Nachdem wir dann ca. 14 km gelaufen sind, versuchten wir per Anhalter bei einem Auto mitzufahren. Das klappte wieder einmal problemlos. Wir stiegen auf der Ladefläche eines PickUp ein und zurück ging es zu unserer Unterkunft. Geschafft verschnauften wir etwa, stiefelten dann aber nochmal los, um den wunderschönen Sonnenuntergang zu genießen.
Am nächsten Tag holten wir früh unseren Roller und los ging es.
Wir fuhren in den Süden, immer an der Küste entlang. Wir sahen den Hügel, der für Huahine namensgebend ist, da er an eine schwangere Frau erinnern solle. Huahine heißt sinngemäß nämlich weibliches Geschlechtsorgan.
Wir passierten ein paar Kirchen, Dörfer, Obstbäume. Es kam eine Gedenkstätte und wieder Küste.
Im Süden hielten wir in dem Restaurant Chez Tara an. Da Sonntag war, wurde hier ein riesiges traditionell polynesischen Buffet aufgebaut.
Es wurde alles in einem klassischen Erdofen gegart und sah sehr sehr lecker aus.
Wir selber hatten keine Plätze für das Mittag reserviert, konnten aber zuschauen wie alles zubereitet wird. 3500 XPF pro Person sollte das Essen kosten und wir fragten welche aus unserer Unterkunft, die Plätze hatten und es soll so köstlich gewesen sein! Nach diesem kulinarischen Exkurs gingen wir hier an der Südspitze zum Strand. Der meiste Strand ist zwar privat aber ein kleiner Fleck ist doch öffentlich zugänglich. Auch kann man hier in einem Hotel etwas essen und dann Kayaks vom Hotel kostenlos nehmen und an dem Strand vom Hotel liegen. Wir besuchten anschließend eine Vanilleplantage hier im Süden. Es ist die Plantage von Frank (sein französischer Name lautet Francois).
Er kümmert sich um die Bestäubung der Pflanzen, da diese aufgrund einer kleinen Abdeckung nicht natürlich von den Vögeln und Bienen bestäubt werden können. Er erntet nach ca. 9 Monaten die richtigen Schoten bzw. Bohnen und trocknet diese dann.
Bis er die fertige getrocknete Vanilleschote hat, ist viel Zeit vergangen. Es ist möglich bei ihm Vanille zu kaufen und etwa 7 oder 8 Schoten kosten 5000 XPF. Das klingt jetzt zwar viel, aber wenn man überlegt was es in Deutschland im Supermarkt kostet, ist das ein gutes Geschäft. Wir haben bei Frank auch viele andere Pflanzen kennengelernt. So trafen wir auf Ingwer oder auch auf Ananas.
Frank öffnete mir eine leckere Kokosnuss und nahm sich viel Zeit. Für eine Führung hier verlangt er kein Geld. Eine Spende sehen wir hier aber mehr als angemessen an. Unser Weg setzte sich fort, weiter an der Küste entlang und langsam wieder zurück in Richtung Norden. Ganz im Nordosten auf einem kleinen Inselzipfel gingen wir nochmal Schnorchel. Hier ist es wunderbar, um ein paar bunte Fische zu sichten und einfach zu relaxen.
Leider ist es kein weißer Sandstrand, den hat man nur ganz im Süden. Aber dafür ist das Wasser hier einfach so blau und klar, dass man eh lieber im Wasser statt am Strand sein möchte. Und das Beste ist, das Wasser hat Badewannentemperatur :D. Nach dem Plantschen fuhren wir zurück zu unserer Unterkunft und lehnten uns erschöpft zurück. So eine Erkundungstour kann auch anstrengend sein. Wir packten unsere Sachen und am nächsten Morgen schon ging es mit dem Flugzeug weiter nach Maupiti.
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