Tahiti

Nach Tahit kamen wir ganz entspannt mit dem Flugzeug. Von Aitutaki aus flogen wir 50 Minuten nach Rarotonga, hatten dort am Flughafen 6 Stunden Aufenthalt und dann flogen wir weiter nach Tahiti. Unsere Begrüßung am Flughafen war mehr als nur toll! Auf einer kleinen Bühne in der Ankunftshalle wartete eine Hula-Tänzerin auf uns und 2 Musiker gaben ihr die Melodie vor. Die Urlaubsgefühle stiegen noch höher und wir fühlten uns einfach willkommen.

Dann ging es zur Passkontrolle und ja, was soll ich sagen: „No stamps for europeans“. Da Französisch Polynesien französisches Herrschaftsgebiet ist, gehört das hier irgendwie mit zur EU. Die Inseln dürften sogar wenn sie wollen den Euro als Währungsmittel nehmen. Dies steht nämlich zur Zeit zur Diskussion und bis dahin haben sie weiterhin den Französischen Franc (1 € = 119,33 XFP). Gesprochen wird hier, es liegt auf der Hand, französisch. Uns wurde schon im Internet Angst gemacht hier spricht keiner englisch, aber Fehlanzeige. Es sprechen sogar sehr viele Leute hier englisch. Es gehört sogar ab etwa dem 10. Lebensjahr in den normalen Schulalltag. Wir bekamen also keinen Stempel in unseren Ausweis, wurden aber dennoch mehr als lieb willkommen gehießen. Unsere Backpacks kamen auf dem Rollband an und los ging es in die Weiten von Tahiti.

 

Die Insel Tahiti ist die Hauptinsel der Inseln Französisch Polynesiens und Papeete ist die Hauptstadt der Insel bzw. des Landes. Auf Tahiti und dem angrenzenden Moorea leben zusammen mehr als 75% der ganzen Bewohner Französisch Polynesiens (mehr als 200.000 Personen). Auf Tahiti lässt sich so viel machen, ob Wandern, Surfen, Schnorcheln oder einfach nur Relaxen, alles ist möglich. Doch bevor wir das alles erleben können mussten wir erst einmal abends in der Dämmerung zu unserer Unterkunft gelangen. Wir hatten eine Airbnb Wohnung und unser Host Timi hätte uns auch für 10 Dollar pP abgeholt, aber wir sagten uns irgendwie bekommen wir das schon hin. Doch wer hätte es gedacht, der Linienbus ist seit einiger Zeit kaputt und noch gibt es keinen Ersatz. Taxen sind mehr als nur schweine teuer, für 6 km hätten wir gut und gerne 32 € bezahlt. Die Rollerverleihfirma hatte schon zu und so versuchten wir uns an Mitfahrgelegenheiten. Doch das war in der Dunkelheit und mit dem Gepäck nicht so ganz möglich und dann fanden wir einen Angestellten, der sein Geschäft gerade geschlossen hatte und uns netterweise fuhr. Wir hatten so ein Glück ihn kennengelernt zu haben! Zunächst fuhren wir zu einem falschen Haus, aber dann fanden wir das Haus von Timi. Es war idyllisch! Ein Einfamilienhaus unweit vom Meer mit Passionsfrüchten, Bananen und Papayas im Garten und das alles war nur für uns! Doch nach der langen Anreise waren wir todmüde und fielen nur noch ins Bett.

 

Der nächstte Morgen war Philipps Geburtstagsmorgen 😉 . Süße 28 Jahre alt ist er geworden und wir konnten seinen Tag gemeinsam unter Palmen feiern. Als kleine Überraschung konnte er sich an ein paar Luftballons erfreuen. Dann gab es leckeres Pancakefrühstück und dann liefen wir ein bisschen in dem Ort herum. Es war Pfingstsonntag und somit auch hier Feiertag und ziemlich leer auf den Straßen. So spazierten wir gemütlich die Wege entlang, schauten bei den Straßenständen vorbei (ja, hier gibt es endlich wieder Straßenstände mit leckerem Essen!) und ließen uns bis hin zum Museum von Tahiti treiben. Im Museum gab es etwas zur Geschichte des Landes entdecken.

Wir wissen nun wie die Inseln hier entstanden, dass die Franzosen und die Ureinwohner Französisch Polynesiens damals friedlich koexistierten und schließlich die Polynesier die Religion, Traditionen und Esskultur der Franzosen annahmen. Direkt am Museum gab es auch einen tollen Strand, ganz besonders toll für mich – es war schwarzer Sand! Der Sand hier kommt vom Vulkanstein und es sieht echt einzigartig cool aus! Wir schauten den Wellen zu, betrachteten in naher Ferne die Insel Moorea (wo wir übrigens nach Tahiti waren) und genossen die Sonne. Natürlich packten wir uns auch ein paar Vulkansteine ein, mein Sammlertrieb hat wieder zugeschlagen 😉 .

Wir liefen schließlich durch den Ort zurück zu unserer Unterkunft. Unterwegs trafen wir ein paar nette Leute, hörten hier und da laute Musik aus den Gärten und gingen nochmal in den Supermarkt. Die Preise in dem Supermarkt waren übrigens zu unserer Überraschung wirklich günstig! Es war vergleichbar mit den Preisen in Deutschland und somit ein bisschen günstiger als in Neuseeland – obwohl die meisten Lebensmittel aus Neuseeland stammen! Bei uns gab es zum Abendessen klassisch französisch – Baguette. Als wir an der Kasse im Supermarkt standen fragte uns ein großer Mann, ob wir Philipp und seine Freundin seien. Zu unserer und seiner Überraschung trafen wir gerade unseren Gastgeber Timi von Airbnb. Er nahm uns in seinem Pick-Up mit zu unserem Haus und meinte wenn wir noch einen tollen Geburtstagsausklang haben wollen, können wir mit ihm in seinem kleinen Boot aufs Meer fahren und den Sonnenuntergang genießen.

Mit ein paar Bier im Rucksack und dem Boot an der Anhängerkupplung ging es los, der Sonne entgegen. Nur 3 min später waren wir an der Bootsanlegestelle und nur 10 min später wurfen wir auch schon den Anker aus. Es war so toll! Das Meer war so klar und warm, die Sonne gab ihr bestes und wir öffneten unser Bier.

So einen Abend hätten wir uns nicht einmal erträumen lassen. Übrigens kleine Story zum Bier, eigentlich wollten wir uns welches im Supermarkt kaufen, aber da Pfingsten ist, kann kein Bier gekauft werden. So gab uns unser Gastgeber eines aus seinem Kühlschrank 😉 .

 

An unserem nächsten Morgen standen wir etwas später auf. Es war der Tag unserer Weiterreise und eigentlich passierte sonst auch nicht viel. Wir sortierten aus welches Gepäck wir mitnehmen und was wir bei unserem Gastgeber in Tahiti lassen, denn hier kommen wir in 12 Tagen nochmal her und holen alles ab. Dann nutzten wir noch etwas das Internet aus, auf den Cook Inseln und Französisch Polynesien gibt es nämlich so gut wie nirgendwo kostenloses Internet und pro GB bezahlt man etwa 50 €. Danach verabschiedeten wir uns von Timi und fuhren per Anhalter zum Flughafen. Eigentlich gibt es in Tahiti einen öffentlichen Bus. Aber der ist ja zur Zeit kaputt und so müssen alle mit dem Taxi fahren, selber fahren, laufen oder eben wie wir jemanden anderes anhalten und fragen ob man mitfahren darf. Auf den Cook Inseln und Französisch Polynesien hält eigentlich recht schnell jemand an und die Leute sind alle total nett! Am Flughafen angekommen mussten wir noch etwas warten bis es los ging. Unser Flug sollte nur 10 min dauern, es ging auf die Nachbarinsel nach Moorea 😉 .

 

Blick von Moore auf Tahiti

 

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